zurück 
15.03.2026

Ahrtal: DB Regio fährt ab 15.3. drei Monate früher als geplant mit Elektrozügen über neue Strecke

Ahrbrück - Remagen - Bonn (red/boß)  Mehr Klimaschutz und Komfort an der Ahr: Ab kommenden Sonntag, 15. März 2026, sind auf beiden Regionalzuglinien an der Ahr elektrisch betriebene Züge unterwegs.

Drei Monate früher als geplant kann die Deutsche Bahn auf der von DB Regio betriebenen Linie RB 30 (Bonn-Remagen-Ahrbrück) Elektrozüge des Typs Talent 2 einsetzen. So wird die von den Aufgabenträgern für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) go.Rheinland und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) angestrebte Antriebswende an der Ahr abgeschlossen.
Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte die Ahrstrecke teilweise komplett zerstört und der Wiederaufbau insbesondere auf den letzten 14 Kilometern zwischen Walporzheim und Ahrbrück kam einem Neubau gleich. Gleichzeitig hat die DB die Strecke entlang der Ahr mit moderner Stellwerkstechnik und Oberleitungen für einen klimafreundlicheren Zugverkehr ausgestattet. Das komplexe Wiederaufbau- und Elektrifizierungsprojekt konnte im engen Schulterschluss mit dem Bund, dem Land Rheinland-Pfalz, den Gemeinden und SPNV-Aufgabenträgern in nur vier Jahren realisiert werden. Seit Inbetriebnahme der neuen Ahrstrecke Mitte Dezember 2025 sorgen die beiden Regionalzuglinien RB 30 (DB Regio) und die neu konzipierte und bereits elektrische RB 32 (Trans Regio Deutsche Regionalbahn) für attraktive Verbindungen an der Ahr.
Damit auf allen Linien möglichst schnell auch elektrisch betriebene Züge eingesetzt werden können, hatten die SPNV-Aufgabenträger und DB Regio den bis Ende 2033 laufenden vareo-Verkehrsvertrag angepasst, der auf Dieselfahrzeugen basierte. Dabei war vereinbart worden, dass die elektrisch betriebenen Züge der Linie RB 30 zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2026 eingesetzt werden sollen.

Presse Deutsche Bahn AG

Pressestatements:

Janina Monhof, Leiterin Verkehrsvertragsmanagement bei DB Regio NRW: „Ich freue mich, dass wir schon jetzt die elektrischen Talent-2-Fahrzeuge in Betrieb nehmen können. Wir konnten schneller als geplant die Fahrzeuge beschaffen und die Wartung organisieren. Mit der erfolgreichen Schulung und Qualifizierung unseres Personals sind unsere Vorbereitungen abgeschlossen. Jetzt bieten wir unseren Kundinnen und Kunden eine klimafreundliche Verbindung an der Ahr. Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihren außerordentlichen Einsatz, der diesen wichtigen Fortschritt möglich gemacht hat.“

Sven Kleine, Prokurist und Leiter des Fachbereichs SPNV-Vergabeverfahren und Eigenbetrieb Fahrzeuge bei go.Rheinland: „Es ist ein tolles Zeichen für die Region, dass wir es gemeinsam geschafft haben, flexibel die elektrischen Fahrzeuge früher als geplant in Betrieb nehmen zu können. Dadurch sind wir ab jetzt leiser, spurtstärker und nachhaltiger auf der Schiene unterwegs.“

Cornelia Weigand, Landrätin des Kreises Ahrweiler: „Ich bin froh, dass die RB 30 das Ahrtal ab sofort elektrisch und umsteigefrei mit der Bundesstadt Bonn verbindet. Das Dieselzeitalter auf der Ahrtalbahn gehört damit der Vergangenheit an. Die klimafreundliche Umstellung macht das Bahnfahren für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für den Tourismus noch attraktiver. Dem gesamten Ahrtal als Ausflugsziel – von Bodendorf bis Ahrbrück – kommt dies zugute.“

Thorsten Müller, Verbandsdirektor beim SPNV-Nord: „Trotz schwierigster finanzieller Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, im Ahrtal ein klimafreundliches und gutes Angebot auf die Schiene zu bringen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und nur dem großen Einsatz aller Beteiligter zu verdanken.“

 
v.l.n.r.: Cornelia Weigand (Landrätin des Kreises Ahrweiler), Sven Kleine (Prokurist und Leiter des Fachbereichs SPNV-Vergabeverfahren und Eigenbetrieb Fahrzeuge bei go.Rheinland), Andreas Lambek (Geschäftsführer Ahrtal Tourismus), Thorsten Müller (Verbandsdirektor beim SPNV-Nord), Janina Monhof (Leiterin Verkehrsvertragsmanagement bei DB Regio NRW) sowie vier Kolleg:innen von DB Regio.