10.01.2025
Gleich zweimal auf waghalsiger Flucht vor der Polizei
Schleiden-Gemünd (red/boß) Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht... Gleich zweimal gefährdete ein Mann aus Nettersheim bei seiner Flucht vor der Polizei sich und andere Menschen durch seine riskante Fahrweise.
Wie die Polizei Euskirchen heute berichtet, fiel den Beamten bereits am Montag, 30. Dezember, während einer Streifenfahrt um 19.55 Uhr ein Pkw auf, der auf regennasser Fahrbahn durch einen Kreisverkehr in Gemünd driftete. Nachdem der Fahrer die Polizisten wahrnahm, schaltete dieser das Licht am Pkw aus und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in entgegengesetzte Richtung. Der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen, das eingeschaltete Blaulicht sowie das Martinshorn und setzte seine riskante Flucht fort. Später verloren die Polizisten den Sichtkontakt und brachen die Nachfahrt ab. Am Donnerstag, 9. Januar, konnten die Polizeibeamten um 15.10 Uhr denselben Pkw auf der Landstraße 206 bei Kall-Keldenich wiedererkennen, nachdem dieser ihnen driftend auf schneebedeckter Fahrbahn entgegenkam. Auch diesmal wurden die Anhaltezeichen der Polizeibeamten ignoriert, sodass es zu einer Verfolgungsfahrt kam. Während der Flucht führte der Mann waghalsige Überholmanöver durch und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer durch seine Fahrweise. In Mechernich-Kalenberg konnten zwei Streifenwagen den Pkw blockieren und eine Weiterfahrt verhindern. Der 25-jährige Fahrer aus Nettersheim und sein 25-jähriger Beifahrer aus Hellenthal wurden der Polizeiwache Schleiden zugeführt. Im Fahrzeug konnten ein Einhandmesser, ein Funkgerät, ein Cuttermesser und ein Schlauchschal, der zuvor als Vermummung benutzt worden war, aufgefunden und beschlagnahmt werden. Der 25-jährige Beifahrer führte ein Cuttermesser und einen Schraubenzieher mit sich. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Der Führerschein des Nettersheimers wurde beschlagnahmt.
Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und fragt: Wer war Zeuge der polizeilichen Verfolgungsfahrt und kann hierzu Angaben machen? Hinweise werden telefonisch an 02251 799-460 oder 02251 799-0 oder per E-Mail an poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de erbeten. |