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17.11.2019

input-aktuell-Forum - Leserbriefe

Die sogenannte "Stimme des Volkes" kann in vielen gesellschaftlichen Fragen eine wichtige Orientierung nicht nur für Politiker sein. Die regionale Internet-Tageszeitung input aktuell wird an dieser Stelle

Leserbriefe zu Gegenwartsthemen - losgelöst vom jeweiligen Artikel - kompakt und übersichtlich veröffentlichen. Die Meinung der Autoren spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.

Aus den Leserbriefen der Jahre 2018 und 2019

16.11.2019: Albert Kandels zur Verabschiedung von EZB-Präsident Draghi
"Ich frage mich immer wieder wie es sein kann, dass dieser Präsident der EZB bei seiner Verabschiedung über den grünen Klee gelobt wurde. Da ist z.B. die Aussage vom ehemaligen EZB
-Präsidenten "unter dem Strich geht es den Sparern, Arbeitnehmern Unternehmern, Rentnern und Steuerzahlern im gesamten Eurogebiet - auch in Deutschland - dank unserer Maßnahmen besser, und zwar jetzt und in Zukunft" oder "die Zinssätze, die wir festlegen, gelten für Banken, nicht für die Menschen. Die Behauptung, wir wollten Sparer enteignen, ist völlig falsch". Was hat er denn sonst getan, als mit seinem modernen Raubrittertum den Sparer enteignet?
Draghi  hat auf jeden Fall die Kompetenzen überschritten und wurde auch nicht gebremst, weil die überschuldeten Staaten in Europa hiervon am meisten profitiert haben. Das heißt, die "schwarze Null" in Deutschland wurde von den Sparern finanziert. Damit wird auch klar, dass außer einigen schwachen Gegenargumenten kein großer Widerstand gegen seine Politik erfolgte.
Das Schlimme ist, dass er mit dieser Politik von Null- und Negativzins nicht nur den Sparer betrogen, die Erträge der Banken, Lebensversicherungen u.a. nachhaltig geschädigt hat, sondern mit seinen unsäglichen monatlichen milliardenschweren Anleiheaufkäufen den Euro nicht rettet, sondern früher oder später an die Wand fährt. Dafür haftet seit 2012 nicht mehr die EZB mit ihrem lächerlichen Eigenkapital von etwa 11 Milliarden Euro. Nein, es haften wir Bürger der Eurozone und vor allem wir Deutsche als größter Anteilseigner der EZB. Somit besteht die von der Politik ausgeschlossene Haftungsunion.
Die Politik von Nullzinsen und schwachem Euro verhindert seit zehn Jahren, dass Unternehmen, die ineffizient und unproduktiv sind, vom Markt durch ihre Pleite und Abwicklung aussortiert werden. Diese Unternehmen fragen überdurchschnittlich viele Kredite nach. Sie sind aber eigentlich Zombies, deren Pleite bei einer Zinserhöhung oder einer konjunkturellen Störung nachgeholt wird. Von ihnen haben sich jetzt in ganz Europa Millionen angesammelt. Dank der niedrigen Zinsen haben Länder wie z.B. Italien und Griechenland kein Interesse zu sparen, sondern im Gegenteil milliardenschwere Schulden aufgehäuft."

