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08.06.2019

Über 60 Milliionen zur Modernisierung von 17 Bahnhöfen im Rheinland - mit Leserbrief

Köln/Aachen/Euskirchen/Dahlem (red/boß)  Wichtiger Meilenstein zur Verbesserung der Bahnhöfe und Stationen im Rheinland: Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst unterzeichneten

die NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober und Heiko Sedlaczek sowie der Regionalbereichsleiter West der DB Station&Service AG, Stephan Boleslawsky, gestern im Kölner Hauptbahnhof die Finanzierungsvereinbarung für die dritte  Modernisierungsoffensive. Im Rahmen der „MOF 3“ werden in den kommenden Jahren 17 Bahnhöfe im Gebiet des Nahverkehr Rheinland (NVR) ausgebaut. Insgesamt investieren NVR und Deutsche Bahn zusammen rund 64 Millionen Euro für die Modernisierung und Verbesserung der Stationen. Die Bandbreite reicht dabei von großstädtischen Vorortbahnhöfen bis hin zu Stationen im ländlichen Raum.
Die Modernisierungsoffensive geht in die dritte Runde. Insgesamt wurden NRW-weit 35 Bahnhöfe ermittelt, die bis 2023 im Rahmen der MOF 3 modernisiert werden sollen. 17 davon befinden sich im Gebiet des Nahverkehr Rheinland. Die für die Modernisierung ausgewählten Stationen haben einen hohen Erneuerungsbedarf. Sie erhalten unter anderem neue Bahnsteige für den höhengleichen Einstieg in die Fahrzeuge, barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen sowie eine neue Beschilderung und Beleuchtung.
Gebaut werden soll in Aachen West, Bonn-Mehlem, Köln-Longerich, Köln-Nippes, Leverkusen-Schlebusch, Rösrath, Euskirchen-Großbüllesheim, Euskirchen-Stotzheim, Euskirchen-Kreuzweingarten,  Mechernich-Satzvey, Dahlem-Schmidtheim, Kall, Kall-Urft, Kall-Scheven, Bad Honnef, Königswinter und Königswinter-Niederdollendorf.

Leserbrief von Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen aus Berlin zum Thema "Die Mobilisierung der Eifel auf der Schiene"
"In seiner letzten Rede vor dem Deutschen Bundestag zur Verkehrspolitik kritisierte am 23. März 2018 der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU) das Mainzer Verkehrsministerium hart, weil Minister Volker Wissing (FDP) in zwei Jahren insgesamt 74 Millionen Euro an nicht verwendeten Verkehrs-Investitionsmittel an den Bund zurückzahlen musste. Also genau das Ministerium, welches seit Jahren behauptet für die Reaktivierung und Betrieb der Eifel-Quer-Bahn keine Mittel zu haben, gibt lieber bereits an Rheinland-Pfalz ausgezahlte 74 Millionen an Berlin zurück, anstatt sie zum Ausbau der Eisenbahn und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Eifel zu investieren. 74 Millionen Euro sind ausreichend, um die gesamte Eifel-Quer-Bahn einer Luxussanierung zu unterziehen, den Betrieb auf 10 Jahre zu garantieren, und immer noch stünden dann über 10 Millionen Euro zur nicht minder wichtigen Reaktivierung und Betrieb der West-Eifel-Bahn zur Verfügung.
Milch, Mineralwasser, Bier, landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die wichtigsten Wirtschaftsgüter der Eifel und klassisches Transportgut der Bahn. Wer Natur verkauft, sollte ihre Quelle nicht zerstören.
Somit geht es dem Verkehrsminister mitnichten um eine Ausgewogenheit der Verkehre, den Klimaschutz, usw., sondern um reinen Auto- & LKW-Lobbyismus. Wenige haben Nutzen, ganz viele zahlen. Wie gut nun, dass weiterer Sachverstand vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen aus Köln der Rheinland-Pfälzischen Landes-, Lokal- und Alt-Herren-Politik klarmacht, dass die Lawinen von PKW und LKW aus der Provinz, die jeden Tag die Metropolen fluten, nicht weiter dort willkommen sind und nun das Problem an der Wurzel gelöst werden muss."

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