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31.08.2025

Kultur in der Wawerner Kapelle mit kunstvollen Wandmalereien

Wawern (red/boß) Mit dem Projekt „Kultur in der Kapelle“ hat es die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Bistum Trier geschafft, dass die Menschen ihre alten Kapellen zunehmend wiederentdecken. In Wawern

(Pfarreiengemeinschaft Schönecken-Waxweiler/Eifelkreis) fand nun die dritte Veranstaltung dieser Art in der Westeifel statt.
Katharina Zey-Wortmann von der KEB Trier hat die Initiative der sogenannten Kulturkapellen ins Leben gerufen. Kirche vor Ort wird durch das Engagement von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern der Pfarreien erlebbar. So werden spirituelle Veranstaltungen im kulturellen Sinne, vorwiegend in den kleineren Kapellen, gesellschaftlich aufgewertet und die Menschen animiert, ihre heimischen Gotteshäuser wieder mit Leben zu füllen.
In Wawern hat nun die dritte Veranstaltung in der Westeifel stattgefunden, organisiert und durchgeführt von Mitgliedern des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Schönecken-Waxweiler. Zum Programm gehörten Meditationstexte und Fürbitten, die Dagmar Thome, Marlies Pütz und Heike Loscheider vortrugen. Unterstützt wurden sie durch Gläubige aus den Reihen der zahlreichen Besucher, die Teelichter für ihre persönlichen Bitten vor dem Altar entzündeten. Für die Musik zeichnete sich Kirchenmusiker Markus Roschinski verantwortlich, der das alte Harmonium festlich erklingen ließ. Auch war Katharina Zey-Wortmann eigens von der Mosel in die Eifel gereist, um die Aktion zu würdigen.
„Die Menschen können durch dieses Projekt vor Ort noch einmal ganz bewusst wahrnehmen, was für einen Schatz sie mit ihrer Kapelle haben.“ Mit diesen Worten beschrieb Michael Fischer, Vorsitzender des Pfarreienrates, die nachhaltige Aktion der KEB, deren ehrenamtlicher Bildungsbeauftragter er in Waxweiler ist. Dem Vorbereitungsteam sei zudem der abschließende Segen durch Pfarrer Georg Josef Müller, der einige Gemeindelieder neuen geistlichen Liedguts auf der Gitarre begleitete, besonders wichtig. Die Leiterin der KEB Westeifel, Carolin Hostert-Hack, dankte in ihrem Grußwort allen Akteuren, dass sie sich einbringen in ihrer Kirche vor Ort.

Der Abend in Wawern war eine schöne Gelegenheit, die schmucke Kapelle mal wieder rege genutzt und lebendig zu erfahren. Die kleine Dorfkirche von 1929/30, der heiligen Apollonia geweiht, ist ein Ort, der durch die kunstvollen Wandmalereien von Pfarrer Christoph März besondere Bekanntheit erlangt hat. Da diese durch witterungsbedingte und bautechnische Einflüsse schadhaft geworden war, fand nach langen Bemühungen im Jahr 2022 eine Reinigung und fachgerechte Restaurierung statt. Finanzielle Unterstützung erfuhr die Pfarrei Lasel, zu der die Filiale Wawern gehört, unter anderen vom Bistum Trier, der Ortsgemeinde Wawern und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Am Schluss berichtete der 85-jährige Nikolaus Schütz aus der Dorfgeschichte. Ergänzt wurde diese durch eine Bilderausstellung mit historischen Motiven aus dem Ort und seinen Menschen, die Roswitha Bartz zusammengestellt hatte. Um den Blumenschmuck kümmerte sich Claudia Schütz mit ihrer Mutter Maria, deren Verwandter, Dechant Johannes Schütz, die Kapelle seinerzeit erbauen ließ. Auch die Ortsgemeinde Wawern beteiligte sich mit einer Getränkespende an der kirchlichen Veranstaltung. Nicht zuletzt gilt Küsterin Dagmar Thome ein besonderer Dank für den anschließenden Imbiss und für ihr vielseitiges und treues Wirken rund um die Kapelle in Wawern.

Info
Die nächsten Andachten im Rahmen der Westeifel-Reihe sind in der St.-Celsus-Kapelle in Dackscheid (Pfarrei Waxweiler) und in der Pfarrkirche St. Martin in Niederlauch (Eifelkreis) geplant. Näheres zur Initiative der KEB Trier gibt es unter www.kurzlinks.de/kebkultur im Internet.

Presse KEB


Archiv INPUT-Medien: Kapelle St. Appolonia in Wawern