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17.04.2026

Mehr Unterstützung für Auszubildende in der Pflege gefordert

Trier (red/boß) Für eine Stärkung der Ausbildung in der Pflege spricht sich der neue Schulleiter der Karl-Borromäus-Schule in Trier, Udo Hoffmann, aus. Es brauche fest finanzierte Stellen

für Schulsozialarbeit und Integrationsbeauftragte, um Lehrkräfte zu entlasten und die Integration ausländischer Auszubildender zu sichern, sagte er in einem Interview. „Die Lehrkräfte leisten Enormes, sind aber oftmals überlastet, wenn private Probleme oder komplexe Behördengänge – gerade bei ausländischen Azubis – hinzukommen“, erläutert Schulleiter Hoffmann. „Wenn wir eine gute Integration und weniger Ausbildungsabbrüche wollen, gehört diese Begleitung einfach dazu.“

Udo Hoffmann leitet seit gut 100 Tagen die Karl-Borromäus-Schule. Nach dem Umzug vom Standort in Trier Mitte in das ehemalige Kloster Sankt Clara im Jahr 2025 profitieren Auszubildende dort von digitaler Ausstattung und praxisnahen medizinischen Lehrräumen, in denen sie Fertigkeiten in geschützter Umgebung trainieren und durch Video-Analysen an Sicherheit gewinnen, bevor sie Patienten pflegen.
Technik und Künstliche Intelligenz könnten Lehrkräfte nicht ersetzen, sondern nur sinnvoll ergänzen, unterstreicht Hoffmann. Entscheidend sei die pädagogische Begleitung durch Lehrerinnen und Lehrer, die Inhalte gezielt vermitteln.
Der Schulleiter betont im Interview zudem den menschlichen Kern der Ausbildung: „Die Pflege kommt ursprünglich von den Ordensschwestern. Bei aller Wirtschaftlichkeit ist das Herz das, was am Ende enorm wichtig bleibt.“ Neben fachlicher Kompetenz sei vor allem Sozialkompetenz gefragt.
Die Karl-Borromäus-Schule ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Akteur in der Ausbildung von Pflegekräften. Bis zu 225 Auszubildende in den Berufsfeldern Pflegefachfrau oder Pflegefachmann sowie rund 20 Auszubildende zu Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen und Helfer verbringen dort einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung, in enger Anbindung an das Klinikum Mutterhaus mit Kooperationspartnern in Stadt und Region.