zurück 
01.12.2019

Dauner Handballer bleiben nach klarem Sie gegen HSG Hunsrück weiter Tabellenführer

Daun (red/boß) „Eine solch volle Halle habe ich hier in Daun als Trainer noch nie erlebt. 400 Zuschauer bildeten den Rahmen für das Spitzenspiel, bei dem die Fans aus beiden Lagern fair und lautstark ihre Teams unterstützten.

Eine für das Spitzenspiel würdige Kulisse,“ fand Dauns Trainer Markus Willems. Seine Mannschaft gewinnt das Spitzenspiel gegen die HSG Hunsrück mit 39:33 (19:17), verteidigt damit die Tabellenführung und bringt den Gästen ihre dritte Niederlage in fremder Halle bei!
„Wir sind mit der richtigen Mischung aus Angespanntheit und Lockerheit in die Begegnung gegangen, das scheint den Gästen zu fehlen“, fand Willems.
In einer torreichen Begegnung gelang den Hunsrückern nur beim 1:1 und 2:2 in den Anfangsminuten der Ausgleich, ansonsten ließ Daun keine Zweifel daran, wer am Ende des Spiels die Halle als Sieger verlassen sollte. Die Eifelaner setzten sich bis zum 10:6 in der 13. Minute ab, die Gäste nahmen ihre erste Auszeit, nach der die Anschlusstreffer zum 11:9 in der 15. Minute gelangen. Doch dann schien das Team von Trainer Markus Willems auf dem besten Weg, das Spiel früh zu entscheiden. Mit vier Treffern in Folge zogen die Dauner auf 15:9 in der 21. Minute davon und waren bis 19:13 in der 26. Minute drauf und dran, mit einer klaren Pausenführung in die Kabine gehen zu können. Doch die Gäste schöpften nach vier Treffern in Folge bis zur Pause zum 19:17 wieder Hoffnung. 
„Dabei profitierten wir sicher auch von der Verletzung des stärksten Angreifers in der Halle, Dauns Bassi Praeder, der fünf Minuten vor dem Wechsel verletzungsbedingt ausfiel. So hatten wir eine gute Phase, kämpften uns wieder auf zwei Tore zur Pause heran. In der Pause hatten wir dann die Hoffnung, das Spiel nach dem Wechsel drehen zu können“, sagte Gästetrainer Jochen Tatsch.
„Von Beginn an merkte man beiden Teams an, dass sie taktisch gut aufeinander eingestellt waren. In den Anfangsminuten traf bei uns Kai Lißmann gut aus dem Rückraum. Beide Mannschaften spielten ein hohes Tempo und wir waren gut auf die 5:1 Deckung der Hunsrücker vorbereitet, aber auch etwas überrascht, dass sie noch offensiver deckten. Als Bassi sich verletzte und auch Pascal Olivier im Gästetor drei wichtige Bälle abwehrte, schmolz unser Vorsprung“, erklärte Willems.

Spannend dann die Anfangsminuten der zweiten Hälfte, in denen das Team des Trainergespanns Jochen Tatsch und Timo Stoffel auf 20:19 in der 34. Minute verkürzte, der Ausgleichstreffer wollte den Gästen aber nicht gelingen. Daun konnte Praeder nach dem Wechsel wieder aufbieten, wurde aber gleich von den Gästen kurz gedeckt. Dennoch setzte sich Daun wieder über 27:22 in der 41. Minute deutlicher ab.
„In dieser Phase war es auch die Erfahrung von Pat Brümmer, der gute Aktionen hatte und wenig Fehler machte, sowie Rechtsaußen Matthis Otto, der die Freiräume nutzte“, lobte Willems.
Erneut nahmen die Hunsrücker die Auszeit, doch Daun war auf dem Weg zum Heimsieg nicht mehr aufzuhalten, setzte sich entscheidend über 31:24 in der 48. Minute ab und brachte den letztlich ungefährdeten 39:33 Erfolg über die Ziellinie.
„Routinier Carsten Lindner hielt einige wichtige Bälle und letztlich war es auch unsere Lockerheit, die für den Sieg mitverantwortlich war. Wir haben gut gespielt, mussten aber nach der zweiten Zeitstrafe gegen Kai Lißmann Mitte der zweiten Halbzeit die Abwehr umstellen, in der ich Lißmann nicht mehr einsetzen wollte. Eine souveräne Leistung meiner Mannschaft und ich bin stolz auf das Team. Wir hatten keine Ausfälle, waren von allen Positionen gefährlich. Ein geiles Ding! So sind wir nur schwer zu schlagen“, weiß Willems.
 
„Eine ernüchternde Vorstellung unserer Mannschaft und das fühlt sich auch einen Tag danach schlecht an. Mental haben wir das heute erneut nicht auf die Reihe gebracht. Das ist unser Manko und daran werden wir arbeiten. Scheinbar ist der Druck in Auswärtsspielen bei den Spielern zu hoch. Einige Spieler glauben, ein solches Spiel alleine entscheiden zu müssen, bei anderen scheinen die Beine wie gelähmt! Ohne Defensive und Torhüterleistung kann man ein solches Spiel nicht gewinnen. Mit der Angriffsleistung kann man zufrieden sein, waren auch gut auf den Gastgeber eingestellt. Doch der Kopf spielt einfach nicht mit, wir brauchen weiterhin Geduld. Den Einsatzwillen und Kampfgeist will ich meiner Mannschaft nicht absprechen. Auswärts haben wir mental unser Problem. Jannis Roschel zeigte eine gute Leistung auf Rechtsaußen, Aron Hofmann übernahm den Part von Pascal Olivier im Tor, der einen gebrauchten Tag erwischte. Kampfstark war Luca Schneider, der versuchte, die anderen mitzureißen, was ihm aber nicht gelang.  Viele Fans haben den Weg in die Eifel auf sich genommen und für die tut es mir leid!", gestand Tatsch.
 
TuS: Rode, Neis und Lindner - Tarn (4), J. Praeder (2), Otto (5), Willems (7/2), Brümmer (4/1), S. Praeder (4); Lißmann (9), Mayer (3), Illigen (1), Rahn

Presse TuS Daun - Michael Friedrich

(mehr siehe Rubrik Sport)

News druckenRSS-Feed