02.11.2019: Leserbrief von Hans-Peter Meyer zur Zukunft des St. Josef-Krankenhauses Adenau und der kleinen Krankenhäuser allgemein
Quo vadis St. Josef-Krankenhaus Adenau? Was geschieht hier wirklich? Wenn man in der Verbandsgemeinde Adenau geboren wurde und 57 Jahre dort gelebt hat, den Bau und die Eröffnung des Sankt Josef-Krankenhauses im Jahre 1966 miterlebt hat, sich als Patient und auch als Besucher von der guten Qualität der Ärzte und des Pflegepersonals überzeugen konnte, dann erfüllt mich diese bedrückende Entwicklung inzwischen auch als Externer mit großer Besorgnis. Ein ähnliches Problem gibt es auch in meinem heutigen Wohnort Bad Ems und auch das kurzfristige Schicksal, die Schließung der Loreley-Kliniken in Oberwesel und Sankt Goar, deren Trägergesellschaft ebenfalls die Marienhaus Holding GmbH in Waldbreitbach ist.
Daher kann ich die Sorgen und Ängste der Bediensteten im Adenauer Krankenhaus und der örtlichen Bevölkerung als auch den Unmut des sehr aktiven Fördervereins vollkommen nachvollziehen. Das ist inzwischen traurigerweise ein generelles tiefgreifendes Problem im Krankenhauswesen - seit vielen Jahren bundesweit bekannt - und die Situation hat sich zunehmend verschlechtert...
Die Masse ist träge, der Einzelne bewegt sich erst dann, wenn er selbst betroffen ist und die Politik sülzt uns permanent ein."Privat vor Staat" ist aber absolut gescheitert, und dementsprechend wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen geschaffen. Es liegt inzwischen alles in den Händen von Gesundheitskonzernen und sogenannten Trägergesellschaften, die entscheiden, Hauptsache es rechnet sich und die schwarze Null steht, respektive die Gewinnmaximierung für das eigene Unternehmen ist gesichert und vor allem lohnend. Große Einheiten sollen geschaffen werden und kleine Krankenhäuser sollen weichen, ist offenbar auch eine Empfehlung der Landesregierung RLP, obwohl man sich dort nach außen immer zurückhält und auf die Zuständigkeit der Trägergesellschaften verweist, die wiederum die Rahmenbedingungen der Politik verantwortlich machen, also ein "Schwarzer Peter Spiel" das wie so oft das wahre Problem verdeckt. Ich verweise hierbei auf die Studie der Bertelsmann Stiftung vom 15.07.2019. Dort heißt es wörtlich: Eine bessere Versorgung ist nur mit halb so vielen Kliniken möglich.In Deutschland gibt es zu viele Krankenhäuser. Eine starke Verringerung der Klinikanzahl von aktuell knapp 1.400 auf deutlich unter 600 Häuser würde die Qualität der Versorgung für Patienten verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern. Das heißt im Klartext: Es wird vorgeschlagen, die Hälfte der Krankenhäuser in Deutschland zu schließen. Da ist die Richtung der meines Erachtens verhängnisvollen Entwicklung im bundesdeutschen Krankenhauswesen deutlich erkennbar. Diese Studie sollte jeder ernsthafte Kritiker lesen.
Was haben Demonstrationen und Proteste bisher gebracht? Letztendlich nichts,stattdessen haben die Trägergesellschaften nach eigenen nutzbringenden wirtschaftlichen Interessen zu Lasten von Personal und Patientenschaft entschieden.
Wenn die breite Öffentlichkeit sich dieser Problematik nicht annimmt und wirklich effektiven Druck macht, geschieht nichts. Im Gegenteil, das Gesundheitssytem (siehe den bundesweiten katastrophalen Pflegenotstand) wird auf diese Weise langfristig an die Wand gefahren. Die dringend notwendige Daseinssfürsorge des Staates (insbesondere auch im ländlichen Bereich) ist weitgehend verloren gegangen. Mit dem friedlichen Widerstandskämpfer Stephane Hessel kann ich nur unmissverständlich sagen: Empört Euch! Das ist auch der Titel seines Buches. Und nicht nur einige wenige (örtliche Politiker und Mandatsträger) müssen aktiv werden, es muss ein massiver Druck aus der gesamten Bevölkerung spürbar sein. Anders wird sich nichts zum Positiven ändern.
Ich vermute aber, die der Landesregierung nicht ganz unbekannten Pläne für die (weniger gute Zukunft) des St. Josef-Krankenhauses Adenau liegen schon in der Schublade des Sanierungsmanagements des Krankenhausträgers, der Marienhaus Holding GmbH in Waldbreitbach und werden - wie es nahezu immer praktiziert wird - früher oder später der Öffentlichkeit als unumkehrbar präsentiert. Vorher wird es - wie zumeist üblich - ähnlich einer Volksverdummung noch einige beschwichtigende Aussagen und Ablenkungsmanöver von der Trägergesellschaft und auch aus dem politischen Bereich von der Landesregierung RLP aus Mainz geben.
Ich wünschte, ich hätte Unrecht.

