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13.01.2019

input-aktuell-Forum - Leser sagen zu wichtigen Themen ihre Meinung

Die sogenannte "Stimme des Volkes" kann in vielen gesellschaftlichen Fragen eine wichtige Orientierung nicht nur für Politiker sein. Die regionale Internet-Tageszeitung input aktuell wird an dieser Stelle

Leserbriefe zu Gegenwartsthemen - losgelöst vom jeweiligen Artikel - kompakt und übersichtlich veröffentlichen. Die Meinung der Autoren spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.

Aus den Leserbriefen der Jahre 2018 und 2019:

13.01.2019: Leserbrief zum Thema „Abitur“ und „Schieflage unseres Bildungssystems“ von  dem ehemaligen Lehrer Horst Becker aus Arzfeld
"Als Ausweis der Effizienz des deutschen Schulsystems werden alljährlich die Steigerungen der Abiturientenquoten, also der Anteil der Hochschulzugangsberechtigten an einem Geburtsjahrgang, präsentiert. Und die haben es in der Tat in sich: Von gerade einmal 5 % im Jahre 1950 auf 37,2 % im Jahre 2000 sind sie – laut Statistischem Bundesamt - bis 2015 auf 53 % angewachsen, Tendenz steigend. Damit aber nicht genug: Auch die Gesamtdurchschnittsnoten haben sich verbessert, in vielen Bundesländern liegen sie mittlerweile bei 2,1. Viele Schüler machen ihr „Abi“ mit der Traumnote 1,0 , eine Zwei ist gängig, eine Drei gibt es kaum noch. Was ist passiert? Sind unsere jungen Leute alle intelligenter geworden? Liegt es vielleicht an der besseren Ernährung? Haben sich die Lehrmethoden so stark verbessert? Das Gymnasium ist längst zur Hauptschule der Nation geworden, frei nach dem abgewandelten Zuckmayerschen Motto: Der Mensch beginnt erst beim Abitur! Aber allmählich, ganz allmählich stellt sich ein gesellschaftlicher Katzenjammer ein: Die Universitäten klagen darüber, dass die Studienanfänger nicht über die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, ein Studium aufzunehmen, die Zahl der Studienabbrecher nimmt besorgniserregende Ausmaße an, die Wirtschaft und das Handwerk klagen über Mangel an Facharbeitern bzw. qualifizierten Auszubildenden. Und dennoch nimmt die Geringschätzung der nicht-akademischen Bildung zu, das duale Ausbildungssystem, einst ein Aushängeschild des deutschen Schul- und Bildungswesens, hat längst seinen Glanz verloren. Es ist eine gefährliche Schieflage entstanden, die – wie der langjährige Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus es ausdrückt – die Bildungsnation Deutschland „an die Wand fährt“. Verantwortlich für diese Misere sind in erster Linie zwei Faktoren: Da ist zum Einen die Bildungspolitik der 16 Bundesländer, die um das Goldene Kalb der Akademisierung herumtanzen, angeführt von völlig fachfremden Ministern, die nie in ihrem Leben vor einer Klasse gestanden haben, dafür aber besonders juristisch, ein wenig sozialwissenschaftlich und in erster Linie parteipolitisch geschult sind. Unter den Schlagworten Gerechtigkeit und Gleichheit wird Bildungspolitik mit Sozialpolitik verwechselt, die Abiturientenquote gilt ihr als Ausweis eines erfolgreichen Tuns, mit dem man sich vor dem Wahlvolk meint brüsten zu können. Zum Anderen ist es die unselige Rolle der sog. Erziehungswissenschaftler, die Lehrer und Eltern völlig verunsichert und schulische Wolkenkuckucksheime errichtet haben, in denen in völliger Verkennung der gesellschaftlichen Realitäten Spaß und Teamfähigkeit, vor der dringend notwendigen Förderung von Leisungsbereitschaft und dem damit einhergehenden Erwerb von Kenntnissen und Fachwissen hintangestellt werden. Wohl gemerkt: Diese Entwicklungen betreffen nicht nur das Gymnasium, sondern alle sonst (noch) bestehenden Schularten im sog. Sekundarbereich und vor allem die Grundschulen. Der Hauptaugenmerk liegt nicht mehr auf dem Kerngeschäft von Schule, der Vermittlung von Wissen. Im Vordergrund stehen so unscharfe Begriffe aus dem pädagogischen Fachchinesisch wie „Einsichten, zielerreichendes Lernen und altersgemäßer Leistungszuwachs“ nach Möglichkeit einhergehend mit der Abschaffung von Zeugnisnoten und somit einem stressfreien Durchlaufen der jeweiligen Jahrgangsstufen, bis hin zum Abitur. Auf diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass zwar auf der einen Seite die Zahl der Studienberechtigten immer mehr zunimmt, andererseits aber auch die Zahl der Schüler, die die Schule ohne einen qualifizierten Abschluss und sogar die Zahl der funktionalen wie strukturellen Analphabeten beängstigende Ausmaße angenommen hat. Wie man aber auf dieser Grundlage den Herausforderungen der vielzitierten Digitalisierung unserer Zukunft gerecht werden will, scheint mir ein schier unlösbares Rätsel."

10.01.2019: Ein input-aktuell-Leser schreibt (Name der Redaktion bekannt):
Ein neuer Bürgermeister, Hans-Peter Böffgen, ist vereidigt, der Verbandsgemeinderat ist verpflichtet und man hat zwei ehrenamtliche Beigeordnete gewählt, die auch ihren Amtseid leisteten. Nach außen sieht es so aus, als ob alle Fraktionen nur das Beste wollen, um die neue Verbandsgemeinde Gerolstein voran zu bringen.
Aber bei der konstituierenden Sitzung zeigten sich bereits im Hintergrund die ersten Machtkämpfe. Als man über die Hauptsatzung beriet und die Anzahl der Mitglieder der Ausschüsse festlegte, waren der SPD im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt zu viele Mitglieder vorgesehen. Anstatt der vorgeschlagenen 18 war man der Meinung, dass 16 Ausschussmitglieder ausreichend seien. Dieser Vorschlag wurde abgeschmettert. Die CDU vertrat den Standpunkt, dass man den Ausschuss stärker, also mit 18 Leuten, besetzen müsse. Das Potential von nicht mehr gewählten Ratsmitgliedern und von anderen interessierten Bürgern müsse ausgenutzt werden und somit müsse der Ausschuss mehr Mitglieder, sprich 18, haben.
Kurios war nur die nächste Entscheidung. Die SPD wollte den Haupt- und Finanzausschuss mit 16 anstatt der vorgeschlagenen 14 Mitglieder besetzen. Nun war die CDU gegen die Erhöhung der Mitgliederzahl.  Im Falle des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses wollte die CD ja außenstehendes Potential in den Ausschüssen nutzen, was aber nun nicht mehr gelten sollte.
Diese Argumentation kann man nicht nachvollziehen, außer es kommt der Gedanke, man muss zunächst mal zeigen wer der Stärkere ist. „Wenn der Eine etwas vorschlägt, sind wir grundsätzlich gegen den Vorschlag!“ Auch wenn man sich in den Begründungen widerspricht.
Den Vorschlag der FDP, einen Hauptamtlichen Beigeordneten einzusetzen, schmetterte man ab mit der Begründung, dass der neue Bürgermeister im Wahlkampf geäußert hatte, ohne Hauptamtlichen Beigeordneten auskommen zu wollen. Aber das hat doch der Verbandsgemeinderat und nicht der Bürgermeister zu entscheiden? Egal, wir schmettern die Vorschläge der Anderen ab.
Klugerweise brachten wohl die anderen Fraktionen keine Vorschläge ein. Vielleicht wollte man in der 1. Sitzung keine Schlappe erleiden.
Inwieweit die „Freien Wähler“ ihre Standpunkte weiter vertreten bleibt auch abzuwarten. Wenn die Fraktionsvorsitzende Karin Pinn auch in Zukunft die demokratisch beschlossenen Abstimmungsergebnisse im Alleingang über den Haufen wirft, wird diese Fraktion noch mehr unglaubwürdig. Die vorschnelle öffentliche Zusage zur Unterstützung eines Bürgermeisterkandidaten, entgegen dem Beschluss der Mitgliederversammlung, war nicht der erste Alleingang. Man hatte in der Mitgliederversammlung auch abgemacht, dass man nach der Bewerberfrist mit allen Bewerbern spricht. Aber die Vorsitzende lud bereits vor dem Ablauf der Bewerberfrist die bis dahin zwei bekannten Bewerber ein. Die dann noch eingehenden Bewerber ließ man außer Acht.
Auch die Forderung aus der Öffentlichkeit und der eigenen Fraktion: „Frau Pinn darf kein Amt in der neuen Verbandsgemeinde annehmen“, wird ausgesessen. Keine Reaktion. Wir machen weiter so.
Eine Quittung hat sie ja bereits erhalten. Ein Großteil der Freien Wähler hat sich wegen der Alleingänge ihrer Vorsitzenden abgespalten.
Die jetzt in Gründung befindliche „UWG Kylltal e.V.“ (Unabhängige Wählergruppe Kylltal e.V.) hat sich zum Ziel gesetzt, dass Alleingänge wie bei den „Freien Wählern“ nicht möglich sind. Alle Sitzungen werden öffentlich sein. Auch bei den Vorstandssitzungen können die Mitglieder anwesend sein. Ein stilles Kämmerlein wird es nicht mehr geben. Man will die Meinung der Bürger hören und vertreten. Immer mehr Mitglieder der „FWG“ wandern derzeit zur „UWG Kylltal“ ab. Hoffentlich wollen alle nur das Wohl der Verbandsgemeinde und nicht nur Pöstchen und Macht.

