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14.05.2026

Haftbefehle gegen 14-jährige mutmaßliche Räuber und Schläger vollstreckt

Köln (red/boß) Die Kripo Köln hat am frühen Mittwoch, 13. Mai, Untersuchungshaftbefehle gegen zwei 14-Jährige sowie vier richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in ihren und weiteren Wohnungen in den Stadtteilen Mülheim,

Humboldt-Gremberg und Buchheim vollstreckt. Nach zahlreichen Gewaltdelikten hatte das für jugendliche Intensivtäter zuständige Kriminalkommissariat 43 eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Ein Rückblick: Nach zwei versuchten Raubüberfällen in Deutz und der Neustadt-Nord am Freitag (13. März) und Montag (16. März) suchte die Polizei Köln nach drei Jugendlichen, die auf gemieteten E-Scootern unterwegs waren. Aufgrund der identischen Begehungsweisen und Täterbeschreibung prüfte das Kriminalkommissariat 14 Zusammenhänge zwischen den Taten.
Freitag. 13. März gegen 11.50 Uhr: Drei Jugendliche auf zwei orangefarbenen E-Scootern versuchten im Vorbeifahren auf der der Deutz-Kalker-Straße in Richtung Kalk in Höhe des Pyramidenparks einem 48-jährigen Fußgänger das Mobiltelefon zu entreißen. Nachdem dies misslungen war, hatten die Verdächtigen den Mann gestoppt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe seiner Wertsachen aufgefordert. Als der 48-Jährige versuchte zügig davonzukommen, war er von den Jugendlichen verfolgt und bespuckt worden. Kurz darauf hatte der Geschädigte noch aus der Ferne beobachten können, wie dieselbe Gruppe einen älteren, dunkel gekleideten Mann ebenfalls bespuckte. Da in der Aufregung keine Personalien ausgetauscht worden waren, sucht die Polizei diesen Herrn nun dringend als wichtigen Zeugen.
Montag, 16. März gegen 14.20 Uhr: Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag am Konrad-Adenauer-Ufer. Dort hatten drei Jugendliche auf zwei weiß-grünen E-Scootern versucht, einer 29-jährigen Frau im Vorbeifahren den Rucksack zu entreißen. Auch hier waren die Geschädigte und ihre Begleiterin bespuckt worden, nachdem der Raubversuch gescheitert war. Die Täter waren anschließend in Richtung Hauptbahnhof geflüchtet. In sämtlichen Wohnungen stellten die Fahnder Beweismittel wie Mobiltelefone sicher.

Seit Jahresbeginn sollen die nun Festgenommenen und andere, teilweise noch nicht identifizierte Minderjährige in unterschiedlicher Konstellation zunächst auf E-Scootern im Vorbeifahren wahllos Fußgängern ins Gesicht gespuckt haben. Darüber hinaus sollen sie Passanten geschlagen, getreten, in mindestens einem Fall mit Pfefferspray besprüht oder nach gescheiterten Raubversuchen angespuckt haben. Einigen der Beschuldigten werden zudem zahlreiche Motorrollerdiebstähle im Kölner Stadtgebiet zur Last gelegt. Insgesamt können den Minderjährigen bislang mehr als 40 Straftaten zugerechnet werden. Die Verfahren der Ermittlungsgruppe richten sich derzeit gegen sechs Jugendliche und zwei Kinder. Die Ermittlungen dauern an.

Presse Staatsanwaltschaft und Polizei Köln (cg/ts)