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23.06.2020

Bezirksregierung Köln zieht Bilanz über Coronasituation in Flüchtlingsunterkünften

Köln (red/boß) In den Landesunterkünften im Regierungsbezirk Köln sind inzwischen fast alle Bewohner wieder gesund. Nach Durchführung der Symptomkontrolle wurden nun weitere 79 BewohnerInnen

aus ihrer 14-tägigen Quarantäne entlassen. Alle 79 BewohnerInnen hatten Kontakt zu infizierten Personen, waren aber negativ getestet worden. Zwischenzeitlich folgten die letzten 8 Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Bezirksregierung Köln hat die Aufsicht über 10 Landesunterkünfte für Flüchtlinge im Regierungsbezirk. Insgesamt gab es 326 Covid-19-Fälle.

Im Einzelnen:
· EAE Bonn 52
· ZUE Bonn 1
· ZUE Euskirchen 58
· ZUE Kerpen 1
· ZUE Kreuzau 1
· ZUE Sankt Augustin 180
· ZUE Schleiden 21
· ZUE JH Bonn 11 (+ 1 positiv getestete Person in Quarantäne)

In den Einrichtungen EAE Köln, ZUE Düren und ZUE Wegberg sowie den Jugendherbergen in Hellenthal und Bad Honnef gab es bislang keine Infektionen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Um eine Ausbreitungen des Corona-Virus in den Unterkünften zu verhindern, wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Es gab höchste Hygienestandards. Bewohner erhielten Schutzmasken und Desinfektionsmittel, die Reinigungsintervalle wurden erhöht und eine Schleuse zum Desinfizieren und Umziehen von Mitarbeitern eingerichtet.
Darüber hinaus wurden die Bewohner, insbesondere in der Landesunterkunft Sankt Augustin, in mehrere Kohorten unterteilt. Ziel war es, sämtliche Bereiche der Unterkunft so umzugestalten, dass sich die einzelnen Bewohnergruppen möglichst nicht begegnen. Essen gab es beispielsweise entweder auf den Zimmern oder nach abgestimmten Zeitfenstern mit Abstand in der Kantine. In einigen Bereichen wurden Abstände auf den Boden gesprüht bzw. durch Klebeband die Abstände festgelegt. Dazu wurden kurzfristig zwei Jugendherbergen angemietet, um dort gesunde Bewohner unterzubringen und gleichzeitig mehr Platz in den Landesunterkünften zu schaffen. Da das Freizeitangebot wie Fußballspielen im Außenbereich zwischenzeitlich verboten war, wurde der Zugang zu Unterhaltungsmedien verstärkt und das Internetsignal ausgeweitet. Es gab ein Sorgentelefon und die Unterstützung von Psychologen und Dolmetschern, um den BewohnerInnen die veränderte Unterbringungssituation zu vermitteln.
Allen BewohnernInnen geht es aktuell gut. Bei keinem sind schwere Krankheitssymptome oder Verläufe aufgetreten, medizinisch geschultes Personal war die ganze Zeit vor Ort.
In den nächsten Tagen ist erstmals wieder ein Transfer in die Kommunen für negativ getestete BewohnerInnen geplant.

Presse Bezirksregierung Köln

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