09.01.2019: Zur Entscheidung des neuen Gerolsteiner Verbandsgemeinderates, keinen hauptamtlichen Beigeordneten vorzusehen, erklären Tim Steen (Sprecher Grüne OV Kylltal) und Dietmar Johnen (Fraktionsvorsitzender Grüne):
"Kein hauptamtlicher Beigeordneter" war eine Aussage im Wahlprogramm der Grünen für die neue Gerolsteiner Verbandsgemeinde. Mit dieser Aussage standen die Grünen im Wahlkampf alleine. Alle Mitbewerber hatte offen gelassen, ob es einen hauptamtlichen Beigeordneten geben sollte oder nicht. In der konstituierenden Sitzung hat der neue Verbandsgemeinderat festgelegt, dass es ausschließlich ehrenamtliche Beigeordnete geben wird. Damit konnten die Grünen sich mit ihren Argumenten durchsetzen. Der Posten eines hauptamtlichen Beigeordneten wurde deshalb nicht missbraucht, um politische Mehrheiten zu erkaufen. Ein hauptamtlicher Beigeordneter hätte im Jahr ca 100.000 Euro gekostet.
Damit wäre ein Ziel der Fusion, nämlich Verwaltungskosten zu sparen und die beteiligten Gemeinden zu entlasten, von Beginn an erschwert worden. Die Grünen sind weiterhin der Meinung, dass aus den bisherigen Verwaltungen genügend erfahrene Führungskräfte vorhanden sind, so dass auch unter diesem Aspekt eine zusätzliche Führungskraft in der neuen Verwaltung nicht notwendig ist.

14.12.2018: Die ehemalige Kinderärztin Dr. Hildegard Slabik-Münter, Kreistagsmitglied DIE LINKE, zur Schließung der Geburtshilfestation in Daun :
„Die Gesundheitsministerin verteilt Trostpflaster. Ein zusätzlicher Rettungswagen soll die werdende Mutter zur weiter entfernten Geburtsklinik bringen, wenn es pressiert. Zu einem Drittel will das Land den Rettungswagen mit dem notwendigen Personal für ein halbes Jahr finanzieren. Diese Geste ist hilflos und löst nicht das Problem, dass der Kreis Daun eine Geburtshilfe braucht. Der Träger des katholischen Krankenhauses gibt den Versorgungsauftrag zurück und die Landespolitik ist machtlos. Eine Geburtshilfe nach der anderen schließt im ländlichen Bereich und die Politik hat keine Mittel dagegen. Die jungen Familien und werdenden Müttern bekommen die Folgen der verfehlten Gesundheitspolitik unmittelbar zu spüren. Die Lebensbedingungen auf dem Lande verbessern sich so nicht. Es ist wie mit den kommunalen Haushalten: wenn man für die öffentliche Daseinsvorsorge nicht genug Geld ins System gibt, kann für die grundlegenden Belange der Bürger vor Ort nicht mehr gesorgt werden. Gesundheitspolitik in Bund und Land bedeutet schon lange nicht mehr, dass in einem Krankenhaus der Grundversorgung im ländlichen Bereich die Geburtshilfe aufrecht erhalten bleibt. Profiteure der Zentralisierung im Gesundheitswesen sind die medizinischen Großkonzerne, die unter dem Deckmantel der angeblichen Wirtschaftlichkeit das Gesundheitswesen durchrationalisieren und aussaugen. Je mehr Fälle, desto mehr Einnahmen ist die Grundlage der Finanzierung des Betriebs im Krankenhaus durch Fallpauschalen. Mangelnde Tarifbindung, schlechte Bezahlung der wichtigen, unentbehrlichen Pflegeberufe und die hohe Arbeitsverdichtung in den Krankenhäusern sind ebenfalls die Folge, wenn Krankenhäuser nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Die irrige Politik, dass der Markt die Gesundheitsversorgung regulieren kann, muss ein Ende haben.“

23.11.2018: Landrat Heinz-Peter Thiel nach einem Gespräch mit dem Träger des Maria-Hilf Krankenhauses Daun, der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH, zur aktuellen Sachlage der angekündigten Schließung der Geburtshilfe:
„Heute so, morgen so“ – das ist nicht die Eifel. Hier sind die Menschen geradlinig und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Aber wenn sie einmal in Fahrt kommen, dann sind sie auch nicht so leicht zu stoppen und stehen fest zusammen. Das haben wir in dieser Woche in Daun gesehen, als so viele Menschen wie noch nie auf die Straße gegangen sind, um für den Erhalt der Geburtshilfe zu demonstrieren. Und die Aktionen werden weitergehen! Die Vulkaneifler wollen eine Geburtshilfe in der Region, nah bei den Müttern. Für die gesund versorgte Menschwerdung, für Mutter und Kind. Wir haben auch oder gerade im ländlichen Raum einen Anspruch auf zeitgemäße gesundheitliche Versorgung.
Während in Daun die Proteste organisiert wurden, hatte ich in Berlin die Gelegenheit zu einem respektvollen, offenen und ehrlichen Austausch von Beschlusslagen mit der Geschäftsführerin der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH. Die solitäre Bedeutung eines (noch) breit aufgestellten Krankenhauses mit einem hohen Ansehen wurde von mir klar unterstrichen. Die aktuellen zunehmend starken Proteste müssen als Unterstützung für ein gemeinsames Bemühen um Stabilität und Fortgang im Bereich der Geburtshilfe von der ganzen Bevölkerung, den Kunden des Hauses, gesehen werden. Machen wir uns nichts vor: Aus unternehmerischer Sicht steht der Beschluss fest. Ob das so bleibt, ist abzuwarten. Denn die Hartnäckigkeit der Eifeler, für ihre Region eine bestmögliche Geburtshilfe zu wollen, ist auch in Berlin angekommen. Die Demonstration in Daun wird dies noch erheblich verstärkt haben. Die Verantwortlichen des Krankenhausträgers werden nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen können.
Wir brauchen Zeit. Wir können nicht binnen weniger Wochen einen Systembruch in der Versorgung unserer Gebärenden mit dem Blick auf die Gesundheit von Mutter und Kind auf den langen, kurvenreichen und witterungsbeeinflussten Fahrten zu den verbleibenden Geburtskliniken in 40 bis 50 Minuten angstbesetzten Fahrtzeiten vollziehen. Und auch die umliegenden Kliniken sind derzeit bereits voll ausgelastet, technisch und personell nicht vorbereitet und brauchen eine Übergangszeit.
Diese Proteste werden so lange wirkungsvoll anhalten, bis man den kurzfristig angesetzten Schließungstermin aussetzt. Dies ist notwendig, um Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit überhaupt erstmals Zeit einzuräumen, unserem beliebten Krankenhaus Maria Hilf zu helfen, mit starkem Rückenwind der ´ganzen Leut´ aus der Region das Machbare im nächsten Jahr weiter zu führen. Wir müssen zum Schutz der Mütter und Kinder die LETZTE GEBURTSHILFE in der Region als lebensnotwendige menschenzugewandte Daseinsvorsorge stabilisieren."

