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24.03.2020

Corona-Ambulanz Vulkaneifel geht in Daun in Betrieb

Daun/Gerolstein (kf/boß) Ein Novum in der Vulkaneifel. Aus der Kreisverwaltung Daun erfolgte am Montag wohl zum ersten Mal eine Video-Pressekonferenz zum Pandemieplan „Corona-Virus“.

Damit wurde vorbildlich eine Ansammlung von Menschen verhindert, den Schutzmaßnahmen Rechnung getragen und eine Möglichkeit der unmittelbaren Bürgerinformation gefunden.
In Daun wird eine der der ersten Corona-Ambulanzen in Rheinland-Pfalz vermutlich ab Dienstagabend betriebsfertig sein. Ein interessanter Ort. Das ehemalige Steakhaus und Gasthaus „Zum Dorfbrunnen“ wurde in kürzester Zeit zu einer Behandlungsambulanz, speziell für Coronafälle, umgebaut.
„Wir werden zunächst acht Behandlungsboxen in Betrieb nehmen. Weitere sind möglich,“ so der Leiter des neuen Zentrums und Arzt Dr. Carsten Schnieder. Er wird die Corona-Ambulanz mit dem Personal des Hausärztlichen Versorgungszentrums betreiben. Schnieder: „Täglich werden wir bis zu 300 Patienten durchschleusen können. Wir machen nicht nur Abstriche bei den Coronaverdächtigen, sondern behandeln die Patienten auch. Nötigenfalls werden sie von hier aus direkt in die Krankenhausobhut übergeleitet“. Man beschafft noch ein spezielles Fahrzeug, um Hausbesuche bei den Menschen mit Coronaverdacht und Schwerbehinderten zu ermöglichen.
„Stand Montag haben wir 30 positiv getestet Coronafälle im Landkreis Vulkaneifel“, erläuterte der Leiter des Gesundheitsamtes Vulkaneifel, Dr. Volker Schneiders. „Der Höhepunkt der Erkrankungswelle ist noch nicht erreicht. Wir können davon ausgehen dass sich die Krankheitsfälle um ein Vielfaches erhöhen werden.“

Für den Bereich Gerolstein – Hillesheim und Obere Kyll sucht man zurzeit nach einem geeigneten Objekt für eine weitere Corona-Ambulanz.
Mit den Corona-Ambulanzen will man die Krankenhäuser vor einer Überlastung zu schützen. In Daun stehen 10 Intensivbetten, davon fünf mit Beatmungseinrichtung, zur Verfügung. Zur kurzzeitigen Beatmung können noch entsprechende Geräte aus den OPs eingesetzt werden. Derzeit werden nur noch unbedingt notwendige Operationen durchgeführt, um die Intensivbetten frei zu halten.
In Gerolstein ist vom zuständigen Krankenhausverbund eine Schwerpunktabteilung zur Beatmung von Patienten geplant. Bereits die Planungen für die Zukunft sahen Schwerpunktbildungen vor. So könnte das Krankenhaus Gerolstein eine große Hilfe in der Bekämpfung gegen den Corona-Virus werden.

Klaus Finken / boß

An der Videokonferenz nahmen teil: Landrat Heinz-Peter Thiel, Arzt Dr. Carsten Schnieder - Leiter der „Corana-Ambulanz Vulkaneifel“, Dr. Volker Schneiders - Leiter Gesundheitsamt Landkreis Vulkaneifel, Franz-Josef Jax – Geschäftsführer Krankenhaus Maria Hilf Daun, Dr. Föderer – Chefarzt der Orthopädie Krankenhaus Daun und Dr. Peter Heinz – Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Telefon-Nummer Corona-Ambulanz Daun 0151 7018 8139

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