Siehe auch Leserbrief H.P. Meyer vom 16.02.2019 unten in dieser Rubrik

16.10.2019: Offener Brief von Tim Steen aus Gerolstein an die Mitglieder des dortigen Verbandsgemeinderates:
"Sehr geehrte Mitglieder des Gerolsteiner Verbandsgemeinderates. Sie werden demnächst über die zukünftige Organisation des Tourismus in der Verbandsgemeinde entscheiden. Ich möchte hiermit anregen, dies zukünftig unter dem Namen "Gerolsteiner Eifel" und nicht wie in der ehemaligen Gerolsteiner Verbandsgemeinde unter dem Namen "Gerolsteiner Land"  zu tun.
Begründung: Wollen Sie im "Loßburger Ferienland" Urlaub machen? Sagt Ihnen wahrscheinlich nichts. Wo liegt das? Ähnlich ist es mit Gerolstein. Wir kennen es wohl alle: Wenn wir unterwegs erzählen, dass wir aus oder aus der Nähe von Gerolstein kommen, ist die Reaktion oft: Ja da kommt doch der Sprudel her und wo liegt das? Wo die Eifel liegt, wissen jedoch viel mehr Leute.
Der Markenname "Gerolsteiner Land" ist für die touristische Vermarktung weniger geeignet. "Land" besagt nur, dass es sich um eine ländliche Gegend handelt. Dies beinhaltet aber auch der Begriff "Eifel" und darüber hinaus viel mehr: Wald, Natur, Vulkane, Tatort Eifel ... Zugegeben "Gerolsteiner Eifel" klingt für uns noch ungewohnt. Aber nur für uns hier vor Ort und ich bin sicher, wir werden uns schnell daran gewöhnen. Jeder von uns ist Eifler und kann sich damit identifizieren. Wichtig ist das Ziel: Touristen für unseren Teil der Eifel zu interessieren.
"Gerolsteiner" und "Eifel" sind eingeführte und weithin beworbene Marken mit hohen Sympathiewerten. Wir haben hier die Chance beide Marken zu einer neuen attraktiven Urlaubsmarke zu kombinieren.
Übrigens das "Loßburger Ferienland" liegt im Schwarzwald. Vielleicht doch für einen Urlaub interessant?"