15.11.2018: Der Kreisverband Vulkaneifel von Bündnis90/Die Grünen zur Schließung der Geburtshilfestation am Dauner Krankenhaus::
"Wir stehen hinter den jungen Frauen, denen mit der Schließung der Geburtshilfe im Krankenhaus Maria-Hilf in Daun zum Jahresende die Möglichkeit genommen wird, auf kurzem Weg eine Klinik zur Entbindung  zu erreichen. Davon abgesehen verlieren die dort tätigen Hebammen Ihren Arbeitsplatz und sollen auf die umliegenden Krankenhäuser mit Geburtshilfestationen verteilt werden. Wir sehen hier die Politik in der Pflicht, insbesondere die Landesregierung in Mainz, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit junge werdende Eltern im Kreis Vulkaneifel noch ihre Kinder entbinden können und die Hebammen ihre Arbeitsplätze behalten. Mit diesem Schritt verliert der Vulkaneifelkreis einen Teil der Attraktivität für junge Familien. Die Konsequenzen der hier versagenden Politik hat wieder einmal der Bürger zu tragen und hier trifft es mit voller Wucht die Zukunft unseres Kreises. Wir protestieren gegen diese kurzfristig bekanntgegebene Schließung und fordern das zuständige Ministerium der Landesregierung in Mainz, die kassenärztliche Vereinigung, sowie die Geschäftsführung des Maria-Hilf Krankenhauses auf in einen Dialog zu treten und eine geeignete Lösung für werdende Mütter des Vulkaneifelkreises zu finden. Es kann nicht sein, dass die entbindenden Mütter einen Anfahrtsweg von etwa einer Stunde in die Krankenhäuser nach Wittlich, Bitburg, Trier, Mayen, Bad Neuenahr oder Mechernich haben. Andere Lösungsansätze sind hier gefragt, wie z.B. ein Geburtshaus im Kreis. Bis dahin muss eine Entbindung im Krankenhaus Maria-Hilf in Daun aufrechterhalten werden."

13.11.2018: Leser Rainer Meyer aus Weinsheim zur Krankenhausversorgung und Elektromobilität  im ländlichen Raum:
Mitte dieses Jahres bot die Akademie ländlicher Raum ein Seminar über die Chancen der Elektromobilität im ländlichen Raum an. In der Verbandsgemeinde Prüm werden Produkte produziert, die in der ganzen Welt Käufer finden. Dafür stehen z.B. Menschen bei der Fa. Stihl und bei der Fa. Tesla. Diese Firmen rekrutieren Personal überall in der Welt.
Doch wer will denn in die Eifel? Die nächste Entbindungsstation für Babys auf deutschem Gebiet ist in Bitburg oder Mechernich, weit weg!
Die Hausärzte werden immer weniger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass junge Paare in die Eifel ziehen wollen, wenn diese wissen, dass dort die Infrastruktur mangelhaft ist. Jetzt wird sich Gedanken darüber gemacht, ob das St. Joseph Krankenhaus in Prüm noch wirtschaftlich ist. Sollte einmal ein Unglück bei den Firmen passieren, müssen die betroffenen Menschen weit weg in Krankenhäuser kutschiert werden, um dort versorgt zu werden. Man könnte jetzt unterstellen, dass es verschiedene Verunglückte nicht mehr bis zum nächsten OP-Tisch schaffen und auf der langen Reise durch die Eifel versterben, weil vor Ort kein Krankenhaus vorhanden ist.
Es ist toll, dass sich Hi-Tec-Firmen in der Eifel niederlassen, jedoch sollte die erforderlich Infrastruktur auch vorgehalten werden. Hier ist die Politik gefragt, die Menschen die bei den großen Arbeitgebern arbeiten, Lohnsteuern bezahlen, Kaufkraft in den ländlichen Raum holen, haben ein Recht auf eine intakte Infrastruktur. Vor 35 Jahren wurde das Ziel ausgerufen, dass jeder Bundesbürger höchsten 20 km bis zur nächsten Autobahn haben darf. Das ist ja schon fast realisiert, jedoch bis zum nächsten Krankenhaus muss man bald sehr große Strecken zurücklegen. Da läuft mächtig was schief. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Krankenhaus in Gerolstein auch in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Wenn das der Fall ist, sollte man besser in Silicon-Eifel nicht mehr krank werden und die Babys kommen zukünftig auf dem Weg ins Krankenhaus auf die Welt. Demnächst wird wohl bei vielen Menschen auf der Geburtsurkunde stehen: Geburtsort: A60.

05.11.2018: Horst Becker aus Arzfeld zum Zustand der Regierungskoalition in Berlin:
"Diese GroKo ist nach meiner Meinung am Ende. Man glaubt es kaum: Am 14. März 2018, vor gerade mal etwas mehr als sieben Monaten, wurde Angela Merkel im Bundestag zur Bundeskanzlerin und damit zur Chefin einer Regierung aus CDU/CSU und SPD gewählt, die versprach, unser Land bis 2021 zu regieren. Von Anfang an aber bot diese Regierung dem aufmerksamen Beobachter ein jammervolles Bild aufgeblasener und weitgehend unfähiger Ministerdarstellerinnen und -darsteller, gepaart mit völlig überflüssigen parteipolitischen Rangeleien und großem Misstrauen unter den Bündnispartnern, die wenige oder keine zukunftsfähigen Antworten auf die drängenden Probleme unserer Zeit wie Bildung, Digitalisierung, Migration präsentieren konnten. Kein Wunder, dass die Wählerinnen und Wähler in Bayern und Hessen jüngst ein Machtwort gesprochen haben und dem vollmundigen Anspruch der vermeintlichen Volksparteien einen gehörigen Denkzettel verpasst haben. Diese Koalition ist spätestens seit den besagten Landtagswahlen am Ende und sie haben abgewirtschaftet. Und welche Konsequenzen ziehen sie daraus? Frau Merkel gibt zähneknirschend das Amt der CDU-Vorsitzenden ab, will aber – ein aberwitziger Gedanke - drei Jahre weiter als Bundeskanzlerin arbeiten, egal wer ihr als Vorsitzende(r) in der CDU nachfolgt; Andrea Nahles klammert sich wie eine Ertrinkende an das Floß der Regierungsbeteiligung, obwohl auch ihr längst klar sein müsste, dass sie damit den Gang in die politische Bedeutungslosigkeit für ihre einst so stolze SPD dramatisch beschleunigt und stellt stattdessen irgendwelche ominösen Fahrpläne auf, die sie dann in ihrer vulgär-politischen Art beurteilen wird.
Von dem zahnlosen und irrlichternden bayerischen Tiger Horst Seehofer brauchen wir gar nicht zu reden, er wird – und es ist nicht notwendig, eigens die Bavaria auf dem Nockherberg zu befragen - nicht mehr lange im Amt des CSU-Vorsitzenden sein. Lassen sich auf diesem Hintergrund gravierende Änderungen herbeiführen und teure Neuwahlen vermeiden? Doch – zugegebenermaßen – zarte Hoffnungsschimmer lassen sich erahnen. Indizien hierfür sind das Gerangel um den CDU-Vorsitz, in dessen Mittelpunkt das Merkel’sche Abziehbild Annegret Kramp-Karrenbauer, der stramm-konservative Jens Spahn und der von Wolfgang Schäuble als quasi „Kai-aus-der-Kiste“ gezauberte durchaus chancenreiche Friedrich Merz stehen.  Egal, wer den Vorsitz am Ende übernehmen wird, eine reibungslose Zusammenarbeit mit Frau Merkel ist schwer vorstellbar, wenn nicht sogar auszuschließen. Der Rücktritt Merkels vom Kanzleramt scheint spätestens dann unausweichlich und eine Neubildung der Bundesregierung aus Union, Grünen und FDP wäre denkbar. Die Grünen als bisherige Nutznießer der Unzufriedenheit im linken politischen Wohlfühllager müssten aber endlich Farbe bekennen, die FDP könnte – da Merkel nun weg wäre – ohne Gesichtsverlust in die Regierung eintreten, die dann eine komfortable Mehrheit hätte. Neue Köpfe und vielleicht auch neue frische Ideen für unser Land, für Europa? Warten wir`s ab – am Ende wählen wir doch neu ? So ist die Demokratie!"

