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14.12.2017

Grausame Tat: 37-jähriger Inder wegen Totschlags angeklagt

Saarbrücken (red/boß) Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat gegen einen 37 Jahre alten indischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Saarbrücken wegen Totschlags  seiner Lebensgefährtin Anklage 

vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken – Schwurgericht -  erhoben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten im Wesentlichen Folgendes  vor:
Am 28.08.2017 gegen 22.20 Uhr soll der Angeschuldigte seiner Lebensgefährtin, die von der Arbeit zurückgekommen war, in der gemeinsamen Wohnung in der Skalleystraße in Saarbrücken-Dudweiler Vorwürfe gemacht haben. Er soll eifersüchtig gewesen sein, weil seine Lebensgefährtin sich von ihm trennen wollte. Der Angeschuldigte soll schon einige Zeit zuvor geäußert haben, wenn seine Lebensgefährtin ihn verlassen würde, würde er erst sie umbringen und anschließend sich selbst. Im Rahmen des sich anschließenden lautstarken Streits soll  der Angeschuldigte seiner Lebensgefährtin mit einem Küchenmesser mit ca. 10 cm langer Klinge in der Küche und im Flur in Tötungsabsicht insgesamt 10 tiefe Stiche und Schnitte versetzt haben, erst von vorne und, als ihr die Flucht gelang, von hinten in den unteren Rücken, wodurch  er Verletzungen von Lunge und Leber verursacht haben soll. Dabei soll er einen der Stiche von hinten direkt an der Wirbelsäule vorbei ausgeführt haben und eine große Arterie verletzt haben. Die Geschädigte konnte laut um Hilfe rufend auf die Straße fliehen, wo sie blutüberströmt zusammen brach und wenig später am Blutverlust verstarb. Neben diesen todesursächlichen Stichen soll der Angeschuldigte ihr auch Stich- und Schnittverletzungen, die als Abwehrverletzungen zu bewerten sind, in die Hände und den linken Unterarm zugefügt haben, teilweise so stark, dass der Knochen verletzt wurde. Der Angeschuldigte soll der Geschädigten noch bis auf die Straße gefolgt sein; als er dort Nachbarn vorfand, soll er in die Wohnung zurückgekehrt sein. Dort soll er sich im Flur auf den Boden gesetzt  und sich vor den Augen seines  8-jährigen Sohnes dasselbe Küchenmesser einmal in den Bauch gerammt haben.
Der seit dem 30.08.2017 in Untersuchungshaft in der JVA Saarbrücken befindliche, nicht vorbestrafte Angeschuldigte hat sich zu dem Tatvorwurf förmlich bisher nicht eingelassen.
Er hatte zwar in der Tatnacht vor Ort gegenüber der Polizei spontan noch von einem weißen Mann gesprochen, der „das“ getan habe; doch wurde er am Tag nach der Tat im Krankenhaus von der Polizei als Beschuldigter belehrt und befragt. Dabei gab er an, deutsch zu verstehen,  und ließ sich ein, er habe Probleme mit seiner Frau gehabt, daher sei er allein im Urlaub gewesen. Nach Rückkehr aus dem Urlaub habe seine Frau ihm mitgeteilt, sie werde ihn verlassen. Es sei zur Tatzeit keine weitere Person in der Wohnung gewesen.
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wird gegen den Angeschuldigten ein Tatnachweis indes durch die Aussagen mehrerer Zeugen, des Weiteren auch durch die festgestellte Spurenlage geführt werden können.

Presse Staatsanwaltschaft Saarbrücken

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