21.03.2026
Auf besonderen Wunsch aktualisiert: Archivbericht 11.01.26 - Neujahrsempfang der Eifelkreis-SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer brachte wertvolle Erkenntnisse - mit Fotogalerie
Prüm (boß) Sichtlich stolz zeigten sich die führenden Köpfe der Eifelkreis-SPD, dass ihr Ministerpräsident Alexander Schweitzer (52) persönlich zum Neujahrsempfang 2026 in die Karolingerhalle nach Prüm kam.
Und so lobte Schweitzer als Südpfälzer aufgrund der aktuellen Wetterlage spontan die Eifeler, dass sie bestens mit den Schneeverhältnissen klarkämen. Die eigens von der Pressestelle des SPD-Landesverbandes Rheinland-Pfalz aus Mainz angereiste Moderatorin Lucy Webb kitzelte in einer tiefgreifenden Talkrunde mit Erkennungsspiel interessante Details aus dem Ministerpräsidenten und dem Landtagsabgeordneten Nico Steinbach (41) heraus. Nico Steinbach bezeichnete sich als echtes Dorfkind und charakterisierte den Eifeler so, dass er pragmatisch ausgerichtet ist und nach Lösungen sucht. Nicht viel reden, sondern machen. Und so beschrieb MP Schweitzer Nico als einen Schaffer, der bereits seit 10 Jahren im rheinland-pfälzischen Landtag sitze und als Ortsbürgermeister und Vertreter des ländlichen Raums Volksnähe für sich in Anspruch nehmen könne. „Alles versprechen, aber nichts hinbekommen ist nicht seine Art“, so Schweitzer Steinbach verriet, dass er mittlerweile den Jagdschein gemacht habe, was ihm wohl leichtgefallen sein dürfte, da er Vorsitzender und Sprecher des Landtags-Arbeitskreises Umwelt und Forsten sei und sich ausgiebig mit der Novellierung des Jagdgesetzes befasst habe. Für Steinbach ist eines der Hauptanliegen, dass das Krankenhaus Prüm bestehen bleibt, denn das Haus sei ärztlicherseits und von der Pflege bestens aufgestellt: „Wir brauchen hier Klarheit!“, so Steinbach. Für die Situation am Krankenhaus Prüm - Insolvenzverfahren zur Sanierung in Eigenregie - konnte Schweitzer noch keine endgültigen Versprechungen abgeben, aber er sagte, es würden gute Gespräche laufen, deren Ergebnisse abzuwarten seien. Die medizinische Versorgung dürfe keine Frage des Wohnortes sein, und so stünden ab 2026 jährlich 335,4 Millionen Euro für Krankenhäuser bereit – doppelt so viel, wie zuvor. Beim Erkennungsspiel stellte sich heraus, dass der Ministerpräsident mittlerweile in erster Linie Pfefferminztee trinkt und Steinbach am Morgen ohne Kaffee nicht auskommt. Kritisch setzte sich der Südpfälzer aus Bad Bergzabern, der übrigens als Sohn eines Binnenschiffers seine ersten Lebensjahre auf Frachtschiffen verbrachte, mit den Aggressionen innerhalb der Gesellschaft auseinander, insbesondere im Internet und den Sozialen Netzwerken. „Mit Radikalen wollen wir nichts zu tun haben, sondern die Parteien der Mitte müssen übergreifend miteinander im Interesse der Demokratie nach gemeinsamen Lösungen suchen.“ MdL Steinbach führte aus, dass es bei so einem großen Wahlkreis mit 233 Gemeinden nicht immer leicht sei, allen gerecht zu werden. Aber man sei auf einem guten Weg, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu erreichen. Und so schwärmte er vom „Dorfbudget“ von 1.500 Euro jährlich pro Gemeinde und der Förderung des wichtigen Ehrenamtes. Für beide Politiker steht eine starke Infrastruktur in den Kommunen ganz oben auf der Agenda, denn das wird von den Bürgern vor Ort am ehesten wahrgenommen und gespürt. Mit dem Sofortprogramm „Handlungsstarke Kommunen“ stehen den Dörfern und Städten in diesem und im kommenden Jahr 600 Mio Euro von Landesseite zur Verfügung und zusammen mit dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes in Höhe von 4,8 Mrd. Euro profitierten die Bürgerinnen und Bürger enorm. „Es kommt den Straßen, aber auch den Schulen und Kitas zugute.“ Der Ministerpräsident warb für effektivere Sozialausgaben und würde gern die Eltern von Kita- und Schulkindern mehr in der Verantwortung für die Erziehung sehen.
Die Veranstaltung wurde mit schmissigen Weisen vom Musikverein Prüm umrahmt.
Heinz-Günter Boßmann
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 Pfälzer Brezel als Neujahrsgeschenk

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