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11.07.2019

Bilanz 2018: 650 neue Wohnungen im Eifelkreis gebaut

Bitburg-Prüm (red/boß) Im vergangenen Jahr wurden im Eifelkreis Bitburg-Prüm insgesamt 647 Wohnungen gebaut – darunter 335 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Hierbei investierten

Bauherren kreisweit 113 Millionen Euro, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Sie beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
IG BAU-Bezirksvorsitzender Marc Steilen sieht beim Neubau trotz des Anstiegs „deutlich Luft nach oben“. Entscheidend sei, was gebaut werde: „Die Wohnungen müssen zum Portemonnaie und zur Lohntüte der Menschen passen. Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen.“ Dazu sei es dringend erforderlich, die steuerliche Abschreibung (AfA) im Mietwohnungsbau dauerhaft von derzeit zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus brauche der soziale Wohnungsbau eine Förderung von mindestens sechs Milliarden Euro pro Jahr durch Bund und Länder – und das kontinuierlich für die nächsten Jahre. In diesem Jahr unterstütze der Bund den Bau von Sozialmietwohnungen mit lediglich 1,5 Milliarden Euro, ab 2020 werden die Mittel sogar auf eine Milliarde abgesenkt. Zudem fallen pro Jahr rund 80.000 Sozialwohnungen aus der befristeten Mietpreisbindung heraus – deutlich mehr als in den letzten Jahren neu gebaut wurden.
„Der Bau braucht eine Perspektive. Und die bekommt er durch eine dauerhaft wirksame und verlässliche Förderung. Nur dann werden in der gesamten Prozesskette – von der Baustoffherstellung bis zur Verarbeitung auf dem Bau – die dringend notwendigen Kapazitäten ausgebaut. Und das bedeutet zusätzliche Fachkräfte und sichere Arbeitsplätze, zusätzliche Produktionsstraßen und Baumaschinen“, sagt Bezirkschef Marc Steilen. Die Baubranche müsse die Gewissheit haben, dass alles, worin sie heute investiert, auch in fünf und zehn Jahren noch gebraucht werde.

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