10.07.2026
Jugendlicher Beschuldigter nach Hackerangriff auf Universität des Saarlandes ermittelt
Saarbrücken (red/boß) Nach einem Hackerangriff auf eine Lernplattform der Universität des Saarlandes im April dieses Jahres haben Ermittlungen des Dezernats für Cyberkriminalität der Landespolizeidirektion
und der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Früchte getragen: Als mutmaßlicher Täter wurde ein Jugendlicher aus dem Regionalverband Saarbrücken ermittelt. Bei Durchsuchungsmaßnahmen konnten der Beschuldigte bei der Nutzung seines Computers „am offenen Gerät“ festgestellt und elektronische Geräte und Datenträger als mögliche Beweismittel sichergestellt werden. Der Beschuldigte steht im Verdacht des Ausspähens von Daten sowie der versuchten Erpressung. Er soll sich Mitte April 2026 durch eine Software-Schwachstelle unbefugt Zugang zu einer Lernplattform der Universität des Saarlandes verschafft und dort rund 40.000 Datensätze von Studenten mit Namen und E-Mailadressen ausgespäht haben. Anschließend soll er die Universität kontaktiert und erfolglos einen vierstelligen Betrag in Kryptowährung gefordert haben, damit er die Daten nicht veröffentliche. Die Ermittlungen in dem Verfahren dauern weiter an.
Presse Staatsanwaltschaft Saarbrücken - Oberstaatsanwalt Thomas Schardt |