11.10.2019: Leserbrief von Klaus Finken aus Birgel zu den steigenden Lebenshaltungskosten im ländlichen Raum:
Wird das Leben in unserer Region bald unbezahlbar? Die Kosten für Müll, Strom und Wasser steigen um über 25 %. Mit dem neuen Konzept der Müllgebühren werden die Kosten für die Bürger des Landkreises Vulkaneifel ab 2020 erheblich teurer und das bei einem schlechteren Service und einem sozial- und ökonomisch unverträglichen System. Die Gebühren innerhalb der ART sind je nach Kreis unterschiedlich hoch.
Im LK Vulkaneifel zahlt man zukünftig für den 120 Ltr.-Behälter bei max. 13 Leerungen jährlich 148,80 €. Dagegen im Kreis Bitburg / Prüm nur 107,02 € bei max. 13 Leerungen. Das ist ein Unterschied von 39 %.
Nach gravierender ist der Preisunterschied beim 240 Ltr. Behälter: Kreis Vulkaneifel 245,13 € - Kreis Bitburg / Prüm 133,72 €. Preisunterschied 83 %.
Warum stimmen unsere Politiker derartigen Preiserhöhungen und Preisunterschieden zu?  Was ist mit den Biotonnen, die jetzt eingesammelt und geschreddert werden? Die Biotüten dürfen nur im Biocontainer entsorgt werden. Die Entsorgung auf den Grüngutsammelplätzen ist verboten. Wer will hier den Bürger abzocken oder hinter das Licht führen?
In der ehemaligen Oberen Kyll steigen demnächst die Wassergebühren um ca. 25 %. Die Notwendigkeit wird mit den viel zu hohen Nitratwerten der Brunnen in Birgel begründet. Das Problem ist seit Jahren bekannt. Aber man hat nur geredet und nichts an der Ursache getan. Die Ursache ist allen klar. Es liegt an der überhöhten Gülleausbringung. Das Argument, dass wir jetzt das Wasser fördern, das vor 30 Jahren verseucht wurde, lässt einen erschrecken. Wie sehen die Wasserwerte denn in 30 Jahren aus?
Dass man seitens der Verwaltung nichts an dem seit vielen Jahren bekannten Nitratproblem getan hat, könnte man als Unterlassung deuten. Jetzt muss eine Wasserleitung von der Hillesheimer Wasserversorgung zu den Versorgungsleitungen der ehemaligen VG Obere Kyll gebaut werden. Dieses Angebot bestand schon vor vielen Jahren seitens der Werke aus Hillesheim. Dieses Angebot wurde nicht geprüft und auch nicht angenommen.
Die Bevölkerung zahlt hier wiederum für Versäumnisse der Verwaltung. Jahrelang wird nichts gemacht und jetzt kostet es immense Summen.
Auch die Stromkosten sind um ca. 25 % gestiegen. Warum? Preissenkungen werden von den Versorgungsunternehmen nicht weitergegeben. Den Bau der Windkrafträder zahlt der Verbraucher mit den derzeitigen Strompreisen. Wer verdient daran? Der Bürger auf jeden Fall nicht!
Mit der Co²-Bepreisung wird das Benzin nach Aussage bestimmter Politiker in absehbarer Zeit um 40 bis 50 Ct. steigen. Da wird die Bevölkerung im ländlichen Raum wieder bestraft, denn ohne Auto kann man auf dem Land nicht auskommen. Ärzte, Apotheken, Geschäfte usw. sind im ländlichen Raum nicht erreichbar.
Erst dann, wenn man sich nicht mehr leisten kann in Urlaub zu fahren oder sich kein Handy mehr leisten kann, die hohen Kosten merklich an den Geldbeutel der Bevölkerung gehen und der Lebensstandard fällt, wird man reagieren. Hoffentlich ist dann nicht zu spät. Ganz zu schweigen von den vielen weißen Flecken beim Mobilfunk- und Internetnetz. Will nicht wissen, wie viele Familien und Firmen aufgrund dessen nicht in die Eifel kamen bzw. weggezogen sind.  
Aber vielleicht wird man bei den nächsten Wahlen die bevölkerungsfremde Politik unserer Politiker würdigen.

08.10.2019: Marie-Luise Niewodniczanska (Kreistagsmitglied) aus Bitburg zum Untreuefall bei der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm
1,5 Millionen Euro wurden über 13 Jahre von einem Sachbearbeiter der Abteilung  Jugendamt, Fachbereich "Tagesmutter",  gestohlen bzw. geschickt unterschlagen. Er hat diese riesige Summen über die lange Zeit von 13 Jahren auf das Konto seiner Stieftochter überwiesen und  über lange 13 Jahre hat niemand dies bemerkt?. Seltsam.
Wer ist hierfür  verantwortlich? Dies ist ein Beweis dafür, wie in der Kreisverwaltung - wenn es sich  um große Geldsummen handelt - kontrolliert wird. In der Öffentlichkeit ist dieser riesige, jahrelange Betrug kaum bekannt. Die Presse schweigt und die Konsequenzen? Auch im Kreistag wird wenig berichtet, wieso über diesen langen Zeitraum niemandem dieser Betrug aufgefallen ist.
Dieser schwerwiegende Betrug darf nicht unter den Teppich gekehrt und rasch vergessen werden. Hier vergeht allen das Lachen. Traurig, schrecklich, unfaßbar. Man kann sich nur wundern und schämen.

Vermerk: input aktuell hat ausführlich über den Vorfall und die anschließende Gerichtsverhandlung berichtet und den Fall für weitere Medien aufgearbeitet.

