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11.07.2019

Mehr Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2019 - Ergocast schlägt am meisten zu Buche

Trier/Luxemburg (red/boß) Wie jedes Jahr analysiert Creditreform Trier zur Jahresmitte das Insolvenzgeschehen bei Firmen und Privatpersonen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden in der Region Trier 66 Unternehmensinsolvenzen gezählt.

Dies entspricht einer Steigerung von 15,79 %. Hauptgrund ist eine  Steigerung von 144 % im  Amtsgerichtsbezirk Bitburg. Die anderen Bezirke alleine gerechnet ergibt einen Rückgang von 8,33 %.

Spitzenreiter mit einer Steigerung von 150 % ist die Baubranche. Die Zahl der Insolvenzen steigt dort auf 10, gegenüber 4 im Vorjahr. Auch in der  Dienstleistungsbranche sind mit 48 Insolvenzen (44 Vorjahr) 9,9 % mehr Pleiten zu verzeichnen. Dem entgegen sind die Insolvenzen im Bereich Handel von 9 im Vorjahr auf 8 im 1. Halbjahr 2019 leicht zurückgegangen. 

Aufgegliedert nach Kreisen bedeutet dies, dass die Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2019 im Kreis Bitburg-Prüm um 144,44 %, auf 22 Insolvenzen (2018  9; 2017  13) gestiegen sind. Ebenso ist eine Steigung bei der Stadt Trier um +35,71 % zu verzeichnen, hier mussten 19 Unternehmen den Weg in die Insolvenz gehen (Vorjahr 14). Dem gegenüber gab es einen Rückgang um 38,46 % im Kreis Bernkastel-Wittlich von insgesamt 8 Firmenpleiten (Vorjahr: 13) im ersten Halbjahr 2019. Auch im Kreis Vulkaneifel ist die Zahl der Unternehmenspleiten zurückgegangen von 8 im Vorjahr auf 5 im 1. Halbjahr 2019, dies entspricht einem Rückgang von 37,50 %. Im Kreis Trier-Saarburg sank die Zahl der Firmeninsolvenzen um 7,69 % von 12 Ins

Im ersten Halbjahr 2019 steigt das von den Insolvenzen betroffene Umsatzvolumen um 61,58 %. Auch die Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze stieg um 75 % von 360 auf 630 Beschäftigte. Grund sind vor allem die Unternehmensinsolvenzen der Firmen Ergocast Guss GmbH, Jünkerath (10,7 Mio. EUR, 208 Mitarbeiter) und SEOS Recycling GmbH, Bitburg (5,6 Mio. EUR, 36 Mitarbeiter) sowie die Firma Werner GmbH, Trier (10,23 Mio. EUR, 74 Mitarbeiter).

Die Privatinsolvenzen in der Region Trier gingen um 10,76 % zurück. So betrug in den ersten sechs Monaten diesen Jahres die Zahl der Privatinsolvenzen 199, gegenüber 223 Insolvenzen im ersten Halbjahr 2018.

Der Kreis Trier-Saarburg ist mit 65 Privatinsolvenzen oder 20,37 % (Vorjahr: 54) gestiegen. Demgegenüber verzeichnet der Kreis Bitburg-Prüm mit 21 Insolvenzen (Vorjahr: 38) einen Rückgang von 44,74 %. Im Kreis Bernkastel-Wittlich ist die Anzahl der Privatinsolvenzen um 17,78 % auf 37 Insolvenzen (Vorjahr: 45) zurückgegangen. Auch in der Stadt Trier ist im 1. Halbjahr 2019 die Zahl der Privatinsolvenzen um 12 % von 75 im Vorjahr auf 66 gesunken. Im Kreis Vulkaneifel gingen die Privatinsolvenzen ebenfalls leicht zurück. Hier wurden 10 Insolvenzen (Vorjahr: 11) gezählt, dies entspricht einem Rückgang von  9,09 %.

Luxemburg:
Die Zahl der Konkurse ist in Luxemburg im Zeitraum Januar bis Juni 2019 von 611 auf 628 gestiegen. Gegenüber der Vorjahreszahl ist es ein Zuwachs von 2,78 %.
Die Zahl, der in dieser Periode in Konkurs gegangenen Unternehmen mit einem Alter von über 5 Jahren, ist mit 78,82 % erneut im Vergleich zu 2018 (76,60 %) gestiegen.  Der Anteil der Konkurse von Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, liegt bei 21,18 % im Jahr 2019 und ist dagegen gegenüber 2018 (Anteil 23,40%) erneut gesunken.

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