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04.12.2018

11 Milliarden Euro Interreg-Mittel für die Grenzregionen

Brüssel/Eupen/Region (red/boß) „Wichtiges Förderprogramm für Ostbelgien und die gesamte Grenzregion“ - Am Montag wurde der Bericht des ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont (CSP-EVP)

zu dem europäischen Förderprogramm Interreg im Ausschuss für Regionalpolitik des Europäischen Parlaments einstimmig angenommen. Damit wird die grenzüberschreitende Kooperation in Europa gefördert. Vom Ravel Rad- und Wanderweg, der grenzüberschreitenden Kriminalitätsbekämpfung, dem teleradiologischen Netz zwischen den Kliniken Sankt Vith und Prüm – all diese Projekte wurden in der Vergangenheit mithilfe des Interreg-Programms in Ostbelgien mitfinanziert. „Interreg trägt dazu bei, dass aus Grenzregionen Gemeinschaftsräume werden. Grenzhemmnisse – auch und vor allem in den Köpfen der Menschen – müssen Stück für Stück überwunden werden. Darum ist dieser Bericht auch symbolisch wichtig. Wir machen uns als Parlament dafür stark, dass die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg weiter gefördert wird. Grenzregionen dürfen keine Sackgassen sein, sondern müssen gelebtes Europa widerspiegeln. Interreg steht somit für das Gegenteil von Abschottung“, erklärte Arimont.
Bei den Verhandlungen konnte Arimont konkrete Erfolge erzielen. Denn das Parlament setzt eine deutliche Duftmarke. So sah die Kommission ein Gesamtvolumen von 8,4 Milliarden Euro für die anstehende Förderperiode 2021-2027 vor. Arimont konnte dieses Budget auf insgesamt 11,1 Milliarden Euro erhöhen. „Das ist wichtig, damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wie aktuell und ohne Kürzungen praktiziert werden kann. Es darf keine Kürzungen geben, denn die grenzüberschreitende Kooperation braucht nicht nur Ostbelgien, die ist für ganz Europa überlebenswichtig – vor allem in Zeiten, in denen man immer öfter vom Hochziehen der Binnengrenzen spricht“, macht Arimont deutlich.

Kennzahlen: Wichtige Mittel für die Grenzregion:
Für Ostbelgien und die gesamte Grenzregion ist das Interreg-Förderprogramm von großer Bedeutung. Als Partnerregion in der Euregio Maas-Rhein und der Großregion SaarLorLux ist die Deutschsprachige Gemeinschaft an gleich zwei verschiedenen Interreg-Programmen beteiligt. In den vergangenen Jahren sind dadurch rund 45 Millionen Euro nach Ostbelgien geflossen. In der aktuellen Periode (2014-2020) stellt das Interreg-Programm für die Euregio Maas-Rhein insgesamt rund 96 Millionen Euro und für die Großregion 140 Millionen Euro zur Verfügung. Mit zusätzlichen Mitteln der Programm- und Projektpartner wurden damit 420 Millionen Euro für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in diesen beiden Grenzräumen eingesetzt.

Presse CSP/Pascal Arimont

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