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21.03.2016

Das Interview. 20 Jahre Modedesignerin Margret Gasper - mit Fotogalerie

Waxweiler (boß) Einen Hauch von „großer weiter Welt“ bringt das Modeatelier Margret Gasper in die „Gass“ des Eifelörtchens Waxweiler. Bereits seit 20 Jahren hat sich die Designerin der Haute Couture verschrieben.

Bei aller überbordenden Phantasie schafft sie es dabei immer wieder, mit ihren exklusiven, handgefertigten Einzelstücken die Persönlichkeit ihrer Kundinnen zu unterstreichen und jeweils ihre besten Seiten hervorzuheben.
Dabei beschreitet Margret Gasper freie und auch neue Wege. Ihre Entwürfe sind zeitlos, unaufdringlich und elegant. Doch stets strebt sie nach höchster Perfektion und spielt mit den unterschiedlichsten Formen, Farben und Stoffen. Also Kunst mit Nadel und Faden. Sie will jeder Kundin ihre individuelle Schönheit erfahrbar machen und sie ermutigen, ihre Persönlichkeit durch ihren ganz eigenen Modestil zu unterstreichen.

Frage: Frau Gasper, wo nehmen Sie nach 20 Jahren immer wieder neue Ideen für Ihre Kreationen her?
Margret Gasper: Meine Ideen entstehen aus dem Alltag, den Gesprächen mit meinen Kunden, persönlichen Erlebnissen und Beobachtungen.

Frage: Welche Rolle spielen die Materialien und das Zubehör bei Ihrer Mode?
M.G.:
Mensch – Entwurf – Materialien und Zubehör haben absolut gleichwertige Einflüsse. An erster Stelle steht jedoch der Mensch für mich.

Frage: Kann sich ein Modeatelier Ihres Niveaus auf Dauer im ländlichen Raum halten?
M.G.: Nach 20 Jahren Betriebsbestehen kann man diese Frage getrost mit „ JA „ beantworten.

Frage: Und woher kommen Ihre Kundinnen?
M.G.: Meine Kunden kommen aus ganz Europa. Die meisten sind natürlich aus dem Raum Luxemburg, Bitburg, Trier und Umgebung. Mittlerweile finden jedoch auch Kunden aus dem tiefen Süden und dem hohen Norden den Weg in mein Atelier…

Frage: Schönheit und Qualität haben ihren Preis. Spüren Sie die verschiedenen Krisen unserer Zeit in Ihrer Bilanz oder bei der Auftragslage?
M.G.: Nein, die Intention meiner Kunden ist - Gott sei Dank - eine andere… Für meine Kunden zählt Qualität, statt Quantität und Klasse, statt Masse

Frage: Wieviel Personal haben Sie beschäftigt und woher kommen Ihre Mitarbeiter/-innen?
M.G.: Wir beschäftigen momentan 18 Mitarbeiter fest, davon sind zwei Meister, zwei Gesellen und sieben Auszubildende bei uns angesiedelt, außerdem gibt es vier Heimarbeiterinnen, eine freie Mitarbeiterin, eine Haushälterin und eine Sekretärin.
Je nach Auftragslage und Saison sind drei bis vier Heimstrickerinnen zusätzlich angestellt. Unsere Beschäftigten kommen vorwiegend aus Deutschland, jedoch auch aus Afghanistan und dem Iran.

Frage: In Ihrem Kopf ist es ja sicher schon Frühling – Was beschert uns die Mode 2016?
M.G.: Zuallererst muss die Mode zu meinen Kunden passen. Viele kommen mit eigenen Ideen und Vorstellungen zu mir, die es zu realisieren gilt. Ich folge keinem Mainstream – ich mache Mode für Menschen und versuche, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Auch im kommenden Jahr wird die Mode – inspiriert von den 60er Jahren - ein Thema sein.
Der politischen und gesellschaftlichen Situation geschuldet, wird hochwertige Mode in fröhlichen Farben nachgefragt werden. Die Menschen wollen durch bunte Farben und qualitativ hochwertige Materialien, in denen sie sich wohlfühlen, die augenblickliche politische Situation besser kompensieren.

Das Interview führte Hilde Boßmann

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