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11.07.2019

Basberg und Bettingen räumen auf Bundesebene bei „Unser Dorf hat Zukunft“ ab

Berlin/Basberg/Bettingen (red/boß) Schöner Erfolg für die Eifeldörfer Basberg (Landkreis Vulkaneifel) und Bettingen (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Als Sieger der Landeswettbewerbe von 2017 und 2018 waren sie zwei von vier Dörfern,

die Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft repräsentiert haben – und das mit großem Erfolg. Am Donnerstag gab die Jury die Ergebnisse bekannt. Bettingen darf sich über Silber und 10.000 Euro Preisgeld freuen. Basberg darf sich von nun an sogar Golddorf nennen und gewinnt 15.000 Euro Preisgeld. Beim Rundgang der 24-köpfigen Jury vor wenigen Wochen konnten die Bewohner mit ihren Konzepten und Ideen für die Zukunft ihres Dorfes offensichtlich auf ganzer Linie überzeugen.
 
Basberg, mit 93 Einwohnern der kleinste Ort in der Vulkaneifel, konnte vor allem mit dem Neubau eines barrierefreien Begegnungs- und Generationenhauses punkten. Mehr als 2.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden investierten die Basberger hierfür. Überhaupt wird das Miteinander und die Nachbarschaftshilfe in Basberg groß geschrieben. Das gilt auch für die jüngsten Bewohner, die „Basberger Halunken“. Sie haben in der Vergangenheit beispielsweise Nistkästen oder Insektenhotels gebaut.


Jurybesuch in Bettingen
 
Bettingen hat die Jury insbesondere mit der Neugestaltung des Dorfplatzes als zentralen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft überzeugt. Dass die Gemeinschaft hier eine besonders große Rolle spielt, zeigt sich auch an den Vereinen des Ortes: 1.250 Mitgliedschaften bei 1.098 Bewohnern ist eine gleichermaßen beeindruckende wie einzigartige Bilanz. Auch das Energiekonzept Bettingens sticht aus dem Teilnehmerfeld des Bundeswettbewerbs hervor. Wasserkraft, Photovoltaik, Hackschnitzel- und Biogasanlagen sowie viele private Wärmepumpen und Pelletsanlagen sorgen dafür, dass Bettingen zu 100 Prozent mit regenerativen Energien versorgt wird. Damit nimmt Bettingen auch eine Vorreiterrolle für das gesamte Bundesgebiet ein. 
Die Bundessieger werden am 24. Januar 2020 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin ausgezeichnet und dürfen sich auf einen Empfang beim Bundespräsidenten im März 2020 freuen.
Der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder: „Die Auszeichnung ist der verdiente Lohn für die Arbeit und Mühe der Bewohner, die sie in den vergangenen Jahren in die Entwicklung ihrer Orte gesteckt haben. Besonders danken möchte ich auch den beiden Ortsbürgermeistern Franz-Josef Diederichs und Jürgen Holbach.“

Der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Gordon Schnieder: „Herzlichen Glückwunsch unseren vier Sieger-Dörfern – mit mutigen Ideen und zukunftsfähigen Konzepten konnten Basberg, Rumbach, Bettingen und Oberhausen an der Nahe die Jury überzeugen.
Als Flächenland ist Rheinland-Pfalz für seine breite Vielfalt von herzlichen Menschen und malerisch schönen Ortschaften bekannt. Unsere Stärke sind unsere Dörfer und die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger. So vielfältig unsere Gemeinden sind, so unterschiedlich sind auch die Überlegungen vor Ort, um Dörfer für die nächsten Jahre gut aufzustellen.
Für viele Menschen sind ihre Heimat- und Wohnorte ein Lebensgefühl, sie fühlen sich mit dem Ort verbunden, arbeiten ehrenamtlich, um ihr Dorf moderner und innovativer zu gestalten – auf dieses Engagement können wir wirklich stolz sein.“
 
Hintergrund:
Mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerschaftliches Engagement, welches zum Ziel hat, das Leben im Dorf attraktiver zu gestalten. Am Wettbewerb können Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnern teilnehmen. Insgesamt nahmen 2019 1.873 Dörfer auf Kreis-, Regional- und Landesebene teil. Beim Bundeswettbewerb 2019 nahmen 30 Landessieger aus 13 Bundesländern teil. Seit 1961 liegt die Schirmherrschaft beim Bundespräsidenten.

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