19.09.2019: Antwort von Hubert Tautges aus Winterspelt auf die ablehnende Haltung von Land und Bund zum Ausbau der A60
"Wer findet den Fehler? Eine Zählstelle des LBM soll das Verkehrsaufkommen auf der A60 zwischen Belgien und Prüm erfassen – nur steht die an der falschen Stelle. So beruft sich Stefan Krause vom Bundesverkehrsministerium in seinen Ausführungen auf die Zahlen dieser falsch platzierten Zählstelle an der Grenze zu Belgien. Er meint, derzeit bestehe „keine Veranlassung und auch keine Möglichkeit zur Aufnahme von Planungen zum vierstreifigen Ausbau zwischen Steinebrück und Prüm.“ Die Strecke sei zu wenig befahren, ein Ausbau aufgrund eines „unzureichenden Nutzen-Kosten-Verhältnisses“ nicht wirtschaftlich. 8000 Autos werden täglich an der Zählstelle an der Grenze erfasst. Mehr als 20 000 Autos an Tag würden aber gemäß der Rahmenbedingungen erst einen Ausbau rechtfertigen. Ähnlich argumentiert der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP). Ein so „starker Verkehrsanstieg“ sei nicht zu erwarten.
Würde das LBM nun aber diese Zählstelle da aufstellen, wo auch die Fahrzeuge registriert würden, die in Winterspelt-Hasselbach und Winterspelt-Weißenhof auf- und abfahren? – findet den Fehler."

13.09.2019: Leserbrief der SPD-KT-Fraktion Eifelkreis Bitburg-Prüm / MdL Nico Steinbach zum neuen Geschäftsbereich der Kreisverwaltung
"Der Kreistag hat am kommenden Montag zu beschließen, ob die Kreisverwaltung einen zusätzlichen neuen Geschäftsbereich unter Führung von Michael Billen bekommen soll. Der CDU-Politiker ist Landtagsabgeordneter und gleichzeitig 1. Beigeordneter des Eifelkreises. Bisher nahm er – so wie seine Vorgänger/innen - diese stellvertretende Funktion des Landrates ehrenamtlich, d. h. ohne feste monatliche Aufwandsentschädigung wahr. Ab dem 01.10.19 soll sich dies ändern und Michael Billen soll 1. Beigeordneter mit eigenem Geschäftsbereich werden. Ihm sollen die Aufgabenbereiche Jugendhilfe, Arbeitskreis Bauen, Ausschuss für Umweltschutz und Abfallwirtschaft, Vertretung im Zweckverband A.R.T. und Vorsitz der LEADER Aktionsgruppe Bitburg-Prüm zugeordnet werden. Für diese Aufgabe wird er dann eine Aufwandsentschädigung in Höhe von rund 1.900 - 2.800 EUR monatlich erhalten.

Dies beurteilt die SPD Fraktion im Kreistag kritisch, denn es dränge sich fast der Eindruck auf, dass dieser Schachzug zugunsten Billens weniger durch gemeinnützige als eigene politische Interessen gekennzeichnet sei. Sollten sich die Vermutungen bestätigen, dass Herr Billen 2021 nicht wieder für den Landtag in Mainz antreten möchte, richte man ihm somit sein politisches „Altenteil“ in der Kreisverwaltung ein. „Praktisch, dass für seine Zeit nach seinem Landtagsmandat ein bezahlter Job in der Kreisverwaltung auf ihn wartet“, so Fraktionssprecher Steinbach.
Ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt. Das „Gemauschel“, das mit der Festlegung der Beigeordneten ohne Berücksichtigung der SPD-Fraktion begonnen hat, geht also munter weiter. Steinbach dazu: „Wir können bis heute nicht verstehen, warum die FWG, aber insbesondere die Grünen bei den Koalitionsgesprächen alle diese Kröten geschluckt haben. Dem Angebot für einen eigenen ehrenamtlichen Beigeordneten konnte man wohl nicht widerstehen.“
Interessant sei auch die Tatsache, dass in früheren Jahren eine Einrichtung von ehrenamtlichen Geschäftsbereichen für Kreisbeigeordnete für die CDU undenkbar war, womöglich weil man dann selbst nicht berücksichtigt worden wäre? Jetzt, wo es um den eigenen Platzhirsch geht, sieht die Meinung der Christdemokraten entgegengesetzt aus. „Opportunismus nennt man eine solche Vorgehensweise wohl landläufig.“, kommentiert Steinbach.
Mindestens so schwerwiegend wie das „Gemauschel“ sei jedoch die Tatsache, dass dem neuen Geschäftsbereich gar kein komplettes Dezernat zugeordnet wird, wie z. B.  das komplette Amt 12 Jugend und Familie. Im Vorschlag des Landrates würde lediglich der Bereich des Jugendhilfeausschusses ausgewählt. „Wenn schon Geschäftsbereiche, dann auch komplette Verantwortung!“ Dies sei so auch in der einschlägigen Kommentierung der Gemeinde- und Landkreisordnung angedacht, so Steinbach.
„Wir können nicht erkennen, was sich an dem Aufgabenbereich von Herrn Billen seit der letzten Legislatur geändert haben soll und wieso nun plötzlich ein Geschäftsbereich mit einer festgelegten Aufwandsentschädigung geschaffen werden muss. Der Extranutzen für unsere Bürgerinnen und Bürger aus dieser neu geschaffenen Position ist uns schleierhaft.“, sagt Steinbach als Fraktionssprecher der SPD. „Herr Billen soll wie alle anderen Funktionsträger auch für seine Tätigkeiten entschädigt werden, das ist keine Frage. Hier richtet man sich jedoch willkürlich eine Stelle ein.“
„Neben der Aufwandsentschädigung für Billen, fallen weitere Kosten an: Er muss ein Büro erhalten, eventuell eine/n zuarbeitende/n Mitarbeiter/in? All dies ist zu den Kosten hinzuzurechnen. Uns ist es wichtig, die Belastung der Kommunen und die Personalkosten im Kreis im Griff zu behalten, damit die Kreisumlage nicht ins Uferlose steigt. Wir fragen uns, wie Michael Billen seine Arbeitszeit gestalten und wie oft er vor Ort sein wird. Hierzu sind leider in dem Antrag des Landrates keine Informationen zu finden. Eine genaue Stellenbeschreibung fehlt ebenfalls.“, gibt Steinbach zu bedenken.

