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05.08.2019

Aggressionen gegen Rettungskräfte im Raum Mechernich

Mechernich (red/boß) Was ist nur los in Deutschland? Immer mehr Angriffe auf Rettungskräfte. Im Rahmen eines rettungsdienstlichen Einsatzes bei der Mutter eines 55-Jährigen aus dem Stadtgebiet Mechernich

wurden am Samstag gegen 23.45 Uhr die Rettungskräfte und der behandelnde Notarzt in der Wohnung der Mutter von dem alkoholisierten und aggressiven Mann verbal angegriffen, bedroht und beleidigt.
Der Notarzt (51) wurde von dem Mann körperlich angegangen, wodurch dieser sich in Notwehr gegen den Mann wehren musste. Es kam zu einem körperlichen Gerangel, in dessen Verlauf der Notarzt einen Faustschlag ins Gesicht bekam. Die Rettungskräfte informierten umgehend die Polizei.
Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der Streit in der Zwischenzeit auf die Straße vor dem Wohnhaus verlagert. Dort befand sich eine größere Anzahl von Personen. Die Lage war zuerst sehr aggressiv und angespannt, wurde im Verlauf aber zunehmend ruhiger.
Die Mutter (79) des Mannes wurde von den Rettungskräften zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Gegen ihren Sohn wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.

Ein weiterer Fall ereignete sich in Mechernich-Roggendorf. Auf der Anfahrt zum Krankenhaus entfernte sich am Samstag gegen 11.30 Uhr ein 47-Jähriger. Der alkoholisierte Mann hatte zuvor die Mitarbeiter des Rettungsdienstes beleidigt und wurde zunehmend aggressiver. Als der Rettungswagen (RTW) verkehrsbedingt anhalten musste, schob der "Patient" den Rettungsdienst-Mitarbeiter beiseite und verließ den Wagen. Die RTW-Besatzung eilte dem Mann hinterher. Beim Versuch, den flüchtigen Mann festzuhalten, riss sich dieser immer wieder los und schlug mehrfach mit seinen Fäusten um sich. Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes konnten den Schlägen ausweichen und blieben unverletzt.
Beim weiteren Versuch, den Mann festzuhalten, drängte er die RTW-Besatzung in Richtung der Fahrbahn. Aufgrund dessen mussten mehrere Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge teilweise stark abbremsen, wodurch es zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs kam.
Durch ihr beherztes Einschreiten gelang es den beiden Rettungskräften jedoch, den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Mit Polizeibegleitung wurde er einem Krankenhaus zugeführt.

Presse Polizei Euskirchen

Übrigens, in diesem Zusammenhang darf nicht übersehen werden, dass die Aggressionen und Beleidigungen gegen Journalisten - auch in unseren Breitengraden - drastisch zunehmen. Von Übergriffen gegen Polizisten ganz zu schweigen.

 

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