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04.02.2026

Aktualisiert: Krankenhauskrise scheint sich auch grenzüberschreitend auszuweiten

St. Vith/Eupen/Prüm (boß) Nachdem das Amtsgericht Bitburg das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über das Krankenhaus Prüm eröffnet hat, sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser

in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und die Bürgerschaft besorgt. Wie Leser aus Ostbelgien der Internet-Tageszeitung input aktuell mitteilten, stellt ein Gutachten einer Gewerkschaft die Notaufnahmen und Intensivstationen in den Krankenhäusern St. Josef St. Vith und St. Nikolaus Eupen infrage und es sei zu befürchten, dass die beiden Häuser in ambulante Polikliniken umgewandelt werden. Das letzte Wort sei aber noch nicht gesprochen und man erwarte mit Spannung die Gespräche mit den zuständigen Ministerien, Behörden und Trägern in den kommenden Monaten.
Die nächsten Notaufnahmen wären dann die wallonischen Krankenhäuser in Verviers und Malmedy sowie die Uniklinik Lüttich.
Das Krankenhaus in St. Vith hat für die Region Prüm eine besondere Bedeutung, da hier eine gut geführte Entbindungsstation vorgehalten und auch von den Frauen aus der Grenzregion in Anspruch genommen wird.
Ein Leser aus der belgischen Eifel gegenüber input aktuell: "Der ländliche Raum wird von der Politik im Stich gelassen. Das ist nur noch erbärmlich."
Wie aus dem heute veröffentlichten Investitionsprogramm 2026 für die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz hervorgeht, ist für die Klinik in Prüm lediglich ein Förderbetrag von 200.000 Euro für die Sterilgutversorgung vorgesehen - vorbehaltlich des Insolvenzverfahrens.

Neben der Situation in den Krankenhäusern sind auch der Hausärztemangel und der ärztliche Bereitschaftsdienst Sorgenkinder in der Bevölkerung.