15.10.2018: Leserbrief von Ortsbürgermeister Hubert Tautges aus Winterspelt zur A 60 Winterspelt - Prüm  und B 51 Olzheim - Prüm
"Der ehemalige Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Joseph Maraite (CSP), bezeichnete mal die A60 auf deutscher Seite zurecht als "die teuerste Sackgasse Europas". Hintergrund war, dass Belgien von den Seehäfen bis zur deutschen Grenze nach Winterspelt beim durchgehenden Autobahnbau seine Hausaufgaben gemacht hatte, während es auf deutscher Seite nur in kleinen Schritten schleppend weiterging. Seit den sechziger Jahren wurde damit begonnen, von allen Seiten Schnellstraßen an die Eifelregion heranzuführen, die Eifel selbst aber ist nach wie vor ein Flickenteppich an halbfertigen Teilstücken, mit den schlimmen Folgen dieser stümperhaften Verkehrspolitik. Für mich sind auch die von uns gewählten Politiker in Berlin und Mainz aufgerufen, sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Eifelstraßen einzusetzen, die dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, und hier besonders dem Schwerlastverkehr, gerecht werden. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich 20 Jahre hinter den erforderlichen Straßen-Baumaßnahmen zurück. 
Alle Menschen, die bisher dort bei Verkehrsunfällen gestorben sind, könnten noch leben. Schwerverletzte, die  lebenslang unter den Folgen leiden müssen, könnten noch als gesunde Menschen am täglichen Leben teilnehmen, hätte man die A 60 komplett als Autobahn fertiggestellt - das gleiche gilt für die B 51 von Stadtkyll - Olzheim - Prüm zur A 60.
Die hohen Geschwindigkeiten, die allzu oft auf den “langen Geraden“ gefahren werden, haben bei Unfällen im Begegnungsverkehr besonders schlimme Folgen, da ja die schützenden Mittelleitplanken fehlen. Fatal ist auch, dass viele Fahrer, die von der Autobahn aus Belgien oder der A 60 aus Richtung Bitburg kommen, oft im Kopf nicht "umschalten", dass man plötzlich auf einer “Eifeler Landstraße“ im Schneckentempo fahren soll. Die Ersthelfer von DRK, Feuerwehr und Polizei müssen immer wieder die Toten und Schwerverletzten bergen und brauchen oft lange, um das Erlebte zu verarbeiten.
Ein Irrsinn ist auch, dass bei Reparaturmaßnahmen oder Unfällen auf der A 60 zwischen Winterspelt und Prüm und der B 51 zwischen Olzheim und A 60, der Verkehr über Prüm/Niederprüm und die Dörfer umgeleitet wird und sich dann, besonders durch den starken Schwerlastverkehr, die Verkehrsteilnehmer wochenlang im Schneckentempo über die auch sehr maroden und engen Landstraßen bewegen müssen.
Würden A 60 und B 51 als Autobahn oder autobahnähnlich ausgebaut, könnte im Bedarfsfall der Verkehr auf diesen Trassen umgeleitet werden und die Folgekosten von Umleitungen für die Reparatur der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden eingespart. Der vierspurige Ausbau des rund 15 km lange Teilstücks Winterspelt – Prüm, Weiterführung der A 1 und bedarfsgerechter Ausbau der B 51, liegen offenbar immer noch in weiter Ferne. Was muss noch geschehen, damit die Verantwortlichen endlich handeln und nicht nur vor Wahlen nichtssagende Sonntagsreden halten?

