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16.10.2020

Sieben Neuinfektionen im Kreis Ahrweiler - mit Landratsappell an die Bürger

Ahrweiler (red/boß) Am Freitag, 16.10.20, gibt es im Kreis Ahrweiler sieben Neuinfektionen mit dem Coronavirus - zwei in Sinzig sowie in der Verbandsgemeinde Brohltal und jeweils eine in Bad Neuenahr-Ahrweiler,

in der Verbandsgemeinde Adenau und in der Verbandsgemeinde Altenahr. Die Gesamtzahl der Infizierten im Kreis Ahrweiler steigt auf 415. Davon gelten 365 als genesen. Drei Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 254 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.
Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Ahrweiler liegt bei 19 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an.

Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie stellt sich in den einzelnen Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis wie folgt dar:
Verbandsgemeinde Adenau: 41 Infektionen, davon 32 genesen
Verbandsgemeinde Altenahr: 49 Infektionen, davon 43 genesen, 1 Person verstorben
Verbandsgemeinde Bad Breisig: 31 Infektionen, davon 30 genesen
Verbandsgemeinde Brohltal: 25 Infektionen, davon 22 genesen
Gemeinde Grafschaft: 54 Infektionen, davon 53 genesen
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: 109 Infektionen, davon 103 genesen, 1 Person verstorben
Stadt Remagen: 51 Infektionen, davon 39 genesen
Stadt Sinzig: 55 Infektionen, davon 43 genesen, 1 Person verstorben


Landrat Dr. Jürgen Pföhler appelliert an Vernunft der Bürgerinnen und Bürger

Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und der beginnenden kühlen und nassen Jahreszeit appelliert Landrat Dr. Jürgen Pföhler an die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler, sich auch weiterhin durch besondere Vorsicht verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitbürgern zu verhalten. „Gerade unter dem Vorzeichen Corona werden Herbst und Winter eine besondere Herausforderung darstellen. Waren bisher viele Treffen im Freien möglich, verlagert sich das Leben nun wieder mehr ins Innere. Darüber hinaus müssen wir uns auch auf eine mögliche Grippewelle einstellen“, so der Landrat. Jeder müsse dabei helfen, durch besondere Vorsicht dieser Herausforderung zu begegnen, um eine starke Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden.
Auch der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Stefan Voss warnt davor, in den Anstrengungen, ein weiteres Ansteigen der Corona-Fallzahlen zu verhindern, nachzulassen. „Der Infektionsschutz hat weiterhin oberste Priorität. Die konsequente Anwendung der AHAL-Regeln (Abstand-Händehygiene-Alltagsmaske-Lüften) kann uns dabei helfen, drastische Einschränkungen möglichst zu vermeiden.“ Auch die Corona-Warn-App helfe dabei, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und die Arbeit des Kreisgesundheitsamtes bei der Nachverfolgung von Kontakten zu unterstützen.

Darüber hinaus setzt der Kreis auf weitere, präventive Maßnahmen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie:

Biomonitoring
Seit Beginn der Pandemie bietet der Kreis unter anderem Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie landwirtschaftlichen Betrieben ein Biomonitoring, also freiwillige Tests, an. Diese freiwilligen Screenings machen von der Gesamtzahl aller Testungen fast die Hälfte (46 Prozent) aus. In bereits 23 Fällen konnten dadurch frühzeitig Infektionsketten unterbrochen werden.

CO2-Ampeln für kreiseigene Schulen
Ständiges Lüften stellt Schüler und Lehrer bei kühlem und nassem Wetter vor Herausforderungen. Deshalb hat der Kreis jetzt für alle kreiseigenen Schulen sogenannte CO2-Ampeln angeschafft. Sie signalisieren, wann der CO2-Gehalt im Klassenzimmer zu hoch ist. Das ist ein Hinweis darauf, dass gelüftet werden muss, um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte zu schützen.

Lüftungsanlagen
Der Kreis hat in allen kreiseigenen Schulen und in den vom Kreis angemieteten Gebäuden die Klima- und Belüftungsanlagen überprüft. Soweit erforderlich wurden technische Umstellungen an den Anlagen vorgenommen, so dass die Lüftungsanlagen keine Viren verbreiten.

Corona-Ampel
Zur Darstellung des aktuellen Infektionsgeschehens hat der Kreis auf seiner Internetseite die sogenannte „Corona-Ampel“ eingestellt. An ihr lässt sich die Risikoabschätzung für den Kreis Ahrweiler ablesen. Steigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche über 20 Fälle pro 100.000 Einwohner, springt die Ampel auf gelb, wenn der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen Bestand hat. „Dies ist eine klare Vorwarnung“, erklärt Dr. Voss „und sollte die eigene Aufmerksamkeit noch mehr schärfen.“

Die orangefarbene Warnstufe wird erreicht, wenn der Wochenwert auf 35 Fälle pro 100.000 Einwohner an mehr als fünf aufeinanderfolgenden Tage springt. „Spätestens ab diesem Zeitpunkt werden gemeinsam mit dem Land Maßnahmen angeordnet. Unter anderem ist dann wieder eine stärkere Begrenzung der zugelassenen Personenzahlen und eine Ausweitung der Maskenpflicht zu erwarten“, macht Dr. Voss deutlich.

Die Warnstufe rot wird bei einem Wochenwert von mindestens 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Tagen erreicht. „Wenn die Ampel auf Rot springt, sind weitere, sehr weitreichende Einschnitte zu erwarten", so der Landrat. „Wir alle möchten nicht wieder unter verschärften Bedingungen den Alltag durchleben. Bleiben Sie weiterhin achtsam, um die wiedergewonnenen Freiheiten nicht aufs Spiel z u setzen", betont Pföhler.

„Alle müssen mitmachen!“
Die Ärzte, das medizinische Personal, die Hygieneinspektoren und Verwaltungsmitarbeiter des Gesundheitsamtes leisten einen starken und unverzichtbaren Beitrag in der Pandemiebekämpfung. Bei den Testungen von Reiserückkehrenden und nach Corona-Fällen in Schulen, Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen wird dies besonders deutlich. Aber wir alle müssen mitmachen und uns verantwortungsbewusst verhalten“, sagt Landrat Dr. Jürgen Pföhler. „Jetzt ist jeder einzelne von uns gefragt. Denn nur gemeinsam können wir die große Herausforderung der Corona-Pandemie meistern.“

Weitere Informationen zur Infektionslage im Kreis und zur Corona-Pandemie sind über die Kreis-Homepage www.kreis-ahrweiler.de zu finden.

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