11.09.2019: Leserbrief von Hubert Tautges aus Winterspelt zur A60 Winterspelt-Prüm / B51 Blankenheim-Prüm / B51 Bitburg-Trier
Schlimme Unfälle in den letzten Tagen und Wochen, teilweise gar mit Todesfolge, veranlassen mich erneut, auf die katastrophalen Zustände der Straßen in unserer Region hinzuweisen und wieder den Finger in die Wunde zu legen. Ein Flickenteppich an halbfertigen Teilstücken, die aber sehr stark befahren sind, durchqueren die Eifel. Ein Irrsinn ist auch, dass bei Reparaturmaßnahmen oder Unfällen auf der A 60 zwischen Winterspelt und Prüm und der B 51 zwischen Olzheim und A 60, der Verkehr über die Dörfer umgeleitet wird und sich dann, besonders durch den starken Schwerlastverkehr, die Verkehrsteilnehmer wochenlang im Schneckentempo über die oft sehr maroden und engen Landstraßen bewegen müssen. (Aktuell wieder ein LKW Unfall auf der Umleitungsstrecke Pronsfeld-Habscheid.)
Die hohen Geschwindigkeiten, die allzu oft auf den “langen Geraden“ der A60 und B51, insbesondere Bitburg-Trier, gefahren werden, haben bei Unfällen im Begegnungsverkehr besonders schlimme Folgen, da ja die schützenden Mittelleitplanken fehlen. Fatal ist auch, dass viele Fahrer, die von der Autobahn aus Belgien oder der A 60 aus Richtung Bitburg kommen, oft im Kopf nicht "umschalten", dass man plötzlich auf einer “Eifeler Landstraße“ im Schneckentempo fahren soll.
Die Ersthelfer von DRK, Feuerwehr und Polizei müssen immer wieder die Toten und Schwerverletzten
bergen und brauchen lange, um das Erlebte zu verarbeiten. Alle Menschen, die bisher dort bei Verkehrsunfällen gestorben sind, könnten noch leben. Schwerverletzte, die lebenslang unter den Folgen leiden müssen, könnten noch als gesunde Menschen am täglichen Leben teilnehmen, hätte man die A 60 komplett als Autobahn fertiggestellt - das gleiche gilt für die B51 von Stadtkyll - Olzheim - Prüm zur A 60 und die B51 zwischen Bitburg und Trier.
Für mich sind auch die von uns gewählten Politiker in Berlin und Mainz aufgerufen, sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Eifelstraßen einzusetzen, die dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, und hier besonders dem Schwerlastverkehr, gerecht werden. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich 20 Jahre hinter den erforderlichen Straßen-Baumaßnahmen zurück. Würden A 60 und B 51 als Autobahn oder autobahnähnlich ausgebaut, könnte im Bedarfsfall der Verkehr auf diesen Trassen umgeleitet werden und die Folgekosten von Umleitungen für die Reparatur der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden eingespart.
Die Lösung und Forderung: Vierspuriger Ausbau der A60 Winterspelt – Prüm, zumal mit der Eröffnung des Hochmoselüberganges der Verkehr nochmals zunehmen wird. Weiterführung der A1 und bedarfsgerechter Ausbau der B 51.

