zurück 
09.09.2020

„Großer Stern des Sports“ 2020 in Bronze für den FC Kirchweiler

Weilerbach (red/boß) In einer Feierstunde im großen Saal auf Schloss Weilerbach wurden die diesjährigen „Sterne des Sports“ in Bronze an die Siegervereine verliehen. Eine prominent besetzte Jury

hat sich die Arbeit nicht leicht gemacht und die Auswahl unter größter Sorgfalt getroffen. Alle teilnehmenden Vereine wurden für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.
Die Jury verlieh dem FC Kirchweiler 1925 e.V. für sein Konzept „Wir sind der FC Kirchweiler! – auf dem Weg zur Vision 2025“ in diesem Jahr den Bronzenen Stern auf regionaler Ebene. Die Vereinsverantwortlichen um Daniel Weber haben sich ein parallel stattfindendes Zukunftsprojekt für Kommunen als Blaupause „geliehen“, mit eigenen Bausteinen ausgebaut und ein für die meisten Sportvereine latent vorhandenes Thema kreativ und Zielgruppen-gerecht gelöst. Die Überalterung in den Funktionärs- und Vorstandsbereichen vieler Vereine gepaart mit dem durch den demoskopischen Wandel herbeigeführten Aderlass bei den Mitgliedern beschäftigt bundesweit den ganzen ehrenamtlichen Sport. Mit einer Zukunftskonferenz wurde der Ansatz gefunden, jung und alt, aber auch über die eigene Ortsgrenze hinaus viele Sportbegeisterte zum Mitmachen, Nachdenken und Sich-Einbringen zu aktivieren.

Die Plätze zwei und drei belegten die FZM Philippsweiler mit ihrem „Tischtennisbus“ und der SV Kyllburg mit seinem Zukunftsprojekt. Auch sie erhielten von den teilnehmenden Banken - der Raiffeisenbank Irrel eG, der Raiffeisenbank Westeifel eG und der Volksbank Eifel eG - ein Preisgeld von 1.000 und 500 Euro.

Die Tischtennisabteilung des Zweitplatzierten, der FZM Philippsweiler kann über die gleichen Probleme der Nachwuchsgewinnung berichten wie die meisten ehrenamtlich geführten Vereine. Mit den rollenden Tischtennisplatten im Tischtennisbus hat der Verein aus einer spontanen Idee ein gerade auf den ländlichen Raum zugeschnittenes Projekt geschaffen und auch direkt umgesetzt. Der Verein besuchte mit einem kleinen Transporter mehrere kleine Orte im Umfeld des Vereines. „Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten“. Unter diesem Motto lud der Verein zwei Tischtennisplatten, einen Tischtennisroboter, Bälle Schläger und Infotafeln zum Tischtennissport in den Bus und präsentierte die Sportart in Dorfgemeinschaftshäusern und Turnhallen.

Der SV Kyllburg zeigt ganz klar, dass eine ständige Weiterentwicklung der eigenen Angebote und Möglichkeiten mit einer funktionierenden Führungsmannschaft hervorragende Perspektiven für die Zukunft erwarten lässt. Der Verein hat sich im Vorfeld des 100.Vereinsjahres daneben auch im Bereich Integration und Inklusion einen Namen gemacht und muss den sportlichen Wettbewerb in diesen Kategorien mit Großvereinen nicht fürchten. Die Jury hat sich daher entschlossen, dieses komplexe und aktiv gelebte Gesamtkonzept mit den ständig aktualisierten Inhalten mit einem dritten Platz zu honorieren.

Die drei erstplatzierten Projekte wurden an die Jury auf Landesebene weitergeleitet. Hier hat wieder ein Verein einen Preis gewonnen. Wer das ist und welchen Platz der Verein unter den eingesandten Beiträgen aus Rheinland-Pfalz belegt hat, wird erst Anfang Oktober bekannt gegeben.

Neben den drei ersten Preisen erhielten der SV Dudeldorf, der Feet on Fire Rock’n Roll Club Prüm und die TUS Arzfeld jeweils einen Förderpreis in Höhe von 250 Euro. Alle anderen Projekte wurden mit einer „Anerkennungsprämie“ in Höhe von 100 Euro gewürdigt. 

Zu Beginn hatte Andreas Theis, Vorstandsmitglied der Volksbank Eifel eG und Sprecher der Genossenschaftsbanken im Eifelkreis, neben den Vereinsvertretern der 16 teilnehmenden Vereine, den Jurymitgliedern und den Vertretern der Volksbanken und Raiffeisenbanken auch Monika Sauer, Präsidentin des Sportbund Rheinland eV, Heinz-Peter Thiel als Landrat des Vulkaneifelkreises und Michael Billen, 1. Beigeordneter des Eifelkreises Bitburg-Prüm begrüßt. In den Grußworten wurde auf die besondere Situation in den Vereinen während der Corona-Pandemie hingewiesen. Die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder haben diese Herausforderung gewissenhaft und mit großem Engagement angenommen und mit innovativen und aufwendigen Maßnahmen wieder Sport im Verein möglich gemacht.

Hintergrund
Initiiert durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken werden die „Sterne des Sports“ bereits seit 2004 vergeben. Inzwischen hat sich der Wettbewerb zu einem gesellschaftspolitischen Event entwickelt, dessen alljährlicher Höhepunkt die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold ist. Die Veranstaltung wird von höchster politischer Ebene begleitet: In den vergangenen Jahren haben die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident die Bundessieger im jährlichen Wechsel persönlich ausgezeichnet.

Weitere Informationen im Internet unter www.sterne-des-sports.de.

News druckenRSS-Feed