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08.04.2019

Schluss mit der Sackgasse - IHKs fordern A 1-Lückenschluss in der Eifel

Nettersheim (red/boß) Kaum eine Initiative hat sich so oft zu Wort gemeldet, wie der A1 Weiterbau. Beim sechsten „A 1-Forum“ haben sich Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) Aachen, Koblenz und Trier für eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen Blankenheim und Kelberg eingesetzt. „Es muss endlich Schluss sein mit der Sackgasse!“, lautete die gemeinsame Forderung bei der Veranstaltung in Nettersheim. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst solle in Zusammenarbeit mit seinem Amtskollegen in Rheinland-Pfalz, Dr. Volker Wissing, alles daran setzen, rechtssichere Planungen für die 25 Kilometer lange Autobahnlücke in der Eifel zu schaffen.
Wüst gab bereits eine positive Rückmeldung: „Nachdem hier jahrelang nichts passiert ist, haben wir eine Lösung mit optimierter Trassenführung gefunden, die von der Umweltverwaltung mitgetragen wird“, kündigte der Minister im Rahmen des Forums an: „Und wir machen Tempo: Wir haben die Planung der A 1 an die ‚Projektgruppe Bundesautobahnen‘ übertragen. Fünf Mitarbeiter kümmern sich ausschließlich um den Lückenschluss.“
Die IHK Aachen nutzte die Veranstaltung gleichzeitig, um die neue „Initiative A 1-Lückenschluss“ zu gründen. Sie soll als zentrale Plattform dienen, um für das Infrastrukturprojekt zu werben. Zu den Unterstützern zählen neben den Kammern Aachen, Koblenz und Trier weitere IHKs des Rheinlandes sowie weitere Verbünde wie die Zukunftsinitiative Eifel, der Deutsche Gewerkschaftsbund Region NRW Süd-West, die Initiative Region Trier e.V., die Vereinigung Trierer Unternehmer in der Region Trier e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Über dieses breit aufgestellte Bündnis haben wir die Chance, eine möglichst große Akzeptanz zu schaffen – und das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Realisierung des Vorhabens!“, betonte Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen.
Dem Projekt war im Abschlussbericht der „Kohlekommission“ eine große Bedeutung für den Strukturwandel im Rheinischen Revier bescheinigt worden. Nun hoffen die Kammern, dass mit der Überarbeitung der Linienführung zwischen Lommersdorf und Adenau allen Umweltbelangen endgültig Rechnung getragen wird. „Wir erwarten, dass sich das nun in zügigen Planungsfortschritten widerspiegelt und alle Möglichkeiten der Beschleunigung genutzt werden“, forderte Bayer. Man werde mit dem NRW-Verkehrsministerium Gespräche führen, wie die neue Initiative einen Beitrag dazu leisten könne.
 

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