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07.05.2019

Mehr Nachhaltigkeit - Arla stellt europaweit über eine Milliarde Verpackungen um

Viby/Dänemark-Pronsfeld (red/boß) Milchprodukte in Europas Kühlschränken werden umweltfreundlicher. Bis zum Jahresende stellt die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods, die in Pronsfeld

als Nachfolgemolkerei der MUH ein großes Milchwerk betreibt, europaweit 600 Millionen Frischmilchverpackungen auf erneuerbare Materialien um und macht 560 Millionen Becher recyclebar, die für Produkte wie Joghurt und Sahne eingesetzt werden. Dabei entfallen 205 Millionen Becher auf den deutschen Markt. Mit beiden Maßnahmen werden insgesamt 7.330 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.
„Wir möchten den Menschen dabei helfen, ein nachhaltigeres Leben zu führen. Trinkmilch und Joghurt werden in den meisten Haushalten unserer Kernmärkte täglich verzehrt und sind auch für unsere Einzelhandelskunden von großer Bedeutung. Daher war es für uns besonders wichtig, die Verpackungen bei diesen Produkten nachhaltiger zu gestalten. Dank unserer Größe und europaweiten Präsenz können wir die Veränderungen in mehreren Märkten gleichzeitig vorantreiben“, so Peter Giørtz-Carlsen, Europa-Vorstand bei Arla Foods.
Diese Umstellung ist der erste große Schritt im Rahmen der neuen Arla Strategie für nachhaltige Verpackung. Bis 2030 strebt das Unternehmen eine Reduktion der CO2-Emissionen von 30 Prozent an. Bis dahin sollen die Emissionen, die allein auf Verpackungen zurückzuführen sind, jährlich um rund 8.000 Tonnen CO2 gesenkt werden. Das langfristige Ziel besteht darin, das gesamte Portfolio bis 2050 CO2-neutral zu gestalten. Dies entspricht dem allgemeinen Klimaziel von Arla bis 2050 Netto-Null-Emissionen für sein Gesamtgeschäft zu erreichen, wie bereits im März angekündigt.

Die neuen Verpackungen werden den Verbrauchern in den sechs wichtigsten europäischen Märkten von Arla zur Verfügung stehen: Schweden, Dänemark, Finnland, den Niederlanden, Deutschland (hier folgen Milchverpackungen 2020) und Großbritannien. Durch die Umstellung der 600 Millionen Milchkartons bei Arla von erdölbasiertem auf biobasierten Kunststoff aus Zuckerrohr oder Holzabfällen werden diese zu 100 Prozent erneuerbar. Im Vergleich zur bisherigen Milchverpackung aus erdölbasierten Kunststoffen verursachen sie zudem 25 Prozent weniger CO2-Emissionen. Die Joghurt- und Sahnebecher werden auf recycelbare Kunststoffe umgestellt. So kann der Kunststoff wiederverwendet werden, wenn die Recyclingsysteme des jeweiligen Landes dies ermöglichen.

„Wir haben bereits einen umfangreichen Maßnahmenkatalog, mit dem wir unsere Verpackungen im Laufe der vergangenen Jahre umweltfreundlicher gestaltet haben. Allerdings ist die diesjährige Umstellung von mehr als einer Milliarde Verpackungen eine unserer größten Initiativen. Zusammen mit einigen anderen kleineren Maßnahmen bedeutet dies, dass wir unser CO2-Einsparungsziel für Verpackungen 2019 erreichen werden. Wir müssen jedoch jedes Jahr besser werden und entwickeln daher bereits Pläne für weitere Reduktionen im kommenden Jahr“, so Peter Giørtz-Carlsen.

Zu den bisherigen Initiativen gehören leichtere Verpackungen, die Umstellung auf biobasierte Kunststoffe, die Verwendung von Recyclingmaterialien sowie der Austausch von Materialien, deren Herstellung große Mengen Treibhausgase freisetzen. Seit 2005 hat Arla Foods die CO2-Emissionen in Bezug auf seine Verpackungen um 25 Prozent reduziert. Dies entspricht 123.000 Tonnen CO2, die nicht in die Atmosphäre gelangt sind.

Quelle Arla Foods

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