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22.01.2026

Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Kampagne „Nie wieder nicht wählen“

Den Startschuss für die erste Wahlkampagne des Landtags vor einer Parlamentswahl hat heute Landtagspräsident Hendrik Hering in Mainz gegeben. Mit dem Slogan „Nie wieder nicht wählen“ will der Landtag

alle Wahlberechtigten dazu motivieren, bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026, ihre Stimme abzugeben.  
Landtagspräsident Hendrik Hering sagte: „Die überparteiliche Kampagne wirbt nicht für Parteien oder für politische Positionen, sondern für die Demokratie im Allgemeinen und für das Wahlrecht im Speziellen. Und eine Wahl zu haben und wählen zu dürfen ist in einer Demokratie das Grundrecht schlechthin. Wir wollen deshalb motivieren und sensibilisieren, dieses Recht bei der Landtagswahl auch wahrzunehmen. Wir werben mit der Kampagne für demokratische Teilhabe, Wahlfreiheit und Verantwortung.“ Wählen zu gehen sei eine der wichtigsten und konkretesten Formen, Verantwortung für die Demokratie zu übernehmen. Besonders im Fokus der Kampagne stünden junge Menschen, Erstwähler:innen, politikferne Gruppen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte, die man über neue kreative und interaktive Formate ansprechen wolle.
Ausgangspunkt für eine solche Kampagne seien laut Hendrik Hering Studien, die zeigten, dass das Vertrauen in Parteien und das Funktionieren unserer Demokratie abnehme. Die politische Meinungsbildung finde dabei zunehmend in digitalen und emotional aufgeladenen Kommunikationsräumen statt, die mit klassischen Informationsangeboten allein oft nicht mehr erreicht würden, sagte der Landtagspräsident. Der rheinland-pfälzische Landtag sei das höchste demokratisch legitimierte Organ des Landes. Deshalb trage auch der Landtag eine besondere Verantwortung für den Schutz, die Stärkung und Förderung der Demokratie. „Genau diese Ziele habe ich mir von Anbeginn meiner Präsidentschaft an gesetzt. Damals noch ohne wissen zu können, wie wichtig dies noch werden sollte“, betonte der Landtagspräsident.
Inhaltlich richtet sich die landesweite Kampagne insbesondere auch gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. „Wir erleben heute, dass antisemitische und menschenfeindliche Aussagen zunehmend unverhohlen geäußert werden. Demokratien stehen weltweit unter Druck. Deshalb wollen wir mit unserer Kampagne dazu aufrufen, Haltung zu zeigen und über emotionale Zugänge zum Nachdenken und zum Austausch anregen“, betonte Hendrik Hering. Mit dem Slogan „Nie wieder nicht wählen“ solle historische Verantwortung und Erinnerungskultur mit heutigem demokratischem Handeln verknüpft werden. „Nie wieder“ bedeute nicht nur historisches Erinnern, sondern vor allem Handeln in der Gegenwart. Dies bedeute beispielsweise konkret: wählen zu gehen.

Loimi Brautmann von der betreuenden Agentur Urban Media Project GmbH & Co. KG aus Offenbach am Main informierte über Ablauf und Schwerpunkte der Kampagne. „Die Kampagne soll über Medien wie Websites, Printmedien, Umfragen und Social Media-Kanäle informieren und aktivieren. Einen Kern der Kampagne bilden dabei interaktive Beteiligungsformate, die digital, aber vor allem auch im Rahmen einer Roadshow vor Ort angeboten werden“, erklärte Loimi Brautmann. Mit der Kampagne wolle man Demokratie alltagsnah, verständlich und relevant für das eigene Leben machen.
Die Termine der „Roadshow“ und weitere Infos zur Kampagne finden sich unter:

https://rlp-wahl-2026.de/

Presse Landtag RLP