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07.04.2020

Wald-Jugendspiele sind landesweit aufgrund der Corona-Krise abgesagt - Forstleute arbeiten an digitalen Alternativen.

Mainz/Region (red/boß) „„Mir ist es wichtig, Kinder und Jugendliche in die Diskussionen über die Klimakrise und deren Auswirkungen, zum Beispiel auf unseren Wald, mit einzubeziehen. Deren Engagement

sowie der Appell an die Wirtschaft und die Politik, sich endlich für einen wirksamen Klimaschutz einzusetzen, nehmen wir ernst. Umso trauriger bin ich, dass wir die diesjährigen Wald-Jugendspiele aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen lassen müssen“, bedauert Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken.
Die Absage der 38. Wald-Jugendspiele ist in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung erfolgt. An 30 Standorten in Rheinland-Pfalz wollten wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler für einen Tag den Lernort Wald aufsuchen. Mehr als 17.000 Kinder der 3. und 7. Klassenstufe aller Schularten sollten spielerisch unter der Anleitung praxiserfahrener Forstleute ihr Wissen über Wald und Natur erweitern.
„Ich hoffe, dass der Einsatz der Kinder und Jugendlichen für den Wald und für den Klimaschutz nicht nachlässt und dass im kommenden Jahr wieder der Unterricht unter dem Blätterdach stattfinden kann. Denn es gilt nach wie vor: Wir alle brauchen den Wald als Klimaschützer, wichtiges Ökosystem, Produzent von nachhaltigen Holzprodukten und als Erholungsraum“, so Höfken.
Damit sich die Schülerinnen und Schüler dennoch mit dem Wald als wichtigem Natur-, Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum befassen können, wollen Landesforsten und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sich in den nächsten Wochen verstärkt um digitale Alternativen kümmern. Zudem wird es Wald- und Naturerlebnistipps für Familien geben. Sobald es wieder möglich ist, werden wie bisher andere waldpädagogische Veranstaltungen angeboten.
Im Fokus der diesjährigen Wald-Jugendspiele hätten die Auswirkungen der Klimakrise auf den Wald gestanden. Denn die Hitzesommer 2018/ 2019 haben in den rheinland-pfälzischen Wäldern ihre Spuren hinterlassen: Über 80 Prozent der Bäume sind geschädigt, Kahlflächen haben zugenommen, zahlreiche Bäume sind vom Borkenkäfer befallen.
Seit 1982 mussten die Wald-Jugendspiele bisher nur einmal landesweit abgesagt werden: Nach den verheerenden Sturmschäden im Jahr 1990.
Die ausrichtenden Forstämter sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald als Kooperationspartner und der Sparkassenverband als langjähriger Hauptförderer der Wald-Jugendspiele wollen weder Schulkinder und Lehrkräfte noch das Personal von Landesforsten oder die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer irgendeiner Gefahr aussetzen. „Mit der Absage wollen wir gleichzeitig auch Planungssicherheit für alle Beteiligten erreichen, da die Spiele gut und von langer Hand vorbereitet sein wollen“, so Höfken.

Presse Forstministerium

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