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06.12.2017

Hintergründe des tödlichen Familienstreits in der Eifel noch ungeklärt

Trier/Kelburg (red/boß) Die Ermittlungen zu dem tödlichen Familienstreit, zu dem es in der Nacht zum 05.12.2017 in einem Ort in der Eifel kam, dauern an. Die Einzelheiten des Geschehensablaufs

sind noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet. Als gesichert kann bislang lediglich angesehen werden, dass es in der Nacht zum 05.12.2017 im Haus der betroffenen Familie zu einem Streit kam, in den der 57-jährige Ehemann, seine 54-jährige Ehefrau sowie die erwachsene Tochter der Familie verwickelt waren. Ursache für den Streit dürften nach vorläufiger Bewertung innerfamiliäre Meinungsverschiedenheiten gewesen sein.
Im Verlauf des Streits kam es nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen zu wechselseitigen Körperverletzungen, durch die alle Beteiligten zum Teil erhebliche Verletzungen davontrugen. Der Ehemann erlitt im Verlaufe der Auseinandersetzung mehrere stark blutende Wunden im Kopfbereich und stürzte eine Treppe herab. Nachdem die Tochter noch in der Nacht die Polizei und den Notarzt verständigt hatte, konnte dieser nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach dem vorläufigen Ergebnis der am Dienstag, dem 05.12.2017, durch das rechtsmedizinische Institut der Universität Mainz durchgeführten Obduktion ist davon auszugehen, dass der Mann infolge großen Blutverlusts verstarb.
Da nach vorläufiger Bewertung der bisherigen Ermittlungsergebnisse nicht auszuschließen ist, dass einzelne Tathandlungen in Notwehr bzw. Nothilfe vorgenommen worden sein könnten, ist davon abgesehen worden, die Ehefrau und ihre Tochter festzunehmen und Haftbefehl zu beantragen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft liegen die rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung von Untersuchungshaft derzeit nicht vor.
Die Einzelheiten des Hergangs des Geschehens sind jedoch noch nicht geklärt. Die Ermittlungen, insbesondere die kriminaltechnische Untersuchung der Tatortspuren durch die Kriminaldirektion Trier, dauern an.

Presse Staatsanwaltschaft Trier

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