24.09.2018: Veröffentlichung der Bürgerinitiative "Gegenwind-Schneifel" zur Verbandsgemeinderatssitzung am 25.09.2018 bez. Windkraft auf Teilen des Schneifelhöehenrückens - Auszug
"Die Windkraftplanung auf der Schneifel geht in die entscheidende Runde. Die nächste Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde Prüm ist für Dienstag den 25.09.2018 im Sitzungskalender eingetragen. Auf der Tagesordnung stehen die alles entscheidenden Beschlüsse, die den gigantischen Windpark auf dem hochsensiblen Schneifelrücken zulassen. Die Agenda steht, TOP-5 ist die umwelt-verachtende Fortschreibung des Flächennutzungsplans Windkraft mit reichlich vielen Rotoren auf den gar so windreichen Höhen in den Schutzgebieten der Schneifel. Abnicken der Beschlüsse durch die Ratsmitglieder – reine Formsache?
Den aktuellen und nun entscheidenden Beschlussvorlagen vorangegangen war ein öffentliches Beteiligungsverfahren an der Offenlage des überarbeiteten Flächennutzungsplanes der VG Prüm mit Stand 02/2017. Träger öffentlicher Belange und Private konnten ihre Einwände vorbringen. Schön ist, dass die Gemeindeverwaltung sich die Zeit genommen hat, jeden Einwand zu kommentieren. Weniger schön ist es, dass systematisch Einwände abgewiesen werden, die eine Windkraftnutzung auf der Schneifel in Frage stellen und bereitwillig jeder Einwand zugelassen wird, der eine Flächenvergrößerung auf der Schneifel einfordert. Im Ergebnis liegt nun ein Plan-2018 mit stark vergrößerten Flächen für den Windkraftausbau auf dem Schneifelrücken zur Abstimmung vor. Die Planvorlage-2017 ist damit obsolet.
Und täglich grüßt das Murmeltier
Wieder einmal missachtet die Verwaltung der Verbandsgemeinde (VG) Prüm die vom Rat beschlossenen Planungskriterien für den Flächennutzungsplan (FNP). Und wieder einmal zielen die Begründungen nur in eine Richtung: noch mehr Sondergebiete für die Windkraft auf der Schneifel, jetzt eine Vergrößerung der Fläche über 30% von rund 260 ha auf 340 ha.
Bereits in 2016 änderte die Verwaltung nach der Offenlage des FNP die beschlossenen Kriterien willkürlich zugunsten von größeren Flächen auf der Schneifel, u.a. wurden die Schutzabstände zu den Horsten, der unter Naturschutz stehenden Schwarzstörche und Rotmilane halbiert. Das politische Mandat dazu holte sich die Verwaltung nachträglich, unter großen Murren der Ratsmitglieder.
Nun wiederholt sich der ungeheure Vorgang: Wieder ändert die Verwaltung die Vorgaben. Nicht etwa, weil der Rat neu debattiert hätte, sondern auf Druck der Windkraftgesellschaften, die sich im Nachteil sehen und mit Klagen drohen.
Am 06.12.2016 beschloss der Rat die Offenlegung des FNP mit zwei reduzierten Sondergebieten für Windenergieanlagen (WEA) auf der Schneifel. Ein Gebiet C-1 nördlich der US-Airstation mit 104 ha und ein Gebiet C-4 südlich vom Schwarzen Mann mit 160 ha. Die touristischen Gebiete rund um das Blockhaus Am Schwarzen Mann sollten weiträumig frei von Windenergieanlagen bleiben.
Die Strukturgenehmigungsdirektion Nord (SGD) bzw. die Regionalstelle Wasserwirtschaft meldete nach der Offenlegung Bedenken gegen die Errichtung von WEA in beiden Sondergebieten C-1 und C-4 an, da die Gefahr der Grundwasserverseuchung und die Zerstörung unter Bundesnaturschutz stehender Flächen bestand. Diese Gefahr wurde in einem hydrologischen – und bodenkundlichen Gutachten an vielen Stellen bestätigt. Das wiederum bedeutet, dass die ausgewiesenen Flächen nur eingeschränkt für die Windenergie zur Verfügung stehen.
Klar, dass solche Einschätzungen den Windkraftbetreibern nicht passen. Wenn aber Einwände gegen die Sache immer nur zur Kenntnis, nicht aber ernst genommen werden, stellt sich die Frage, wozu Gutachten und Debatten überhaupt noch dienen?
Wir appellieren eindringlich an die Räte der Verbandsgemeinde Prüm, sich jetzt gewissenhaft in die Themen einzuarbeiten. Ihre Entscheidungen haben langfristige und weitreichende Folgen für die Schneifel und für die Region. Es wäre fatal, wenn die Informationsflut überfordert, und verharmlosenden Scheinargumenten der Windkraftlobby gefolgt würde.
Niemand sage nachher, er hätte nichts gewusst …
Unsere Bürgerinitiative hat sich intensiv in das komplexe Thema Windkraft eingearbeitet. Auf unserer Home-Page tragen wir Informationen zusammen. Insbesondere werten wir die Planungen aus, die sich auf die Schneifel beziehen. Obwohl unser Name aussagt, dass wir uns gegen einen Ausbau der Windkraft auf der Schneifel aussprechen, versuchen wir objektiv zu sein. Diese Objektivität erwarten wir jetzt auch von jedem einzelnen Ratsmitglied. Treffen Sie bitte keine Entscheidung, die Sie sich nicht selbst erarbeitet haben! Wir suchen gerne das Gespräch und bieten bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den umfangreichen Veröffentlichungen und Unterlagen unsere Unterstützung an.
Fakt ist, dass gegen alle Belange in dem europäisch geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet der Schneifel gearbeitet wird und die Flächen für die Windkraft in 2018 wieder deutlich größer ausfallen, als es in 2017 beschlossen wurde.
Die Windkraftplanung liegt bewusst in regionaler Hand. Politiker vor Ort kennen ihre Region und wissen, was die Menschen mittragen und was eben nicht. Wer das Blockhaus Am Schwarzen Mann als keine Bebauung im eigentlichen Sinn beschreibt, um dort Windkraftanlagen errichten zu können, der kommt nicht von hier. Wer den Schneifel-Tourismus als untergeordnet abtut, hat überhaupt nicht verstanden, was die Region ausmacht und was die Menschen hier in der Natur finden. Und wer eine Umzingelung kleiner Eifeldörfer mit Windkraftanlagen als nicht per se unzumutbar erklärt, der schließt kaltblutig mit einer Region ab, die sich der erdrückenden Übermacht einer Energielobby nicht erwehren kann. Denn wie Nadelstiche bohrt sich eine nach der anderen Windkraftanlage in die gewachsene Landschaft. Im Umkreis von hunderten Metern müssen Flächen freigehalten werden und verdichten sich die Böden so enorm, dass sie ihre wichtige Funktion als Wasserspeicher nicht mehr erfüllen. Zusammenhängende Waldregionen werden zerschnitten und verlieren ihre Schutzfunktion für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Windkraftanlagen nehmen Dimensionen an, die das Landschaftsbild nicht mehr nur stören. Ihre Dominanz wird vielerorts zum neuen, prägenden Landschaftsbild.
Ja, wir brauchen einen Verbandsgemeinderat. Ja, wir brauchen starke Politiker, die sich nicht vorführen lassen, die ihre Entscheidungen auf eigener Meinungsbildung begründen. Und ja, wir brauchen eine Politik für die Region mit der Region. Am 25. September trifft der Rat der Verbandsgemeine Prüm eine wichtige und eine folgenreiche Entscheidung für die Schneifel und die ganze Region rund um den Schwarzen Mann. Das darf nicht reine Formsache sein."

20.06.2018: Leserbrief von Dr. Hildegard Slabik-Münter, Mitglied des Kreistags im Vulkaneifelkreis für die Partei Die Linke, zur Erhaltung der Onkologie im Krankenhaus Daun
Stellungnahme nach der Kreistagssitzung vom 18.06.2018: "Für die Patienten der Onkologie brennt es jetzt. Landrat Thiel und der Kreistag dürfen Ihre Unterstützung nicht auf die lange Bank schieben.
Verhandlungen mit den einzelnen Akteuren sind die eine Sache. Sie sind wichtig. Das ist in dieser akuten Situation aber nicht genug! Leider sind Landrat Thiel und die im Rat vertretenen Parteien nicht auf den Wunsch von Frau Weber - Meeth eingegangen, mit ihr und den 3400 Unterschriften zur Kassenärztlichen Vereinigung zu gehen und bei der Landesregierung vorzusprechen, um der Angelegenheit Nachdruck zu verleihen. Das ist eine große Enttäuschung. Der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung hat nicht die Interessen der Patienten im Fokus. Die Begrenzung der Zulassungen von Ärzten dient der Konkurrenzausschaltung untereinander und nicht der besten ortsnahen Versorgung. Es müssen neue Lösungen her, die die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt rücken. Im ganzen Land sind Krankenhäuser in ländlichen Bereichen einem besonderen Kostendruck ausgesetzt. Viele wurden schon geschlossen. Die öffentliche Hand muss deshalb mehr Mittel zur Verfügung stellen, um endlich das Versprechen wahr zu machen, die ländliche Räume der Stadt gleichzustellen. Auch anderswo sind inzwischen Sicherstellungsgelder erkämpft worden. Gesundheit ist eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsfürsorge."