10.09.2019: Leserbrief von Klaus Finken aus Birgel zum Thema Müllentsorgung im Landkreis Vulkaneifel
"Die neuen Müllgebühren und das geänderte Entsorgungsverfahren stoßen bei der Bevölkerung auf große Kritik und Ablehnung. Nicht dass man nur sehr spät und zögerlich mit der allgemeinen Information an die Bevölkerung herantrat, nein, mit Einzelheiten hält man jetzt noch hinter dem Berg.
Der größte Stein des Anstoßes ist wohl die Abschaffung der Biotonne. Was man sich dabei gedacht hat, lässt sich kaum mit vernünftigem Menschenverstand begründen.
Man führt Papiertüten für den Biomüll ein, was weder sozial noch ökologisch sinnvoll ist. Die vorhanden braunen Tonnen werden eingesammelt. Was geschieht damit? Werden diese vernichtet? Wenn das Papiertütensystem ja so sinnvoll ist, wird wohl keine andere Kommune diese noch gebraucht kaufen. Mit viel Energie hergestellte und seit Jahren benutzte Behälter werden entsorgt. Die vorhandenen Tonnen hätten noch viele Jahre ihren Dienst verrichtet.
Nein, man produziert jetzt Papiertüten mit viel Energie. Papierherstellung ist ein hoher Energieverbraucher. Wenn die Biotüten feuchtigkeitsrestent sein sollen, muss das Papier chemisch behandelt werden und darf normalerweise noch nicht einmal ins Altpapier. Viel weniger noch sind sie dann kompostierbar. Die Verteilung läuft auch nicht von selbst. Der Nachschub muss ständig gewährleistet sein.
Für die Sammelstellen müssen Container oder Behälter produziert und bereitgestellt werden.
Dazu fährt jeder Haushalt 2- bis 3-mal pro Woche zum Sammelcontainer, um die Biotüten zu entsorgen. Wieviel Energie wird hierzu aufgewendet? Aber wir müssen ja nicht auf Schadstoffemissionen achten. Wir in der Eifel nicht. Was machen ältere Leute ohne eigenes Auto, die dann ggf. noch etwas abseits wohnen?
Die Tüten müssen die Verbraucher bis zur Ablieferung an den Sammelstellen im Haus lagern. Erstens kann man nicht wegen jeder Tüte alle zwei Tage zur Sammelstelle fahren und zum Zweiten locken die Papiertüten Ungeziefer an und bei Regen weichen diese auch auf. Für Mäuse, Ratten, Marder und Füchse sind Papiertüten kein Hindernis. Vom Madenbefall im Sommer ganz zu schweigen.
Man wird davon ausgehen müssen, dass auf Grund der Lagerung und des Transportes erheblich mehr Biomüll in der grauen Tonne landen wird. Hat man damit etwas gewonnen?
Bisher konnten Hausbesitzer mit kleinem Garten kleinere Menge Grüngutschnitt oder Fallobst in der braunen Tonne entsorgen. Jetzt werden Tüten in Massen benutzt oder ein Autocorso zur Grüngutsammelstelle ist zu erwarten. An den Mülleimern an Rastplätzen der Landstraßen wird sich für viele die Möglichkeit der schnellen und einfachen Entsorgung bieten.
Wie wird es bei den Sammelcontainern aussehen? Wenn es dort so ist wie bei vielen Glascontainern, dann stehen viele Tüten daneben.
Gutes ist auf alle Fälle nicht zu erwarten. Es bleibt nur zu hoffen, dass unsere Kommunalpolitiker ihre Wähler zu Thema fragen. Vor vielen Jahren hat bereits ein Politiker gesagt: „Will man gute und nachhaltige Politik betreiben, muss man dem Volk aufs Maul schauen!“. Vielleicht lässt sich ja nochmal über die Entscheidungen reden.

