26.02.2026
Auf hinterlistige Betrugsmaschen reingefallen
Bütgenbach/St. Vith-B. (red/boß) Heutzutage arbeiten Ganoven ja mit den verschiedensten Tricks. Hier eine Masche, die in Ostbelgien Erfolg hatte: Eine Person meldet ein Problem mit ihrem WLAN bei der Firma Proximus.
Es wird vereinbart, dass ein Techniker vor Ort erscheinen soll. Später erhält die Person eine SMS, angeblich von Proximus. Darin wird angekündigt, dass sie einen Anruf erhalten werde, um ihre Kontodaten zu aktualisieren. Kurz darauf meldet sich telefonisch ein Mann. Dieser gibt vor, Mitarbeiter von Proximus zu sein. Auf Nachfrage, ob er wegen des vereinbarten Technikertermins anruft, verneint er dies. Stattdessen erklärt er, dass ein Update auf dem Mobiltelefon durchgeführt werden soll, um die Kontodaten zu aktualisieren. Hierfür muss das Opfer zu WhatsApp wechseln. Dort erhält man Anweisungen, bestimmte Einstellungen am Handy zu ändern. Anschließend wird über WhatsApp eine angebliche Update-App mit dem Namen „Proximus 6311“ übermittelt. Diese soll offiziell zur Durchführung eines Updates dienen, blockiert jedoch in Wirklichkeit vorübergehend das Mobiltelefon. Im weiteren Verlauf fordert der Anrufer die Person auf, die Seriennummer ihres Digi-Passes der Crelan-Bank anzugeben. Nachdem diese übermittelt wird, öffnet sich die Banking-App und die Person wird aufgefordert ihren persönlichen Code einzugeben. Bei der anschließenden Überprüfung der Kontobewegungen stellt das Opfer fest, dass bereits Geldbeträge vom Konto abgebucht worden sind. Ein sofortiger Anruf bei Card Stop war zunächst nicht möglich, da das Mobiltelefon durch das angebliche Update blockiert war. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass niemals persönliche Daten, Zugangscodes oder Bankinformationen telefonisch weitergegeben werden sollten. Auch dann nicht, wenn sich Anrufer als Mitarbeiter eines Unternehmens ausgeben.
Ein ähnlicher Fall eines Computerbetruges ereignete sich in St. Vith: Eine Person erhielt eine E-Mail der Crelan Bank, in der sie über einen Link ihr Crelan-Mobile Abonnement aktivieren kann. Da die E-Mail vertrauenswürdig aussieht, klickt sie auf den Link und bestätigt ihre Identität über Itsme. Anschließend erhält das Opfer eine andere Mail in der bestätigt wird, dass Crelan-Mobile aktiviert wurde. Später bemerkt das Opfer, dass mehrere höhere Geldbeträge von ihrem Konto abgehoben wurden.
Presse Polizeizone Eifel
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