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15.03.2020

Moselweine von A - Z - Mineralische Weine zur modernen Küche - mit Fotogalerie

Hätten Sie's gewusst? Die fruchtigen Weißweine aus den steilen Weinbergen an der Mosel sind hervorragende Begleiter zu Fischgerichten und asiatischer Küche. Mineralische, feinfruchtige Weißweine

mit relativ niedrigem Alkoholgehalt sind das Kennzeichen des Weinanbaugebietes Mosel. Weine, die besonders gut zu einem modernen Lebensstil und zur leichten Küche mit internationalen Einflüssen passen. Den filigranen Charakter erhalten die Weine von der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer durch die besonderen geologischen, topographischen und klimatischen Bedingungen in den Flusstälern.
Mosel, Saar und Ruwer winden sich in engen Schleifen durch eine Kulturlandschaft, in der schon Kelten und Römer vor 2000 Jahren Wein anbauten. Die Region ist das fünftgrößte deutsche Weinbaugebiet mit rund 8.700 Hektar Rebfläche. Fast die Hälfte der Reben wächst an steilen Hängen aus Schiefergestein. Die nach Süden oder Südwesten ausgerichteten Steillagen und Terrassen bieten den Reben ein hervorragendes Mikroklima.
Der Riesling ist die wichtigste Rebsorte und wird auf etwa 5.300 Hektar Weinbergsfläche angebaut. Auf dem mineralreichen Schieferboden der Steilhänge findet der Riesling ideale Wachstumsbedingungen. Die Wurzeln der Reben dringen metertief in den Boden ein, um sich mit Wasser und Mineralien zu versorgen. Der spät reifende Riesling hat in den Lagen an Mosel, Saar und Ruwer genug Zeit, eine große Aromenvielfalt und Feinheit zu entwickeln. Dank der Böden aus 400 Millionen Jahre altem, verwitterten Tonschiefer und einer langen Reifephase sind die Weine von einer charakteristischen Mineralität geprägt.

Die harmonisch-trockenen Steillagen-Rieslingweine mit feinen Aromen von Kräutern und Früchten wie Apfel, Birne und Pfirsich sind ideale Essensbegleiter zur leichten Küche mit Fisch, Geflügel und Salaten. Halbtrockene und dezent süße Mosel-Rieslinge passen hervorragend zu würzigen Speisen und intensiven Saucen, während edelsüße Auslesen mit ihren exotischen Fruchtaromen aromatischen Käse und Süßspeisen begleiten. Vor allem nach einigen Jahren Flaschenreife harmonieren süße Mosel-Rieslinge bestens zu kräftigen Gerichten, zum Beispiel zu Gänseleber oder zu Wild. Zu Winzersekt veredelt, sind Riesling, Elbling und Burgundersorten von der Mosel hervorragende Aperitifs, können aber auch ein ganzes Menü begleiten.

Riesling ist nicht die einzige Spezialität der Moselaner: Eine Besonderheit der Mosel ist die alte Rebsorte Elbling, die auf Muschelkalkböden an der oberen Mosel im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg wächst. Elblingweine sind frische, trockene und unkomplizierte Tropfen, die sehr gut zu Fischgerichten und Meeresfrüchten passen.
Der Rivaner (Müller-Thurgau), zweitwichtigste Rebsorte im Anbaugebiet, ist ein fruchtig-trockener Wein, der vor allem zur leichten Küche passt und gerne als Sommerwein genossen wird. Weißer und Grauer Burgunder sowie Chardonnay und Auxerrois haben sich in den vergangenen Jahren ebenfalls ihren festen Platz im Anbaugebiet erobert. Die Rotweintradition früherer Jahrhunderte haben die Moselwinzer in der vergangenen drei Jahrzehnten neu belebt und bieten bemerkenswerte Rotweine, Rosé und Blanc de noir an Schiefer- und Kalkböden an.

Die trockenen Rieslingweine von der Mosel werden von Kennern hochgeschätzt. In den Bestenlisten zahlreicher Weinführer und Magazine stellt das Gebiet an Mosel, Saar und Ruwer seit Jahren die größte Zahl der besten Weingüter Deutschlands. Im Ausland sind die Weine der Region ebenfalls angesagt. Rund 20 bis 30 Prozent der jährlichen Produktion werden in andere Länder verkauft. Wichtigste Exportländer sind die USA, Norwegen, Kanada, China, Niederlande, Großbritannien und die skandinavischen Länder. Steillagen-Rieslinge von der Mosel finden sich auf den Weinkarten der besten Restaurants von London, Amsterdam, New York oder Las Vegas. Aber auch in Italien, Spanien und Frankreich werden diese Weine von der Spitzengastronomie als vielseitige Essensbegleiter eingesetzt.

Die meisten Weinerzeuger der Mosel bieten auch Schaum- und Perlweine an. Vor allem Riesling und Elbling sowie Burgundersorten, werden an Mosel, Saar und Ruwer zu Winzersekt und Crémant hervorragender Qualität veredelt, die mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis überzeugen. In nationalen und internationalen Tests liegen Winzersekte von der Mosel immer wieder ganz vorne. Und auch im Berliner Schloss Bellevue des Bundespräsidenten oder im schwedischen Königspalast wird Riesling-Winzersekt von der Mosel genossen.

Zwanglos und authentisch lassen sich Wein und Winzersekt bei den Tagen der offenen Weinkeller im Frühjahr sowie großen Verkostungsevents wie „Mythos Mosel“ vom 5. bis 7. Juni kennenlernen. Dann präsentieren an der Mittelmosel rund 120 Spitzenweingüter aus dem gesamten Anbaugebiet an 30 Stationen ihre Weine.

Die kostenlose Broschüre „Zu Gast beim Winzer“ sowie weitere Informationen über das Weinanbaugebiet Mosel gibt es beim Moselwein e.V., Gartenfeldstraße 12a, 54295 Trier, Telefon 0651/710 280, Fax 0651/454 43, info@weinland-mosel.de, www.weinland-mosel.de 

          
Winzerin im Steilhang     Schwere Arbeit              Schwindelfrei auf dem Monorack    
Mehring                         Piesport                        Erden

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