05.03.2026
Verdacht auf Brandstiftung: Vier teils lebensgefährlich Verletzte bei Wohnhausbrand in Kastellaun
Kastellaun (red/boß) Am Nachmittag des 03.03.2026 kam es gegen 17.20 Uhr zum Brand eines Einfamilienhauses in der Goethestraße in Kastellaun (Rhein-Hunsrück-Kreis). Die beiden Hausbewohner,
eine 65-jährige Frau sowie deren 83-jähriger Lebensgefährte, wurden aufgrund von Rauchgasvergiftungen in verschiedene Kliniken verbracht. Der Zustand der männlichen Person ist nach wie vor als kritisch zu bezeichnen. Am Gebäude entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Auf die diesbezüglichen Pressemeldungen der Polizeiinspektion Simmern wird verwiesen.
Die von der Kriminaldirektion geführten Ermittlungen am 03. und 04.03.2026 begründen den Verdacht, dass der Brand vorsätzlich von der weiblichen Bewohnerin des Anwesens gelegt worden sein könnte. Aufgrund dessen werden die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung sowie eines versuchten Tötungsdelikt geführt. Die Tatverdächtige wurde noch am 04.03.2026 beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bad Kreuznach vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht. Die Ermittlungen dauern an. Zu erwähnen ist das engagierte Verhalten von zwei Ersthelfern, denen es gelungen ist, die zwei Hausbewohner aus dem brennenden Haus zu retten. Die beiden 32- und 57-jährigen Retter erlitten ebenfalls eine leichte Rauchgasvergiftung und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus verbracht, dass sie mittlerweile wieder verlassen konnten. |