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05.12.2019

Leserservice: Stress- und Schlafdiagnostik am StressZentrum Trier

Brauchen Sie abends 20 Minuten oder länger um einzuschlafen? Liegen Sie nachts häufig wach? Können Sie schwer oder gar nicht wieder einschlafen? Sind Sie tagsüber unkonzentriert, müde, erschöpft oder gereizt?

Das StressZentrum Trier bietet eine sogenannte Polysomnographie an, das heißt, ein auf modernste mobile Messgeräte gestütztes Verfahren, das - während man zu Hause im eigenen Bett schläft - die entscheidenden Funktionen des Körpers aufzeichnet. Die Messergebnisse ermöglichen eine fundierte Diagnose als Grundlage einer Erfolg versprechenden Therapie.

Viele Menschen leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen und kennen die quälenden Wachphasen und Schlaflosigkeit in der Nacht gefolgt von chronischer Erschöpfung am Tage. Häufig sind diese Schlafstörungen verbunden mit Stress im beruflichen oder privaten Bereich und ein „Teufelskreis“ entwickelt sich. Schlafstörungen bedeuten Stress für die Seele, vor allem auch für den Körper, da ihm die wichtige Regeneration im Schlaf fehlt. Aus eigener Kraft und ohne kompetente psychobiologische und ärztliche Hilfe hier herauszukommen kann oft schwer, wenn nicht gar unmöglich sein.

Die Schlafdiagnostik beginnt mit einem zweiwöchigen Schlaftagebuch, um einen ersten Eindruck der Schlafqualität zu erhalten. Danach kommt ein anerkanntes kleines Schlafdiagnosegerät zum Einsatz, das eine aussagekräftige Analyse ermöglicht. Hierfür wird der Patient abends am StressZentrum Trier mit Brustgurt und Elektroden am Kopf „verkabelt“ und fährt dann damit in das gewohnte Umfeld nach Hause. Am nächsten Morgen legt er das komplette Gerät ab und bringt es zur Auswertung zurück ins StressZentrum Trier. Der ausführlich erläuterte Befund wird ihm in der Regel zwei Tage später zugeleitet und enthält Informationen beispielsweise zum Anteil der REM-, Tief- und Leichtschlaf Phasen, wie häufig er aufwacht, wie viel er sich bewegt, zu seinem Blutdruck, zu eventuellen Atemaussetzern oder ob er schnarcht.

Weiter liefern das Stresshormon Cortisol und das Schlafhormon Melatonin wichtige Informationen zum Wechselspiel zwischen Stress und Schlaf sowie einem möglicherweise gestörten zirkadianen Rhythmus dieser im Speichel einfach messbaren Hormone. Am Morgen mobilisiert Cortisol die Energiereserven des Körpers und sinkt im Tagesverlauf ab. Die Produktion von Melatonin ist tagsüber gering und wird im Gegenzug erst am Abend bei sinkender Lichtintensität vom Körper hochgefahren um ihn auf die Nacht vorzubereiten – man wird müde. Ein funktionierendes Zusammenspiel dieser Parameter ist entscheidend, um gute Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf zu schaffen.

Abgeleitet aus den Befundergebnissen können verschiedene Ansätze und Methoden individuell eingesetzt werden, um zu einer Verbesserung des Schlafes zu führen. Ist eine körperliche Erkrankung als Ursache ausgeschlossen, ermöglichen die im psychologischen Coaching-Prozess eingesetzten Methoden, u. a. Lichttherapie, verschiedene individuell ausgewählte, anerkannte Entspannungsverfahren und Übungen, dass der Teilnehmer die Signale seines Körpers besser wahrnimmt und versteht und durch eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise zum Wohlbefinden zurückfindet.

Dr. Juliane Hellhammer

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