10.06.2018: Horst Becker aus Arzfeld zum Thema "Flüchtlingskrise"
"Es bestätigt sich in diesen Tagen zunehmend, was viele aufmerksame und parteineutrale Beobachter der politischen Szene in Deutschland schon seit längerer Zeit beobachten müssen: Die herrschende politische Klasse in Bund und Land versagt in eklatanter Form bei der Bewältigung der Probleme im Zusammenhang mit der sog. Flüchtlingskrise. Offenbar wird hier ein Staatsversagen, das die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in dieser Form wohl nicht für möglich gehalten hätten. So ist z.B. eine Bundesbehörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), nicht in der Lage trotz zur Verfügung stehender modernster Erkennungstechniken sich einen verlässlichen Überblick über die in unserem Land sich aufhaltenden Migranten zu verschaffen und bei der Erteilung von Asylbescheiden zudem in den Geruch der Korruption gekommen; so sind die Länder aus parteipolitischen Motiven sich völlig uneins darüber, wie man mit der großen Zahl an Wirtschaftsflüchtlingen verfahren soll und ordnet sie stattdessen in unverantwortlicher Weise den politisch Verfolgten zu, schwadroniert allesamt von „Schutzsuchenden“ und höhlt damit das grundgesetzlich-verankerte Asylrecht aus. So wehrt man sich im Bundestag vehement gegen die dringend notwendige parlamentarische Aufarbeitung der politischen Beschlüsse im Zusammenhang mit der unkontrollierten Einwanderung ab 2015 durch einen Untersuchungsausschuss. Als fadenscheiniges Argument dient hier der Hinweis, man wolle mit der AfD keinen gemeinsamen Antrag stellen. Es drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass man aus Angst vor der Bevölkerung eine umfassende Darstellung der politischen Verantwortlichkeiten aller seinerzeit im Parlament vertretenen Parteien, die den fatalen Merkelschen Schnellschuss erst möglich gemacht haben, vermeiden will. Vollends düster sind allerdings die Zukunftsaussichten: Wenn es keinen ernstzunehmenden Schutz der EU-Außengrenzen gibt, kann jeder einwandern. Wenn nicht konsequent abgeschoben wird, kann jeder bleiben in diesem attraktiven deutschen Sozialstaat. Einmal in Deutschland angekommen, müssen diese Menschen eine Abschiebung nicht fürchten, weil der Staat sie kaum vollzieht bzw. vollziehen will. Hunderttausende sind ausreisepflichtig, nur ein Bruchteil davon wurde im vergangenen Jahr abgeschoben. Die dringend notwendigen Ankerzentren sind parteipolitisch umstritten und werden so rasch nicht eingeführt werden. Dabei ist eine zentrale Aufnahmeeinrichtung sinnvoll, diejenigen, die kein Bleiberecht erhalten können, zu erfassen und nicht erst auf die Kommunen zu verteilen. Es macht keinen Sinn, dass sich Menschen einleben, die nicht bleiben dürfen. Der Druck auf die Herkunftsländer, die sich weigern ihre Landsleute zurückzunehmen, muss erhöht werden. Bei fehlender Kooperation spricht nichts dagegen, die Entwicklungshilfe zu kürzen. Dies sind nur einige Maßnahmen, die rasch ergriffen werden müssten, um den äußerst gefährdeten sozialen Frieden zu erhalten und den Belangen der wirklich Asylberechtigten zu entsprechen. Angesichts der bereits begonnenen und sich in den kommenden Jahren dramatisch verstärkenden Zuwanderungswelle aus Afrika in die Länder der europäischen Union sind tragfähige und langfristig-solide Konzepte gefragt, die jenseits ideologischer Leitlinien erarbeitet werden müssen und Deutschland muss hier als einer der führenden europäischen Staaten prägend sein. Allerdings fehlt mir angesichts des beschämenden Versagens unserer politischen Vertreter in Bezug auf die Zuwanderungsproblematik im eigenen Land der Glaube daran."

01.06.2018: Zur aktuellen Unwetterlage schreibt der input aktuell-Leser Wolfgang Nickels aus Daleiden:
Daleiden und Umgebung sind seit dem Morgen ohne Telefon und Internet. Den Ortsteil Falkenauel hat es neben dem Hochwasser nun seit dem Mittag nochmals erwischt. Nun ist auch noch die Wasserversorgung zusammengebrochen. Wohl ein Rohrbruch.
Im „strahlenlosen" Tal, wo auch im Normalfall kein Handy und kein Internetempfang ,wo in regelmäßigen Abständen auch das Telefon ausfällt, plant man nun die Umstellung auf Brieftauben und Rauchzeichen .
Es sei denn, die Politiker bemerken, dass in diesem wunderschönen Tal auch Menschen wohnen...

30.05.2018: Zur Situation des Dauner Krankenhauses schreibt Dr. Hildegard Slabik-Münter von DIE LINKE Kreisverband Vulkaneifel
"Der Plan, die Onkologie im Krankenhaus Daun zu schließen, zeigt hier vor Ort die negativen Folgen der seit Jahren verfehlten Gesundheitspolitik. Das Gesundheitswesen ist eine der wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Seit dem letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts wurde die Gesundheitsversorgung aber unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Sanierung mehr und mehr einem hohen Kostendruck ausgesetzt. Wohnortnahe Versorgung gibt es nur so lange, wie sie wirtschaftlich ist. Die Bedürfnisse und berechtigten Interessen der Patienten werden dabei geopfert, anstatt im Zentrum zu stehen. Darum fordern wir die Landesregierung auf, ausreichend Maßnahmen zu ergreifen, dass die  Onkologie im Krankenhaus Daun bleiben kann! Wir treten auch für den Erhalt der Geburtshilfe im Dauner Krankenhaus ein!
Das Krankenhausfinanzierungsgesetz sollte eine finanzielle Garantie für die gefährdeten Abteilungen in Krankenhäusern im ländlichen Bereich vorsehen.
Die Kassenärztliche Vereinigung muss neue Lösungen bei der Verknüpfung der Arbeit von Niedergelassenen und Krankenhausärzten zulassen.  Die einseitige Interessenvertretung für bestimmte niedergelassene Facharztgruppen ist zu beenden.  Die Sicherstellung der Patientenversorgung gehört in das Zentrum der Bemühungen.  Darüber hinaus sind gute Bedingungen für das Pflegepersonal herzustellen. Die Landesregierung hat sich intensiv dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen verbesserte werden. Wir fordern flächendeckend einheitliche Tarifverträge, die für alle Arbeitgeber verbindlich sind und die die wichtigen Leistungen in diesem Beruf gut und richtig entlohnen. Für alle Häuser fordern wir gewählte Mitarbeitervertretungen. Mindestpflegepersonalzahlen müssen vorgeschrieben werden."

04.05.2018: Leserbrief von Daniel Hohben aus Gangelt zum Artikel "Kartbahn Dahlemer Binz vor unsicherer Zukunft"
"Es klingt fast so als ob der Bürgermeister ein Fürsprecher der Bahn ist. Was hinter den Kulissen aber ganz anders aussieht. Haben sie in ihrer journalistischen Verantwortung Mal recherchiert, wie viele Anwohner sich tatsächlich anwaltlich in der Sache vertreten lassen? Wieso waren freitags/samstags keine Rennkarts, wenn es doch angeblich erlaubt ist? Ich könnte dazu weiter ausholen und noch mehr Fragen hinterschieben. Es macht den Anschein, als ob sich der Herr Bürgermeister in ein anderes Licht rückt als es tatsächlich ist.
Ich darf auf Ihre journalistische Verantwortung verweisen inhaltlich zu prüfen, bevor sie Artikel rausbringen."

27.04.2018: Leserbrief zum Thema "Diesel betteln" - Verfasser und Kennzeichen der Redaktion bekannt
"Hiermit möchte ich Sie über eine ganz neue Masche informieren, wie neuerdings versucht wird, an Diesel zu kommen. Da kommt ein südländischer Mann, so Mitte Dreißig, schwarze lockige Haare, mit Boddybuilderfigur, diskret an die Fahrertür von kleineren und mittleren LKW klopfen. Macht einen etwas gestressten Eindruck, fragt erst nach Werkzeug und danach, ob man ihm so ca. 5L Diesel geben könnte. Er hätte drüben beim Polen Rapsöl bekommen, und möchte das verdünnen. Deshalb braucht er aber unbedingt puren Diesel. Wenn man einwilligt, ihm zu helfen, sagt er: Ich hole schnell den Kanister, 2 Minuten bin ich wieder  hier und deine Pause wird nicht überzogen. Dann kommt er mit Kumpel, großem 30 Liter Plastikkanister und ca. 1m langem großen Wasserschlauch an. Der Kumpel ist etwa gleichalt, auch Südländer mit schwarzen Haaren, aber er hat einen Vollbart. Beide sprechen ein sehr gutes Hochdeutsch, als wenn sie irgendwo aus dem Ruhrgebiet kämen. Hatte zuerst geglaubt, dass die wirklich in Not seien, aber sie haben leider auch mehr als nur ein paar Liter genommen... D. h. Schlauch wird in LKW Tank gesteckt, und dann der Diesel mit dem Mund angesaugt… Doch, als der erste ein paar Tage später wieder auf dem Parkplatz an der A1 Richtung Euskirchen, gleich hinterm Kreuz Bliesheim, an meine Tür klopfte, hab ich gleich abgewunken. Aber diesmal hat er den Fehler gemacht, seinen Transporter gleich hinter meinen Zug zu stellen, sodass ich sehen konnte, wo er einstieg. Von mir ist er dann etwas weiter gefahren, sodass ich auch jetzt sein Kennzeichen habe. Es handelt sich um einen weißen 3,5 Tonnen Transporter von Mercedes mit dem amtlichen Kennzeichen....
Ereignet hat sich das erste Mal am 17.4. zwischen 14:15 und 14:30 Uhr, und das zweite war am 23.4.2018 zwischen 13:55 und 14:40 Uhr. Vielleicht können Sie ja dies irgendwie in Ihrer Zeitung verwerten und/oder erwähnen, dass andere Fahrer nicht darauf reinfallen… "

