04.04.2026
200 Ordnungswidrigkeiten wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis beim Car Friday

Nürburgring/Trier/Euskirchen (red/boß) Wie erwartet trafen sich auch in diesem Jahr wieder mehrere 10.000 Anhänger der Tuningszene aus dem gesamten Bundesgeiet sowie dem benachbarten Ausland rund um den Nürburgring. Bereits am Vorabend
und in der Nacht zum Karfreitag war verstärkter Anreiseverkehr festzustellen. Die Nürburgring 1927 GmbH hatte nahezu alle Parkplätze inklusive Fahrerlager zur Verfügung gestellt, um die örtliche Verkehrslage zu entzerren. Am frühen Nachmittag waren fast alle Parkplätze ausgelastet. Durch die permanente Präsenz sowie konsequentes Einschreiten der polizeilichen Einsatzkräfte sowie des Ordnungsamtes konnte das Freihalten der Not- und Rettungswege gewährleistet werden. Trotz umfangreicher Maßnahmen konnten Staubildungen rund um den Nürburgring jedoch nicht gänzlich verhindert werden. Dies betraf insbesondere die Hauptzufahrtrouten B 412 und B 258. Eine durchgehend erhöhte Verkehrsbelastung in der Stadt Adenau, wie in den Vorjahren, wurde jedoch nicht festgestellt. Die im Vorfeld veröffentlichte Ankündigung von engmaschigen Kontrollmaßnahmen der PD Mayen zeigte Wirkung. In Relation zu der hohen Anzahl an angereisten Besuchern des Nürburgrings kann eine zufriedenstellende Bilanz konstatiert werden. Insgesamt wurden knapp 400 Fahrzeuge überprüft. Es mussten 12 Strafverfahren eingeleitet werden, unter anderem wegen der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr unter dem Einfluss berauschender Mittel oder aufgrund des Fahrverhaltens. In einem Fall kam es zu einem Verkehrsunfall unter Alkoholeinwirkung, bei dem niemand verletzt wurde. Von den knapp 200 registrierten Ordnungswidrigkeiten entfiel ein Großteil auf das Erlöschen der Betriebserlaubnis aufgrund bauartrechtlicher Verstöße. In fast 40 Fällen musste die Weiterfahrt untersagt werden. Das vorab mit der Kreisverwaltung Ahrweiler, den Verbandsgemeinden Adenau und Vordereifel sowie der Nürburgring GmbH abgestimmte Maßnahmenkonzept hat gegriffen und führte zur Reduzierung der anlassbezogenen Störungen. An dem Einsatz waren um die 160 Polizeikräfte beteiligt, darunter unter anderem auch Angehörige anderer Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz. Presse PP Koblenz
Trier: Der gestrige Car-Friday 2026: von netten Gesprächen, über Fahrverbote bis hin zu sichergestellten Autos. Für viele Auto-, Tuning- und Motorsportbegeisterte startete mit Karfreitag, am 3. April, die Saison. Auch wenn der Großteil der Fahrer*innen sich regelkonform verhält, kommt es beim An- und Abreiseverkehr zu gemeinsamen Treffen und Veranstaltungen häufig zu Geschwindigkeitsverstößen, Lärmbelästigungen sowie illegalen Autorennen, verursacht durch "Poser" und "Raser". Deren Ziel ist: Auffallen um jeden Preis, beispielsweise durch unnötiges Hin- und Herfahren, Aufheulenlassen des Motors oder kurze Beschleunigungen mit Renncharakter. Für Dritte kann hierdurch eine Belästigung, Behinderung oder Gefährdung entstehen. Größter Anziehungspunkt in Rheinland-Pfalz ist dabei der Nürburgring. Das bedeutet, dass eine Vielzahl der Autoliebhaber zu diesem Event aus verschiedensten Regionen anreisen. Die Polizei führte daher im gesamten Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Trier Schwerpunktkontrollen durch. Ziel war es nicht, die gute Laune der Autofans zu trüben, sondern für verantwortungsbewusstes Verhalten zu sensibilisieren, illegale Veränderungen