zurück 
04.08.2026

Kleinste Radiostation Deutschland geht als "Dorfradio" auf Sendung

Auw an der Kyll (red/boß) Am Samstag, 22. August 2026, sendet einmalig Deutschlands kleinste Radiostation, das Dorfradio Auw an der Kyll, auf UKW zu seinen 120 Einwohnern. Die international

bekannten Radiokünstler Sarah Washington und Knut Aufermann haben im Frühjahr das kleine Eifeldorf besucht und aus den dort gesammelten Geschichten eine vierstündige Radiosendung produziert. Unter dem Motto „Lauschen und Plauschen“ wird diese nun gemeinschaftlich mit den Dorfbewohnern im Radio gehört, bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus. Das Dorfradio ist ein Projekt der vernetzten Kulturinitiative im Eifelkreis Bitburg-Prüm "Mäander", und Teil des Programms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“
Dass Auw an der Kyll etwas Besonderes ist, hat die Radiokünstlerin Sarah Washington schon bei ihrem ersten Besuch dort gemerkt. Sie kam gleich mit einer Dorfbewohnerin ins Gespräch und es wurde klar, dass dieses kleine, im Tal gelegene Eifeldorf ideal wäre für ihre Idee eines Dorfradios. Zusammen mit ihrem Lebens- und Schaffenspartner Knut Aufermann wurde dann in einem ehemaligen Alterssitz für Nonnen, der Villa Elisabeth, direkt am Bahnhof ein Radiostudio installiert und die Tür für Gäste aller Art geöffnet.
Innerhalb einer Woche kamen über 40 Menschen zu ihnen, vom Kleinkind bis zur rüstigen 95-jährigen Seniorin, von Ur-Auwern bis zu weit hergereisten Touristen. Und sie brachten ihre Geschichten mit, über das Dorf, das Leben, die Liebe, ihre Hobbys bis hin zum Lieblingsgeräusch.
Aus diesen dort gesammelten Geschichten haben Washington und Aufermann eine vierstündige Radiosendung produziert. Um sie zurück ins Dorf zu senden, wird am 22. August ein eigens beantragter UKW-Radiosender aufgebaut, dem alle Bewohner auf der Frequenz 88,2 MHz zuhören können. Bei einer Einwohnerzahl von 120 ist dies höchstwahrscheinlich Deutschlands kleinste Radiostation.

Die britisch-deutsche Künstlerin Sarah Washington ist sich sicher, dass das Medium Radio Menschen zusammenbringen kann: „Radio ist die einfachste Möglichkeit der Kommunikation, fast jeder hat ein Radio im Auto oder in der Küche. Aber wir hoffen auch darauf, dass die Einwohnerinnen und Einwohner Lust haben, an dem Tag um 15 Uhr ins Gemeindehaus zu kommen.
Im Herbst wird das Künstlerpaar dann eine verkürzte, international ausgerichtete Version der Sendung über ihr Netzwerk von 25 Radiostationen in der ganzen Welt ausstrahlen, unter anderem in Wien, London, Paris und New York. Dann wird die Zahl der potentiellen Hörer bei über 20 Millionen liegen, was Günter Kirsch auch ein wenig stolz macht: „Ich als Bürgermeister begrüße diesen Radiosender hier in Auw und freue mich auch wirklich, dass sie diese kleine Ortsgemeinde auserkoren haben, um ihre Sendung weltweit in den Äther zu bringen.“

Dorfradio Auw an der Kyll auf UKW 88,2 MHz
Samstag, 22.8.2026, 15 Uhr
Lauschen und Plauschen - gemeinsames Radiohören bei Kaffee und Kuchen
Gemeindehaus, Marienstraße 20, 54664 Auw an der Kyll


Hintergrund:
Mäander ist Teil des Bundesprogramms „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“ für Kultur, Beteiligung und Demokratie. Es richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. Gefördert wird „Aller.Land“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sowie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Programmpartner ist das Bundesministerium des Innern (BMI). Der Bund stellt für das Programm von 2023 bis 2030 insgesamt 69,4 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) sowie aus Mitteln der bpb zur Verfügung. Das Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz fördert mit einer 10%-Kofinanzierung die beteiligten Regionen in Rheinland-Pfalz, unter anderem das Projekt Mäander im Eifelkreis Bitburg-Prüm.
www.allerland-programm.de

Presse Mäander Projektbüro