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13.02.2020

Deutsch-ungarische Zigarettenschmugglerbande mit Bezug nach NRW zerschlagen

Elsdorf/Frankfurt (red/boß) Zollfahndern aus Frankfurt am Main ist ein erfolgreicher Schlag gegen die europaweit agierende Zigarettenmafia gelungen. Im Verlauf der seit Januar 2019 laufenden Ermittlungen

gegen insgesamt 18 Beschuldigte aus Deutschland, Ungarn, Kirgisistan und der Ukraine wurden unter anderem zwei Millionen unversteuerte Zigaretten in Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) sowie in Calais (Frankreich) Bargeld in Höhe von etwa 130.000 Euro, mehrere Lang- und Kurzwaffen sowie 21 kg Legal High im Wert von 84.000 Euro sichergestellt.
Zwei Personen im Alter von 43 aus Ungarn und 49 Jahren aus Pocking wurden mit Haftbefehl festgenommen. Die Ermittler gehen von einem gesamten Tatumfang von rund 22 Mio. unversteuerten Zigaretten aus. Der Steuerschaden beläuft sich dabei auf 3,4 Mio. Euro.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, unversteuerte Zigaretten aus der Ukraine über Ungarn nach Deutschland und von hier aus weiter nach Großbritannien geschmuggelt zu haben. Zum Umladen der Zigaretten wurden Lagerhallen in Hattersheim und Dieburg (Hessen), Ortenburg (Landkreis Passau) und Elsdorf (Rhein-Erft-Kreis) genutzt. Beim finalen Zugriff im nordrhein-westfälischen Elsdorf konnten acht Personen vorläufig festgenommen, sowie neben Bargeld und Waffen auch 1 Mio. unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden. Bereits im März 2019 hatte der französische Zoll im Hafen von Calais knapp eine Million unversteuerte Zigaretten beschlagnahmt.

"Die Gewinne aus den illegalen Zigarettengeschäften wurden teilweise in Immobilien in Deutschland und Ungarn investiert. Im Rahmen der Vermögensabschöpfung wird es unser Ziel sein, diese Gewinne für die Staatskasse zu sichern", so Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamts Frankfurt.

Quelle Zoll

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