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27.07.2025

Maria Laach blickt in die Zukunft - neue Impulse für die Eifel-Abtei

Maria Laach (red/boß) Die Benediktinerabtei Maria Laach (Kreis Ahrweiler) ist ein Ort mit langer Tradition – und zugleich offen für neue Wege. Inmitten der vertrauten Klosteranlage entstehen neue Angebote,

die bestehende Strukturen ergänzen und sinnvoll erweitern. Tradition und Gegenwart treten dabei in einen lebendigen Dialog – und machen Maria Laach zu einem Ort, der sich stetig wandelt, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Neue Leitung
Zum 1. Juni 2025 hat Jörg Neumann die Verantwortung übernommen. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in leitenden Positionen und bringt umfassende Kompetenzen in den Bereichen Personalführung, Budgetsteuerung sowie der Organisation komplexer Strukturen mit.Sein beruflicher Schwerpunkt lag in den vergangenen Jahren auf der Entwicklung nachhaltiger Strategien, der Neuausrichtung von Unternehmen sowie dem Management großer Immobilienportfolios – im Eigen- und Fremdbestand. Auch im Bereich ESG bringt er fundiertes Fachwissen und langjährige Praxis mit. Er folgt auf Steffen Steckbauer, der die wirtschaftliche Leitung der Abtei in einer herausfordernden Phase interimistisch übernommen und maßgeblich zur Stabilisierung beigetragen hat.

Kulinarische Vielfalt im Seehotel: Jörg Glauben übernimmt das „Tausend 93“
Im Seehotel Maria Laach gibt es neue Impulse: Seit Herbst 2024 leitet der renommierte Sternekoch Jörg Glauben die Küche des Restaurants „Tausend 93“. Er bringt langjährige Erfahrung aus Spitzenhäusern wie dem Romantik Hotel Landschloss Fasanerie Zweibrücken mit und ist bekannt für seine kreative, französisch inspirierte Küche mit regionaler Bodenhaftung. Glauben setzt auf frische, saisonale Zutaten aus der Umgebung und möchte das Restaurant zu einem Ort der Begegnung und des Genusses weiterentwickeln. Seine Küche ist klar, frisch, ideenreich – und stets dem Prinzip benediktinischer Gastfreundschaft verpflichtet. Seit Frühjahr 2025 dürfen sich die Gäste auf neue Menüs freuen, die seine Handschrift deutlich erkennen lassen –fein komponiert und eine geschmackliche Bereicherung für Maria Laach.

Wo man gern verweilt: Terrasse und Biergarten an der Klostergaststätte
Mit dem neuen Loungebereich auf der Terrasse hat die Klostergaststätte ihr Angebot erweitert. Die Kombination aus bequemen Sitzplätzen, weiter Aussicht auf die Abteikirche, den Spielplatz und die umgebende Natur macht diesen Ort besonders attraktiv – für Familien ebenso wie für Spaziergänger und Ausflügler. Wer eine Pause einlegen möchte, findet hier einen entspannten Rahmen. Bestellungen lassen sich bequem per QR-Code am Tisch aufgeben. Ein beliebter Treffpunkt ist auch der neue kleine Biergarten der Klostergaststätte. Hier genießen Gäste Eis, kühle Getränke und Snacks – unkompliziert, direkt und mit Blick auf das Klostergelände. Ob nach einer Bootsfahrt, einer Radtour oder einem Spaziergang: Der Biergarten bietet einen angenehmen Ort zum Innehalten – offen, unkompliziert und ganz nah am Leben rund um die Abtei.

Bootsverleih mit neuem Team
Unweit der Abteikirche liegt der Laacher See – ein Ort der Ruhe, aber auch der Bewegung. Seit vielen Jahren ist der Bootsverleih eine beliebte Anlaufstelle für Gäste aus der Region. Mit einem neuen Betreiber und einem engagierten jungen Team hat er nun einen frischen Neustart erlebt. Besonders an Wochenenden herrscht reger Betrieb: Viele Besucher kommen gezielt für eine Ausfahrt aufs Wasser.

Neues aus den Betrieben
Auch in den handwerklichen Bereichen der Abtei Maria Laach gibt es positive Entwicklungen. Die Keramikwerkstatt ist umgezogen und verfügt nun über großzügige Atelierräumlichkeiten mit großen Fenstern – ein inspirierender Ort mit mehr Raum für Kreativität und Begegnung.
Die Schmiede konnte ihr Team erweitern und ist heute personell wie fachlich hervorragend aufgestellt. Das traditionelle Handwerk, das hier seit Jahrzehnten gepflegt wird, erfährt so eine stabile Weiterentwicklung in die Zukunft.

Orte des Gedenkens
Am Ende des 11. Jahrhunderts ließ Pfalzgraf Heinrich II. am Laacher See eine Kirche errichten – mit dem Wunsch, dort seine letzte Ruhestätte zu finden. Zugleich stiftete er ein Kloster: Die Mönche sollten an seinem Grab Gottesdienst feiern und seiner im Gebet gedenken. Seit dieser Zeit gehören Kirche, Liturgie und ein Ort der Bestattung untrennbar zur Geschichte der Benediktinerabtei Maria Laach. In der Kirche und im Kreuzgang erinnern alte Grabsteine an Menschen, die mit Maria Laach verbunden waren – das Gedenken an sie findet bis heute Ausdruck im täglichen Gebet der Mönche.
Viele Menschen fühlen sich Maria Laach eng verbunden – nicht selten entsteht daraus der Wunsch, dass diese Beziehung auch über den Tod hinaus Bestand haben möge. Diesem Bedürfnis trägt ein neues Bestattungskonzept Rechnung, das die Möglichkeit zur Urnenbeisetzung für Verbundene schafft.
Vorgesehen sind dafür zwei Orte mit besonderer Geschichte und Atmosphäre: der Waldfriedhof, der nach dem Ersten Weltkrieg angelegt wurde, sowie der Turm der St.-Nikolauskirche, die heute als Friedhofskapelle dient. Neue Urnengräber an diesen historisch bedeutsamen Orten schaffen Raum für Erinnerung,

Quelle Eifel Tourismus GmbH