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14.02.2020

Zülpicher nach "Kidnapping" im Wald bei Eupen in Belgien ausgesetzt

Eupen/Zülpich (red/boß) Offenbar nicht zurückgezahlte Geldforderungen brachten drei Männer im Alter von 27 bis 56 Jahren sowie eine 34-jährige Frau auf die Idee, eine rechtswidrige Methode

zur Beschaffung des ausstehenden Betrags zu wählen.
Nach Ermittlungen der Polizei traf sich die 34-Jährige aus Zülpich mit dem Zülpicher Opfer am Montagabend, 03.02.2020, um 19.48 Uhr an einer Bushaltestelle in Füssenich. In Begleitung des 24-Jährigen war ein Zeuge. Dieser Zeuge berichtete im Nachgang, dass ein Fahrzeug am Treffpunkt erschienen sei und Insassen den 24-Jährigen mit Gewalt ins Fahrzeug zerrten.
Der Halter des Fahrzeugs konnte ermittelt werden. Dabei handelte es sich um einen 55-Jährigen aus Zülpich. Er wurde vorläufig festgenommen.
Bei der Durchsuchung des genutzten Pkw wurden persönliche Gegenstände des vermeintlichen Opfers aufgefunden.
Nach weiteren langwierigen Ermittlungen konnte das Opfer am Folgetag angetroffen und zur Sache angehört werden. Der Zülpciher gab an, in der Nacht zu Dienstag durch die ihm bekannten Tatverdächtigen ins ostbelgische Eupen gebracht worden zu sein. Hier habe man ihn in einem Waldstück aus dem Auto geworfen. Er sei zu Fuß zur nächsten Dienststelle der belgischen Polizei gegangen. Dort habe er lediglich angegeben, mittelelos zu sein. Die dortigen Polizisten brachten ihn bis zur Deutschen Grenze. Von hier aus sorgte er selbst für eine Rückkehr nach Zülpich.

Vernehmungen führten zur Festnahme von drei Männern und der Frau. Bei Durchsuchungen der jeweiligen Wohnungen konnten in einer Wohnung eines 55-jährigen Zülpichers diverse Schlagwerkzeuge sichergestellt werden.
Gegen einen 27-jährigen Mittäter aus Bad Münstereifel wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen. Die anderen Mittäter wurden nach ihren Vernehmungen entlassen.
Gegen die Beteiligten wurde Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung erstattet.

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