20.01.2026
Arla Foods nutzt nun zu 100 Prozent erneuerbaren Strom an allen europäischen Standorten
Düsseldorf/Pronsfeld (red/boß) Die Molkereigenossenschaft Arla – der 1.250 deutsche Landwirtinnen und Landwirte als Eigentümer angehören – versorgt nun alle europäischen Standorte zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
Etwa 93 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Arla Foods entfallen auf Europa, wo die Genossenschaft 46 Standorte in sieben verschiedenen Ländern betreibt. Arla verfolgt die eigenen Klimaziele mit langfristigen Stromabnahmeverträgen und Investitionen in eine klimafreundliche Milchproduktion – wie auch an den deutschen Standorten in Upahl und Pronsfeld. Arla Foods hat Ende letzten Jahres den symbolischen Schalter umgelegt: Alle europäischen Standorte werden von nun an mit erneuerbarem Strom betrieben. „Dies ist eine großartige Leistung für unsere Genossenschaft und das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und des Engagements der beteiligten Teams. Wir sind stets bestrebt, unsere Lieferkette zu verbessern und zu optimieren. Die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien ist ein bemerkenswerter Meilenstein. “, sagt David Boulanger, Executive Vice President of Supply Chain bei Arla Foods. Arla Foods setzt auf langfristige Stromabnahmeverträge und Investitionen in klimafreundliche Technologien Arla Foods treibt den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung konsequent voran. Der Anteil erneuerbarer Energien basiert zu etwa gleichen Teilen aus frei gehandelten CO2-Zertifikaten und langfristigen Stromabnahmeverträgen, so genannten Power Purchase Agreements (PPAs), die in den vergangenen Jahren abgeschlossen wurden. Durch den Abschluss mehrerer PPAs stellt Arla Foods die eigene Versorgung mit Strom aus Wind- und Solarenergie sicher. Mit der langfristigen Abnahmeverpflichtung leistet die Molkereigenossenschaft einen aktiven Beitrag zur grünen Transformation in einem Markt, der stark von wechselnden politischen Rahmenbedingungen beeinflusst wird. „Energieunternehmen benötigen oft die zusätzliche Sicherheit eines garantierten Abnehmers, bevor sie sich zu einer großen Investition in erneuerbare Energien wie Wind- oder Solarparks verpflichten. Sie müssen wissen, dass jemand den erzeugten Strom abnehmen wird – und zwar nicht nur für ein paar Jahre, sondern im Rahmen langfristiger Verträge, damit die Investition finanziell rentabel ist. Wir haben langfristige PPAs unterzeichnet, um unser kontinuierliches Engagement für eine möglichst nachhaltige Milchproduktion jetzt und in Zukunft zu unterstreichen“, erklärt David Boulanger. In dieser Hinsicht hat Arla Foods langfristige Stromabnahmeverträge mit Energieversorgern in Ländern wie Deutschland, Dänemark und Großbritannien vereinbart. Europäische Arla-Produktionsstandorte wie im britischen Lincolnshire oder Kent werden durch zwei Solarkraftwerke mit 20 GWh im Jahr versorgt. Arla Foods bezieht außerdem 43 GWh aus einem dänischen Solarpark und schloss mit 90 GWh im Jahr den größten Stromabnahmevertrag in Schwedens Geschichte ab.
Für den Standort Pronsfeld (Eifelkreis), das größte Milchwerk von Arla Foods, sichern PPAs aus Wind- und Solarparks in der unmittelbaren Umgebung 49 GWh Grünstrom pro Jahr. Die Umsetzung erfolgt ausschließlich in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier. Darüber hinaus wurde am Standort Pronsfeld vergangenes Jahr 14 Millionen Euro in eine neue Anlage mit zwei leistungsstarken elektrischen Wärmepumpen investiert, um CO2e-Emissionen zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern (input aktuell berichtete).
Der verbleibende Anteil des erneuerbaren Stroms wird durch CO2-Zertifikate abgedeckt, von denen ein kleiner Teil direkt von Arla Landwirtinnen und Landwirten stammt – beispielsweise für Strom, den sie auf ihren Höfen mit einer eigenen Windkraftanlage erzeugen. Dadurch erhalten sie den bestmöglichen Preis für ihre Zertifikate und leisten mit ihrer eigenen erneuerbaren Stromproduktion einen direkten Beitrag dazu, dass Arla Foods diesen wichtigen Meilenstein erreichen konnte.
Die Molkereigenossenschaft investiert weiter in eigene Energiesicherheit Während Arla Foods den Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen erhöht, investiert das Unternehmen zugleich massiv in die Elektrifizierung seiner Lieferkette und löst sich zunehmend von fossilen Energieträgern. Dank groß angelegter Projekte in Ländern wie Deutschland, Dänemark und Großbritannien entfallen mittlerweile fast 30 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Genossenschaft auf Strom. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen. „Auch wenn die Reduzierung unseres Energieverbrauchs immer oberste Priorität hat, ist die Elektrifizierung unserer Lieferkette ein entscheidender Treiber, um unsere Prozesse zukunftssicher zu machen. Sie macht uns weniger abhängig von fossilen Energiequellen und damit weniger anfällig für geopolitische und marktbedingte Schwankungen. Gleichzeitig leistet sie einen wesentlichen Beitrag zu unserer Nachhaltigkeitsagenda in der Lieferkette – und das umso mehr, seit wir zu 100 Prozent erneuerbaren Strom einsetzen“, sagt David Boulanger. Darüber hinaus prüft Arla Foods, inwiefern erneuerbarer Strom potenziell für seine Standorte außerhalb Europas genutzt werden kann.
Quelle Arla Foods
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