an Fahrzeugen aufzudecken und Verkehrsbeeinträchtigungen zu reduzieren - ganz nach der Präventionsbotschaft: "Rot für Raser, Poser und illegales Tuning" Ergebnisse in Zahlen: - Rund 200 Fahrzeuge kontrolliert - Über 250 Personen kontrolliert - Über 35 Mängelberichte ausgestellt - Sichergestellte/Beschlagnahmte Fahrzeuge: 3 - Über 650 Geschwindigkeitsverstöße - daraus folgend 5 Fahrverbote - Mehrere Straftaten wegen u.a. Urkundenfälschen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz Die Polizei lobt jedoch ausdrücklich die Mehrheit der Autofans, die mit geprüften Umbauten und einem freundlichen sowie respektvollen Miteinander überzeugten. Im Polizeipräsidium Trier stehen illegale Veränderungen an Kraftfahrzeugen, Posing und illegale Straßenrennen bereits seit längerer Zeit im Fokus. Dazu gehören beispielsweise Ordnungswidrigkeiten auf Grund von Veränderungen an Kraftfahrzeugen, zu beanstandende Fahrweisen sowie Straftaten wie das Fahren ohne Fahrerlaubnis oder illegale Straßenrennen, aber auch Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung, denen die Polizei nachgeht. Presse PP Trier
Euskirchen: Im Rahmen der landesweiten Kontrollmaßnahmen zum gestrigen "Car Friday" (3. April) hat die Polizei Euskirchen zahlreiche Fahrzeuge kontrolliert. Ziel der Maßnahmen war es, gegen überhöhte Geschwindigkeit, illegales Tuning und gefährliche Umbauten konsequent vorzugehen. Dabei wurden zwei erheblich manipulierte französische Sportwagen sichergestellt. Beide Fahrzeuge überschritten das zulässige Standgeräusch deutlich. Besonders auffällig war ein Pkw, bei dem nach Abzug der Messtoleranz von fünf Dezibel ein vorwerfbarer Wert von 107 Dezibel festgestellt wurde. Der zulässige Grenzwert wurde damit um 23 Dezibel überschritten. Für das menschliche Ohr entspricht dies deutlich mehr als einer Vervierfachung des zulässigen Geräuschpegels. Der 29-jährige Fahrer zeigte sich von den polizeilichen Maßnahmen wenig begeistert. Er musste vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.800 Euro entrichten und seine Fahrt anschließend mit einem Taxi fortsetzen. Die beiden sichergestellten Fahrzeuge werden in der kommenden Woche einem Sachverständigen zur weiteren Begutachtung vorgeführt. Darüber hinaus kontrollierten die Einsatzkräfte einen augenscheinlich stark und fragwürdig umgebauten Peugeot mit französischer Zulassung. Nach Angaben der Insassen handelte es sich bei dem in Frankreich zugelassenen Fahrzeug um einen von 19 originalen Filmrequisiten aus dem französischen Kinofilm "Taxi Taxi" aus dem Jahr 2000. Besonders kritisch bewerteten die eingesetzten Beamten die unfachmännisch angebrachten Front- und Heckspoiler aus Metall. Diese stellten eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Im Falle eines Zusammenstoßes mit Fußgängern oder Radfahrern könnten die Bauteile bereits bei geringen Geschwindigkeiten schwere oder sogar tödliche Verletzungen verursachen. Das Fahrzeug wurde daher aus Gründen der Gefahrenabwehr stillgelegt. Die Bilanz des Kontrolltages: 74 Verwarngelder, 58 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und zwei sichergestellte Fahrzeuge wegen verbotenen Tunings. Ein weiteres Fahrzeug wurde zur Gefahrenabwehr stillgelegt. Die Polizei Euskirchen macht deutlich: Wer sein Fahrzeug liebt, fährt mit Verstand. Rücksicht, regelkonformes Verhalten und technisch sichere Fahrzeuge sind die Voraussetzung dafür, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen. Presse Polizei Euskirchen |