15.08.2025
Vorführung des neuen Filmes über die verfolgten Geistlichen Zilliken und Schulz am 21.8. in Waxweiler - "Nicht in Gottes Namen"
Waxweiler/Bitburg/Dachau (mf/boß) In Zeiten, in denen Rassismus und Antisemitismus in der Gesellschaft wieder aufleben, ist es notwendig, an die schlimmen Folgen zu erinnern, die dieser menschenverachtende Hass auslösen kann.
Zur Zeit des Nationalsozialismus haben sich viele Menschen den Nazis entgegengestellt und für ihr mutiges Engagement mit extremen Folgen bis zum Verlust des eigenen Lebens dafür bezahlen müssen. Besonders viele Geistliche, Priester und Ordensangehörige, die den Ungeist der Nazis frühzeitig erkannten und versuchten, diesem mutig entgegenzutreten, erfuhren deshalb Lehrverbot, Redeverbot, Gefängnis, körperliche Misshandlungen und in vielen Fällen eine Einlieferung in Konzentrationslager, mit Hunger, Folter, Krankheit und Zwangsarbeit bis zum Tod durch Erschöpfung oder Hinrichtung. Wer sich heute auf die Spuren dieser Menschenbegibt, findet viele Zeugnisse ihres Wirkens, von Glaubensstärke, Selbstlosigkeit und Mut.
Bei dem Filmprojekt "Nicht in Gottes Namen" handelt es sich um eine nichtkommerzielle Produktion mit der Zielsetzung, der Jugend und der Erwachsenenbildung Material zur Verfügung zu stellen, um die Arbeit gegen das Wiedererstarken rechten Gedankengutes zu unterstützen und vor den schlimmen Folgen dieser menschenverachtenden Ideologien zu waren. Als Off-Sprecher für den Film konnte der durch viele hochwertige Dokumentationen in ZDF und ARD bekannte Sprecher, Hans Peter Bögel, gewonnen werden.
Die Grundidee für den Film war das Schicksal der beiden Priester Johannes Schulz sowie Josef Zilliken, die ihren Tod im Konzentrationslager Dachau fanden. Der skurrile und zugleich erschreckende Grund für die Einweisung der beiden Geistlichen in das Konzentrationslager Dachau war die Verweigerung des sogenannten „Deutschen Grußes“ gegenüber dem Reichsmarschall Hermann Göring während des Besuches eines Ausflugslokals in der Nähe des Laacher Sees.
Hintergrund: Die Katholische Erwachsenenbildung Westeifel und die Pfarreiengemeinschaft Schönecken-Waxweiler präsentieren am Donnerstag, 21. August, um 19:00 Uhr, diese Dokumentation des Bitburger Filmemachers Adolf Winkler. Auf einer 150-Zoll großen Leinwand wird der Film mit dem Titel „Nicht in Gottes Namen“ in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Waxweiler gezeigt. Im Anschluss steht der Regisseur persönlich zum Gespräch zur Verfügung.
Quelle Michael Fischer - Kath. Erwachsenenbildung und Pfarreiengemeinschaft Schönecken Waxweiler
Historisches: Dechant Josef Kaspar Zilliken wurde am 17.09.1872 in der Eifelstadt Mayen geboren und starb am 03.10.1942 im Konzentrationslager Dachau. Er besuchte unter anderem von 1888 bis 1891 das Gymnasium in Prüm und studierte nach dem Abitur Philosophie und katholische Theologie am Bischöflichen Priesterseminar in Trier. Anfang des Jahres 1922 wurde er zum Pfarrer in Prüm und bald darauf zum Dechant ernannt.
Auf dem Prümer Kalvarienberg wurde 2019 auf Initiative der Journalistin Hilde Boßmann für Josef Zilliken ein Gedenkstein enthüllt und ihm ein Weg gewidmet.
(Quelle Wikipedia)
 Archiv Hermes/Boßmann: Dechant Zilliken mit den Prümer Kindern des Jahrgangs 1918
Archiv BIP: Enthüllung eine Gedenktafel für die ermordeten Priester Johannes Schulz und Josef Zilliken in Wassenach durch Bischof Ackermann
 Archiv BIP
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