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06.08.2019

Polizeinotizen aus der Nordeifel: erneut schlimme Motorradunfälle, Kirmeszoff und stramme Kontrollen in der Rursee-Region

Roetgen/Monschau/Simmerath (red/boß) Die Polizei musste in der Nordeifel am Wochenende erneut schlimme Unfälle mit Motorradfahrern aufnehmen. So mussten am Samstagmorgen (09.30 Uhr) ein 56-jähriger Motorradfahrer

aus Stolberg und seine gleichaltrige Sozia mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ein 90-jähriger Autofahrer hatte beim Abbiegen von der Lammersdorfer Straße in die Hahner Straße den von links kommenden, vorfahrtberechtigten Motorradfahrer übersehen. Der Motorradfahrer, der nach Angaben von Zeugen keinesfalls zu schnell unterwegs war, konnte nicht mehr ausweichen. Beim Zusammenstoß verletzten sich die beiden schwer. Der Autofahrer blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Monschau:
Am frühen Abend (18.00 Uhr) dann ein weiterer schwerer Unfall mit einem Motorradfahrer auf der L 246 zwischen Imgenbroich und der Kreuzung L 246 / L 106. Sowohl der 53-jährige Omnibusfahrer aus Schleiden als auch der 50-jährige Motorradfahrer aus Vettweiß scheren beide gleichzeitig aus, um ein anderes Auto zu überholen. Um einen Zusammenstoß mit dem Bus zu vermeiden, weicht der Motorradfahrer aus und gerät dabei auf einen Grünstreifen. Er stürzt und verletzt sich schwer. Der Rettungshubschrauber bringt ihn später ins Rhein-Maas-Klinikum. Wer letztendlich den Unfall verursacht hat, ist unklar. Die Beteiligten und auch die Zeugen machten unterschiedliche Angaben. Eine Berührung des Kradfahrers mit dem Bus hat es jedenfalls nicht gegeben. Das stellten die Polizisten vor Ort fest.

Simmerath:
Dann gab es am Sonntagabend Zoff auf der Kirmes in Eicherscheid. Dabei landete ein 56-jähriger Betreiber eines Fahrgeschäftes im Polizeigewahrsam. Nach Angaben von mehreren Zeugen hatte er sich bereits am Vormittag mit einem anderen Kirmesbetreiber in die Haare bekommen und ihn geschlagen. Hintergrund war wohl Konkurrenzkampf. Kampf gab es dann auch am Abend, als die Polizei um 18 Uhr alarmiert wurde. Jetzt war der 56-Jährige wieder auf den Konkurrenten losgegangen. Dieses Mal hatte er gar einen Baseballschläger dabei. Kirmesbesucher und andere Standbetreiber verhinderten Schlimmeres. Die Polizei stellte bei dem Mann den Baseballschläger und Pfefferspray sicher. Ein Richter entschied, dass der Mann erst am Montagmorgen freigelassen werden darf.

Am letzten Wochenende kontrollierten die Polizeibeamten des Aachener Verkehrsdienstes insgesamt mehr als 120 Motorräder im Bereich der Nordeifel. Ein besonderes Augenmerk lag erneut auf der Überwachung des technischen Zustands der Kräder und der damit einhergehenden Lärmbelastung sowie der Einhaltung von Verkehrsvorschriften, in diesem Fall die Überwachung des Streckenfahrverbots für motorisierte Zweiräder. Die eingesetzten Beamten hielten mehr als 70 Motorradfahrer an und überprüften diese und ihre Maschinen. Bei mehreren Dutzend Motorrädern nutzten die Beamten dabei das Schallpegelmessgerät. Hierbei fielen zwei besonders laute Motorräder auf; der gemessene Lärmpegel war derart überschritten, dass die Betriebserlaubnis erloschen war und die Fahrer nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen müssen. Um ihre Fahrt weiter fortsetzen zu dürfen, bauten beide die von ihnen mitgeführten sogenannten "DB- Eater" wieder in die Auspuffanlagen ihrer Kräder ein. Bei der Kontrolle des Streckenfahrverbotes zwischen Woffelsbach und Steckenborn stoppten die Beamten an die 60 Motorradfahrer. Diese mussten ein Verwarngeld zahlen und sich im Anschluss an die polizeiliche Maßnahme einen anderen Weg suchen, um ihre Tour fortzusetzen. Die intensiven Kontrollen der Polizeibeamten wurden von den Anwohnern der betroffenen Eifelorte sehr wohlwollend und mit Dank an die Beamten im Einsatz aufgenommen.(pw)

 

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