23.02.2018: Leserbrief von Werner Berlingen aus Gönnersdorf zum Artikel "Die Landesregierung Rheinland-Pfalz kämpft um die Erhaltung des Krankenhauses Prüm - mit Stellungnahmen"
"Ich weiß zwar nicht, was die AFD dazu beantragt hat und warum deren Antrag nicht aufgeführt wird, um eine vollständige Meinung dazu bilden zu können. Dennoch muss ich für den Artikel danken, denn es war mir nicht bewusst, dass es so schlimm um unser bestes Krankenhaus in der Region steht.
Auch wenn man nicht alle Stellungnahmen für bare Münze nehmen kann, so sind sich doch alle einig, dass der Erhalt des Krankenhauses nicht nur notwendig sein sollte, sondern überlebenswichtig ist. Die fachliche Reputation des Prümer Krankenhauses liegt deutlich über dem benachbarten KH.
Ich danke dem KH Prüm, und ziehe es jeglichem benachbarten KH vor. Was nützen alle Paragraphen  und Debatten, wenn die Politk die Zahlen hin und her dreht und zusieht. Gerade im Bereich der ärztlichen Versorgung und vielen anderen Angelegenheiten vergisst Mainz die strukturschwache Eifel immer mehr."

13.02.2018: Zu einer Schlägerei am Rosenmontag in Gillenfeld schreibt Leserin Karin K.:
Ich finde es definitiv daneben, den Bericht so stehen zu lassen. Es ging vorher um Gewaltübergriffe des Geschädigten einem jungen Mädel gegenüber und die ersten Bedrohungen und Schläge kamen auch vom Geschädigten. Nun werden die Jungs hier als die Bösen dargestellt. Weggucker bei Gewalt gegen Frauen gibt es genug auf der Welt.

27.01.2018: Leser Horst Becker aus Arzfeld zu den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD in Berlin:
Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl am 24. September musste die CDU/CSU ein Minus von 8,5 % verzeichnen und die SPD von 5,2 %. Alle anderen Parteien im neugewählten Bundestag haben dazugewonnen bzw. sind zum ersten Mal (AfD) oder wieder (FDP) im Parlament vertreten. Gewiss haben die beiden bisherigen Regierungspartner eine knappe Mandatsmehrheit von 399 (insg. 709), aber strahlende Sieger sehen anders aus. Die amtsmüde und entsprechend lustlos wirkende Bundeskanzlerin und Vorsitzende der CDU erklärte am Wahlabend trotzig, sie wisse nicht, was „wir anders machen sollten“. Der völlig überforderte Wendehals-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der SPD erklärte von nun an eine weitere Zusammenarbeit mit der Union als beendet Seine machtbewusste Parteikollegin Andrea Nahles war zwar „ein bisschen wehmütig“, skizzierte aber das zukünftige Verhältnis zu den „Schwarzen“ in ihrer fein-abgestimmten staatsmännischen Art mit dem Bonmot „und ab morgen kriegen sie in die Fresse“.
Und nun, nach dem quälend-langen Jamaika-Geplänkel, dem ausgerechnet die FDP ein für viele überraschendes Ende bereitet hat, wollen? sollen? oder müssen? diese Verlierer-Koalitionäre schon wieder ran. Eigentlich müssten alle drei Parteivorsitzenden Merkel, Schulz und Seehofer zurücktreten und den Weg für ein zukunftsfähiges Personaltableau freimachen oder von ihren jeweiligen Parteimitgliedern abgewählt werden. Kanzlerin Angela Merkel hat aber die CDU ideologisch so entkernt und so herrlich beliebig gemacht, dass sie zu einem bloßen Kanzlerinnenwahlverein mutiert ist und sie per definitionem nicht abwählbar ist.
Martin Schulz  meint die Befähigung zum Außen- oder mindestens Finanzminister schon alleine deswegen zu haben, weil er aufgrund eines 100prozentig-irrationalen Verhaltens seiner Parteigenossen ins Amt des Vorsitzenden gekommen ist und die nun ob der äußerst schwachen Figur, die ihr vermeintlicher Heilsbringer auf der politischen Bühne abgibt, sonst nicht wissen, wie man sich seiner eleganter entledigen soll.
Die alpenländischen Schwestern und Brüder der CDU begannen zwar bald nach der Wahl ihren vollmundigen „Obergrenzen“-Vorsitzenden zu demontieren, vermieden aber aus Rücksicht auf die Landtagswahl im Herbst eine vollständige Entmachtung, so dass der bayerische Löwe als Merkels Bettvorleger in Berlin weiter eine „gewichtige“ Rolle spielen kann. Legt man nun das bisher ausgehandelte Sondierungspapier zugrunde, wird deutlich, dass beiden Parteien noch nicht recht klargeworden ist, warum sie, trotz durchaus günstiger Wirtschaftsdaten so viele Stimmen verloren haben und der Begriff „Volkspartei“ auf beide schon lange nicht mehr anwendbar ist.
Die CDU/CSU und die SPD halten an ihrer äußerst gefährlichen und demokratisch nicht legitimierten Flüchtlingspolitik fest: Sie lassen weiterhin die massenhafte Zuwanderung in unser Land zu, sie ändern nichts an der „Magnetfunktion“ Deutschlands für die Migranten dieser Welt, sie lassen es zu, dass derzeit 250 000 Menschen in unserem Land leben (nach Schätzungen der Bundespolizei dürften in diesem Jahr noch einmal so viele dazukommen), die ausreisepflichtig sind und sie lassen es zu, dass subsidiär Schutzbedürftigen ein nicht exakt zu beziffernder Familiennachzug erlaubt wird. Diese Koalition der Verlierer hat unserem Land eine Situation beschert, deren Bewältigung die finanziellen Ressourcen unseres Landes übermäßig beansprucht, die trotz aller gut gemeinter Hilfe aus der Bevölkerung nicht zu schaffen ist und den fragilen gesellschaftlichen Zusammenhalt stark gefährdet. Diese Koalition, so sie denn kommt, ist gefährlich für unser Land!

