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11.10.2020

Neun Neuinfektionen in der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg - OB Leibe appelliert an die Trierer

Trier (red/boß) Am heutigen Sonntag wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg neun weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – zwei aus der Stadt Trier und sieben aus dem Landkreis. Somit steigt die Zahl

der seit dem 11. März nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Personen auf 696 (255 in der Stadt Trier und 441 im Landkreis Trier-Saarburg).
Sorgen bereiten dem Gesundheitsamt Meldungen von privaten Feiern sowie die deutlich steigenden Infektionszahlen in Luxemburg und dem benachbarten Landkreis Bitburg-Prüm. Daher wird erneut an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, auf unnötige Kontakte und Feiern zu verzichten.
71 Personen gelten aktuell als infiziert, 33 im Landkreis und 38 in der Stadt Trier. Fünf Patienten befinden sich in stationärer Behandlung. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 18,1 im Landkreis und 27,9 in der Stadt Trier (Stand 12.30 Uhr).

Die Kurve mit den Infektionszahlen geht in Trier seit Anfang September kontinuierlich wieder stark nach oben. Im Hinblick auf die Vorfälle vom Wochenende - unter anderem mit einer von der Polizei aufgelösten, unangemeldeten Party, sagt der Trierer OB Wolfram Leibe: „Ich kann nur dringend gerade an die jungen Menschen in der Stadt appellieren: Die Pandemie ist nicht vorbei. Wenn sich die Fallzahlen stark ausbreiten, ist das für die Risikogruppen der älteren Menschen und der Menschen mit Vorerkrankungen eine große Gefahr. In dieser Situation Partys ohne Hygienevorkehrungen zu feiern, ist unsolidarisch und unverantwortlich.“ Dieser Appell gelte aber ausdrücklich auch für Reiserückkehrer und auch Menschen aller anderer Altersgruppen.

Abschreckendes Beispiel ist für Leibe auch der Fall eines Infizierten, der laut Gesundheitsamt trotz respiratorischer Symptome noch mehrere Tage in einer Trierer Gemeinschaftseinrichtung zur Arbeit ging und sogar noch eine Kneipentour machte. Leibe: „Mit so einem Verhalten gefährdet man seine Mitmenschen.“

Sollte die 7-Tage-Inzidenz mehrere Tage bei 35 liegen, tritt die nächste Stufe des Warn- und Aktionsplans des Landes Rheinland-Pfalz in Kraft. Das würde möglicherweise erneute Einschränkungen unter anderem in Schulen, der Gastronomie und bei Sportveranstaltungen bedeuten sowie eine Ausweitung der Maskenpflicht. Leibe: „Gemeinsam sollten wir versuchen, das zu verhindern, indem wir das Infektionsgeschehen mit Vernunft, Achtsamkeit und Solidarität im Griff behalten. Bitte halten Sie sich an die Regeln!“

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