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05.05.2026

Castor-Transport in NRW unterwegs

Jülich - Ahaus (red/boß) Am Abend des 05.05.2026 findet wieder ein Castor-Transport mit radioaktivem Material von Jülich nach Ahaus statt. Zeitgleich läuft ein polizeilicher Großeinsatz zum Schutz der Castor-Behälter.

Wie der WDR berichtet, haben vor dem Start des Transportes in Ahaus wieder Gegner der Castortransporte demonstriert. Rund 100 Menschen beteiligten sich an einer Fahrraddemo vom Bahnhof durch die Innenstadt bis zur Transportroute. Dort harrt nun eine Mahnwache bis zur Ankunft des Transportes aus. 

Hintergrund:
Der Bund will den Abtransport von Jülich nach Ahaus. Insgesamt sollen 152 CASTOR-Behälter von Jülich im Rheinland ins zentrale Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Die Lagerung in Jülich erfolgt seit 2013 ungenehmigt, weil die Lagerung dort nicht den notwendigen Sicherheitsbestimmungen genügt. Die Landesregierung hat daher als Atomaufsicht darauf drängen müssen, dass dieser ungenehmigte und unsichere Zustand möglichst schnell beendet wird.
In der Hauptverantwortung, eine genehmigte Lagerung der Kernbrennstoffe zu erreichen, ist der Bund. Er ist Mehrheitsgesellschafter der Betreibergesellschaft JEN GmbH und bestimmt dort die maßgeblichen Entscheidungen. Um eine sichere und genehmigungsfähige Lagerung zu erreichen, gibt es seit 2014 eine Räumungsanordnung für das seit 2013 ungenehmigte Lager. Die JEN GmbH muss als Adressatin der Räumungsanordnung die Kernbrennstoffe schnellstmöglich in eine genehmigte Aufbewahrung bringen.