24.01.2018: Stellungnahme der Caritas Trägergesellschaft West gGmbH zur Entwicklung am St. Joseph-Krankenhaus Prüm
„Wir bedauern die anhaltenden Irritationen hinsichtlich der weiteren Versorgungssicherheit durch das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm“, erklärt die Geschäftsführung der Caritas Trägergesellschaft West (ctw).
 Bestehende strukturelle Probleme und die vor allem unerwartet negative Belegungsentwicklung des St. Joseph-Krankenhauses in 2017 haben die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zuletzt eingeschränkt.
 Die Geschäftsführung der ctw und die Geschäftsführung des Prümer Krankenhauses haben dazu eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht mit Unterstützung von dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Mainz, den niedergelassenen Ärzten in Prüm und Umgebung und der Regionaldirektion der Kassenärztlichen Vereinigung in Koblenz.
Da es jedoch für ein Krankenhaus der Grundversorgung in ländlicher Region schwierig ist, auf Dauer wirtschaftlich sicher zu stehen, sind auch strukturelle Maßnahmen zur Standortsicherung notwendig.
Das Prümer Krankenhaus rechnet mit verbindlichen Budgetabschlüssen für die Jahre 2017 und 2018 noch im Februar dieses Jahres.
Hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich (intersektorale Versorgung) werden zurzeit noch Details mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz abgeklärt. Diese Maßnahme betrifft das sogenannte Ermächtigungsverfahren für die am Krankenhaus angestellten Chefärzte und deren Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung in Koblenz.
Eine weitere Maßnahme ist die Abstimmung mit dem Ministerium hinsichtlich der OP-Sanierung. Die Gespräche dazu befinden sich in einer fortgeschrittenen Phase.
Neben allen anderen Maßnahmen, haben vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses durch ihre Mitwirkung ein wesentliches Fundament für die mittelfristige Zukunftssicherung des St. Joseph-Krankenhauses in Prüm gelegt. Deshalb würdigt die Geschäftsführung ausdrücklich, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Joseph-Krankenhauses Prüm dazu beitragen, „ihr“ Krankenhaus zu sichern.
Den sogenannten Antrag an die Arbeitsrechtliche Unterkommission auf eine lineare Gehaltsabsenkung, befristet für das Geschäftsjahr 2018, genehmigten die überregionalen Vertreter der Dienstnehmer- und Dienstgeberseite. Für den gleichen Zeitraum sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
Der Trend der negativen Belegungsentwicklung scheint zurzeit gestoppt zu sein bzw. ist die Entwicklung nicht mehr rückläufig. „Wir beobachten die Entwicklung sehr genau. Von einer Trendwende zu sprechen wäre jetzt zu optimistisch“, erklärt Theo Korth, Geschäftsführer der St. Joseph-Krankenhaus GmbH.
Die personelle Verstärkung im Rahmen der Chirurgie auf Chefarztebene hat sich bisher ebenfalls als richtige Maßnahme erwiesen. Die Differenzierung innerhalb der Prümer Chirurgie hat sich nachweislich etabliert und bestätigt das Vertrauen der Patienten in die medizinische Kompetenz. Nach wie vor betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Patientinnen und Patienten im St. Joseph-Krankenhaus in Prüm exzellent und gewährleisten die Versorgung vor Ort. Die Geschäftsführung bedankt sich zugleich für das Vertrauen der Patienten und niedergelassenen Ärzte.
Für die Nachfolge des Pflegedirektors, der altersbedingt ausscheiden wird, konnte eine kompetente Nachfolgerin gewonnen werden. Somit ist in der Führung der größten Berufsgruppe des Hauses ein nahtloser Übergang gewährleistet und eine Grundlage für neue Impulse in der pflegerischen Versorgung der Patienten in Prüm gelegt. Zudem bindet der Krankenhaus-Geschäftsführer bei der Verbesserung der internen Abläufe mehr Mitarbeiter ein, um möglichst viele positive Impulse einfließen zu lassen. Dazu trifft sich im Prümer Krankenhaus regelmäßig ein neues Gremium, bestehend aus der Geschäftsführung, der Mitarbeitervertretung und den Mitarbeitern aus den thematisch betroffenen Fachabteilungen, um an der Weiterentwicklung des Hauses zu arbeiten.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm für die medizinische und pflegerische Versorgung der Region zwingend erforderlich ist. Über den weiteren Fortschritt in diese Richtung wird das Krankenhaus zukünftig weiter informieren.

16.01.2018:Auszug aus einem offenen Brief von Prüms Ex-Pfarrer Robert Lürtzener an Weihbischof Franz Josef Gebert vom Januar 2018
Die seelsorgliche Situation in der katholischen Kirchengemeinde Prüm St. Salvator bekümmert mich persönlich sehr. Als ich den Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Prüm für die Zeit vom 19.12.2017 bis 27.01.2018 durchblätterte, musste ich feststellen, dass für die Zeit nach der Schließung der Basilika Prüm (wegen der Renovierung) am 02.01.2018 in der Gottesdienstordnung für die Samstags-/Sonntags- und Feiertags-Termine die Pfarrei Prüm St. Salvator nicht mehr aufgeführt wird.
Das bedeutet für etwa eineinhalb Jahre: in Prüm ist für diese Zeit Totenstille wie am Karfreitag, die Glocken schweigen außer dem Mittagsläuten.
Wenn in der Pfarrgemeinde Prüm St. Salvator an Sonn- und Feiertagen - wie im Pfarrbrief vorgesehen - keine Gottesdienste stattfinden und somit auch die Glocken nicht läuten, ist in der Stadt Prüm ein kirchliches Leben nicht wahrnehmbar, ist die Kirche atmosphärisch tot.
Wenn in Zukunft kein Sonn- und Feiertagsgottesdienst unter dem Namen .Prürn St. Salvator" stattfindet, kommt dies in kurzer Zeit auch dem finanziellen Ruin dieser Kirchengemeinde gleich. Es können dann keine Kollekten mehr registriert werden.
Die oben beschriebenen negativen Folgen für die Gläubigen der Salvator Pfarrei Prüm können vermieden werden, wenn alle Gottesdienste, während die Basilika geschlossen ist, wie bisher in der Stadt Prürn stattfinden. Das ist gut möglich: in der Kapelle des ehemaligen Konvikts, in der Drei-Ärzte-Kapelle im Nordturm der Basilika, im Pfarrheim St. Salvator und in anderen dafür geeigneten Räumen.
Für diese Lösung spricht Folgendes:
1. Die Kapelle im ehemaligen Konvikt ist eigens für die Feier von Gottesdiensten gebaut, eingerichtet und ausgestaltet worden. Sie hat viele Jahre für ca. 100 bis 130 Schüler und deren Betreuer als Gottesdienstraum gedient. Noch heute besteht in der Konviktskapelle ein großzügiger Altarraum mit Ambo und Altar. Dort hätte auch der Basilikachor noch genügend Platz. Es steht eine Pfeifenorgel zur Verfügung. Diese müsste gestimmt werden, was ohne Probleme möglich ist. Die Kapelle ist beheizbar und kann von der Verbandsgemeinde Prüm gemietet werden.
2. Unser Pfarrheim bietet Platz für ca. 80-100 Personen. In den 1980er Jahren wurde dort eine große Übungsorgel eingebaut. Deswegen haben wir dort während des Winters die Werktagsgottesdienste gefeiert, um die enormen Heizkosten in der Basilika zu sparen.
3: Die Drei-Arzte-Kapelle im Nordturm der Basilika hat einen eigenen Eingang von draußen, bietet für 50 Personen Sitzplätze, wird sehr sorgfältig gegenüber dem Innenraum der Basilika isoliert, so dass hier jederzeit ein ungestörter Gottesdienst stattfinden kann. Auch hier steht eine kleine Pfeifenorgel, die transportabel ist, zur Verfügung.
Über den Vorsitzenden des Prümer Pfarrgemeinderates, Udo Weis, habe ich Herrn Eiswirth, Geschäftsführenden Dekanatsreferenten, angeboten, während der Krankheit von Pater Kettern als Priester auszuhelfen. Das wurde abgelehnt mit der Begründung, ich hätte am Beginn meines Ruhestandes versprochen, mich zukünftig in der Seelsorge Prüms nicht einzumischen, was auch zutrifft.
Ich möchte sehr gern in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft Prüm helfen, da ich mich gesundheitlich noch sehr gut fühle. Zu gegebener Zeit wäre ich auch zur Übernahme der Pfarrverwaltung bereit. So könnte ich die letzte Baumaßnahme an der Basilika begleiten, wie alle übrigen in den letzten 46 Jahren.
In der Pfarreiengemeinschaft Arzfeld habe ich fast 6 Jahre mit Freude ausgeholfen. Inzwischen ist Pater Rolke, ein junger Priester von den Vinzentinern Niederprüm dazu gekommen, der sehr hilfsbereit in Arzfeld Gottesdienste übernimmt. Deshalb wäre mein Ausscheiden im Arzfelder Bereich gut zu verkraften .

 

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