01.12.2025
Fünf Jahre danach: Trier gedenkt der Amokfahrt
Trier (mic) Auch fünf Jahre nach der schrecklichen Amokfahrt vom 1. Dezember 2025 leiden viele Menschen in der Stadt Trier und Umgebung unter den Folgen des Ereignisses. Ein Trierer hatte an dem Tag bei einer Fahrt mit einem SUV
durch die Fußgängerzone gezielt Passanten angefahren. Fünf Menschen starben unmittelbar, zwei weitere später, es gab zahllose verletzte und traumatisierte Personen.
Wie schon im vergangenen Jahr wird die Stadt Trier am 1. Dezember um 13.46 Uhr eine offizielle Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte zur Amokfahrt in der Christophstraße/Ecke Porta-Nigra-Platz veranstalten. Unter anderem sind Stadtvorstand, Stadtratsfraktionen und Vertreter der Blaulichtfamilie mit dabei sowie der Nachsorge-Kreis der Hinterbliebenen und Betroffenen, mit denen der Ablauf des Gedenkens abgestimmt ist. Die Helena-Glocke des Trierer Doms wird zu dieser Uhrzeit zum Gedenken an die Amokfahrt läuten. Für den engeren Kreis der Hinterbliebenen und Betroffenen gibt es im Vorfeld der Gedenkveranstaltung einen ökumenischen Gottesdienst in der Kapelle des Josefstifts. Von dort kommen sie gemeinsam zur Gedenkstätte.
Die 2024 von Prof. Clas Steinmann gestaltete Gedenkstätte steht in der Nähe der Stelle, an der der Amokfahrer gestoppt und verhaftet worden war. Dort sind 2,80 hohe Stelen aus Bronze als Gruppe platziert, in die Trauernde hineintreten und Teil einer empathischen Gemeinschaft werden können. Die Gedenkstätte wurde auf Wunsch der Hinterbliebenen an diesem Ort mitten in der Stadt geschaffen, damit das Ereignis unmittelbarer Teil der Stadtgeschichte bleiben kann. In der Fußgängerzone gibt es zudem an den Stellen, an denen Menschen getötet wurden, dezentrale Gedenkorte. |