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09.08.2019

Heftiger Streit eines Pärchens endete im Gleisbett des Trierer Hauptbahnhofs

Trier (red/boß) Nochmal gut gegangen ist gestern Nacht ein heftiger Streit eines Pärchens auf Bahnsteig 11 am Hauptbahnhof Trier. Hierbei war ein 21-Jähriger im Verlauf eines Streits mit seiner 20-jährigen Freundin

ins Gleis geraten. Da zu dem Zeitpunkt kein Bahnverkehr stattfand, trug der junge Mann vom Sturz lediglich Schürfwunden davon.
Das Pärchen hatte bereits eine halbe Stunde vor dem Gleissturz am Bahnsteig eine lautstarke Meinungsverschiedenheit, woraufhin eine anwesende Streife der Bundespolizei versuchte den Frieden wiederherzustellen. Die Beiden wurden von den den Beamten auf die konkreten Gefahren am Bahnsteig hingewiesen, und aufgefordert, den Streit zu beenden oder die Örtlichkeit zu verlassen.
Das angetrunkene Duo zeigte sich einsichtig und teilte mit, nun gemeinsam den Heimweg antreten zu wollen. Die Streife schätzte das Pärchen als "wegefähig" ein und verzichtete auch aufgrund ihres beabsichtigen Reiseziels auf weitere Maßnahmen. Der Friede hielt jedoch nicht lange vor...
Um 22:25 Uhr wurde die nicht mehr vor Ort befindliche Bundespolizeistreife von der Leitstelle darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich am Hbf Personen im Gleisbereich befinden sollten. Der Bahnhof wurde umgehend mit Blaulicht und Martinshorn angefahren.
Vor Ort teilte ein Zeuge mit, dass es auf dem Bahnsteig bei einem Pärchen zu einem heftigen Streit gekommen sei, bei welchem der junge Mann letztendlich im Gleis gelandet wäre. Das Pärchen hatte sich bereits in den zwischenzeitlich eingetroffenen Regionalexpress 1 begeben. Von den Beamten auf den Vorfall angesprochen, zeigte der junge Mann sogleich die Stelle, an der er offenbar von seiner Freundin ins Gleis geschubst wurde. Die Streife fertigte daraufhin vom Tatort Lichtbilder und verbrachte die Personen zwecks weiterer Klärung des Sachverhaltes getrennt zur Dienststelle.
Hierbei zeigte sich die 20-Jährige sehr unkooperativ und wehrte sich so heftig, dass sie während der Fahrt zur Dienststelle mit Handfesseln fixiert werden musste. Nachdem bei dem jungen Mann die Verletzungen des Sturzes dokumentiert waren, konnte er die Dienststelle um 00:30 Uhr wieder verlassen.
Die junge Dame bekam auf der Dienststelle unvermittelt einen heftigen Wutanfall, schlug wild um sich, sowie auf den anwesenden Polizeibeamten ein. Daraufhin wurden ihr erneut die Hände fixiert. Als Auslöser der Attacke nannte die junge Frau die Tatsache, dass sie versäumt hatte, ein spezielles Medikament einzunehmen. Gegen 3:00 Uhr wurde sie dann von Angehörigen auf der Dienststelle abgeholt. Die Bundespolizeiinspektion Trier ermittelt wegen Gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.
Nicht bekannt ist der gegenwärtige Beziehungsstatus des Pärchens, teilte die Bundespolizei mit.

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