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22.05.2019

Leserservice: Albtraum Wohnungseinbruch - Wer das Vorgehen der Täter kennt, kann sich noch besser schützen

Mainz/Region (red/boß) In Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche rückläufig. Damit das so bleibt, sollte der Einbruchschutz nicht vernachlässigt werden. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

klärt über die gängigsten Vorgehensweisen der Täter auf. Denn wer die Arbeitsweisen kennt, kann es den Einbrechern besonders schwer machen.

Einbruchs-Methode 1: Aufhebeln
Das Aufhebeln ist die beliebteste Einbruchsmethode. Hierbei verwenden die Täter meist einen handelsüblichen Schraubendreher. Ungesicherte Fenster und Türen sind mit diesem Werkzeug in kurzer Zeit aufgehebelt - fast ohne Spuren zu hinterlassen.
Guter Einbruchschutz kann vorbeugen: Durch mechanische Sicherheitstechnik wie beispielsweise Pilzzapfen und geeignete Schließteile im Beschlag oder aufgesetzte Zusatzschlösser kann das Aufhebeln der Fenster verhindert werden.

Einbruchs-Methode 2: Fensterbohrer
Die Täter bohren hier ein Loch in den Fenster- oder Terrassentürrahmen, um anschließend durch diese Öffnung den Fenster- oder Türgriff in die "Öffnen-Stellung" zu bringen.
Zum Schutz vor Einbrüchen durch Fensterbohrer empfiehlt die Polizei, dass Bewohner überprüfen, ob abschließbare Fenstergriffe vorhanden sind. Falls nicht, sollte gegebenenfalls nachgerüstet werden. Sind die Fenster abgeschlossen, sollte der Schlüssel unbedingt verdeckt und nicht in unmittelbarer Nähe der Fenster, Terrassen- oder Balkontüren abgelegt werden.

Einbruchs-Methode 3: Plastikklammern
Eine mittlerweile weit verbreitete Masche besteht darin, wenig auffallende Plastikklammern in die Haustür zu stecken. Ist diese Markierung nach wenigen Tagen immer noch vorhanden, ist dies ein untrügliches Zeichen für die Einbrecher, dass dieses Haus zurzeit nicht bewohnt ist.
Sollten Bewohner entsprechende Kennzeichnungen an ihrer eigenen Immobilie oder am Haus des Nachbarn feststellen, sollten sie unbedingt die nächstgelegene Polizeidienststelle benachrichtigen beziehungsweise die Plastikklammern entfernen.

Einbruchs-Methode 4: Soziale Netzwerke scannen
Wer in den sozialen Netzwerken seine Wertgegenstände zur Schau stellt oder vom bald anstehenden Urlaub berichtet, macht es den Einbrechern besonders leicht.
Deshalb sollte es vermieden werden, im Internet persönliche Informationen von sich preiszugeben. Ein Blick in die Privatsphäre-Einstellungen ist hier sinnvoll: Bilder sollten grundsätzlich nicht öffentlich geteilt werden, sondern am besten nur unter Freunden.

Die Polizei rät: "Denken Sie daran: Wenn Sie sich in einer Gefahrensituation befinden, von einer Straftat erfahren oder sonstige verdächtige Hinweise an die Polizei mitteilen wollen, rufen Sie im Zweifel die 110. Wir helfen Ihnen."

Noch mehr Verhaltens- und Sicherungstipps finden Sie unter: https://www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/kriminalpraevention/einbruchschutz/ und in der Broschüre "Sicher wohnen" unter: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/1-sicher-wohnen/

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