20.01.2026
Drogenhändler am Dreiländereck festgenommen
Vaals/Eupen/St. Vith (red/boß) In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei der ostbelgischen Polizeizone Eifel ist es den niederländischen Behörden kürzlich gelungen, Mitglieder einer in der Grenzregion Vaals in den Niederlanden
agierenden Drogenbande zu entlarven. Aus Fahndungsmaßnahmen in der Eifel erhielten die Ermittler in den vergangenen Monaten Informationen, die zur Identifizierung und Lokalisierung der Drogendealer aus Vaals führten. Mehrere aus der Eifel stammende Konsumenten zählten zur „Kundschaft“ der Drogenhändler. Über soziale Medien, wie beispielsweise dem Messenger-Dienst Snapchat, wurden illegale Drogen jeglicher Art bestellt und Treffpunkte zur Drogenübergabe vereinbart. Diese Informationen wurden durch die Staatsanwaltschaft Eupen an die niederländischen Polizei- und Justizbehörden weitergeleitet, die ihrerseits Ermittlungen aufnahmen. Vergangene Woche konnte die niederländische Polizei auf Basis dieser belgischen Informationen auf einem Parkplatz nahe Vaals zwei mutmaßliche Drogendealer auf frischer Tat festnehmen. Es handelt sich um zwei Männer aus Vaals im Alter von 24 und 27 Jahren, die gerade dabei waren, einem „Kunden“ Drogen zu verkaufen. Dieser „Kunde“ stammte aus der Eifelgemeinde Sankt-Vith und wurde ebenfalls vorübergehend festgenommen. Vor Ort entdeckte die Polizei im Auto unter anderem 15 Päckchen Kokain, 100 Ecstasy-Pillen, 220 Gramm Amphetamin und rund 100 Gramm Haschisch sowie eine größere Summe Bargeld. Bei einer anschließenden Hausdurchsuchung in Vaals, am Wohnsitz eines mutmaßlichen Komplizen der beiden Hauptverdächtigen, wurden weitere größere Mengen illegaler Betäubungsmittel, darunter LSD auf Pokémon-Karten, rund 200 Gramm Ketamin, rund 250 Ecstasy-Pillen, mehr als 900 Gramm Amphetamin sowie mehrere hundert Gramm Marihuana und Haschisch vorgefunden. Zwei weitere Personen, darunter ein Minderjähriger, wurden im Zuge dieser Haussuchung ebenfalls festgenommen. Die Drogen und das Bargeld wurden sichergestellt. Ähnliche Ecstasy-Pillen, wie jene, die nun in Vaals vorgefunden wurden, waren zuvor bereits anlässlich von Haussuchungen in der Eifel aufgetaucht. Die Ermittlungen zu diesem Sachverhalt werden durch die niederländischen Behörden fortgeführt. Den Beteiligten droht nun ein Verfahren wegen Verstößen gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung.
Presse Polizeizone Eifel
 Sichergestellte Ecstasy-Pillen
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