28.05.2018
Katastrophenalarm für Herrstein und Fischbach im Hunsrück nach schwerem Unwetter

Herrstein/Fischbach (red/boß) Am späten Sonntagnachmittag ging kurz nach 17 Uhr über weite Teile der Verbandsgemeinde Herrstein ein schweres Unwetter nieder. Aus zahlreichen Orten wurden überflutete Straßen
und vollgelaufene Keller gemeldet. In den Ortslagen Herrstein und Fischbach stellte sich die Lage besonders drastisch dar: Pkw wurden von den Wassermassen des über die Ufer getretenen Fischbachs mittgerissen, Bewohner konnten ihre Häuser aufgrund des immer weiter ansteigenden Wasserpegels nicht mehr verlassen. Aus Fischbach wurde gemeldet, dass zwei Häuser in der Hauptstraße zusammenzustürzen drohten. Die Bewohner würden aus den Fenstern um Hilfe rufen. Durch die Feuerwehr Herrstein wurde ein Großeinsatz eingeleitet und für die Ortslagen Herrstein und Rhaunen Katastrophenalarm ausgelöst. Auch wurden Einsatzkräfte von Feuerwehren der umliegenden Landkreise hinzugezogen Es liegen keine Informationen über verletzte Personen vor. In Herrstein und Fischbach sind mehrere Häuser einsturzgefährdet. Die komplett geräumten Gebäude werden derzeit von einem Statiker in Augenschein genommen. Geschätzt 30 Personenwagen sind durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen bzw. von den Wassermassen weggespült worden. Am Morgen will man sich per Hubschrauber einen Überblick über das Ausmaß des Schadens verschaffen. Die L 160 bleibt für den Abschnitt Einmündung K 66 bis zur Ortslage Fischbach weiter voll gesperrt. Insgesamt sind ca. 450 Feuerwehrleute, 100 Mitarbeiter des DRK sowie 40 des THW vor Ort im Einsatz.

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