29.08.2019: Statement von Forstministerin Ulrike Höfken zur aktuellen Debatte über die Klimaschäden im Wald:
„Die enormen Schäden in den Wäldern machen deutlich, dass wir dringend und konsequent gegen die Erderwärmung angehen müssen. Wir brauchen wirksamen Klimaschutz und eine echte Energiewende. Hier erwarte ich von Bundesministerin Julia Klöckner, dass sie sich innerhalb ihrer Partei und im Bundeskabinett klar für Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien einsetzt. Dazu zählt auch, dass sie in ihren Zuständigkeitsbereichen Ernährung und Landwirtschaft Klimaschutz umsetzt.
Denn den Wald schützen wir nur, indem wir die Treibhausgasemissionen reduzieren und unsere Klimaziele einhalten. Um den Wald zu erhalten, brauchen wir darüber hinaus eine massive Unterstützung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Der Walderhalt und vor allem die Entwicklung anpassungsfähiger Waldökosysteme sind dabei wichtiger als eine reine Rohstoffsicherung.
Wenn die CDU von einer „nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft“ und Frau Klöckner von einer „aktiven Waldbewirtschaftung“ spricht, bin ich mir nicht sicher, ob es ihr wirklich um den Wald geht. Daher will ich ganz deutlich sagen: Wir brauchen deutschlandweit eine naturnahe Waldbewirtschaftung, die die Kräfte des Ökosystems Wald stärkt und sie gezielt da unterstützt, wo die Dynamik gestört ist. Das ist durch die Trockenheit, durch Schädlinge und Stürme derzeit ganz eindeutig der Fall.
Wir in Rheinland-Pfalz arbeiten in unseren Wäldern schon lange und erfolgreich mit der natürlichen Verjüngung. Pflanzungen erfolgen sehr gezielt und nur punktuell. Einfach nur mehrere Millionen Bäume zu pflanzen, das kann nicht die Lösung sein – zumal bei diesen Klimabedingungen frisch gepflanzte Bäume gerade wieder vertrocknen oder von Wild verbissen werden.
Während Frau Klöckner es „aktiver Holzwirtschaft“ nennt, reden wir von der Wahrung des ökologischen Gleichgewichts und einer naturnahen Waldbewirtschaftung. Der Wald ist ein Ökosystem und enorm wichtiger Ort der Biodiversität. Hier brauchen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sowie die Forstleute die Unterstützung vom Bund. Nur ein intakter, klimaresilienter Wald kann mit den Klimaveränderungen auf lange Sicht umgehen. Und nur dann kann er die gesellschaftlichen Funktionen erfüllen, die für diese und alle kommenden Generationen so wichtig sind. Daher fordern wir für diese Zwecke und zur Unterstützung des Waldes eine Milliarde aus einem Waldklimafonds genauso wie eine Aufstockung der Mittel der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz.“

15.08.2019: Leserbrief von Walburga Rinken aus Plütscheid zum Thema "Prümer Hahnplatz"
"Diese grauen Steinwüsten sind wahrhaftig keine Wohlfühlorte für Menschen und Tiere und absolut nicht bienen- und insektenfreundlich. Der Petersplatz in Bitburg ist ja schon grauenhaft, aber im Vergleich zu dem riesengroßen Hahnplatz in Prüms Mitte doch noch sehr gemütlich. Dabei hat Prüm doch so viele schöne und gemütliche Plätze zu bieten, aber der Hahnplatz gleicht einem kalten grauen riesigen Steinplatz mit wenig Flair und Atmosphäre. Diese wunderbaren Pflastersteine scheint man ja in Deutschland und Europa gar nicht zu bekommen, sondern die wurden - natürlich ohne Kinderarbeit und sehr umweltgerecht - in Vietnam hergestellt und dann preiswert von Asien nach Prüm geschippert. Das nennt man klimafreundlicher regionaler Einkauf. Dazu kommen dann diese herrlichen Schotterflächen mit den kleinen schwarzen Steinchen, welche man mit Sandalen und Pumps lieber nicht begehen möchte. Kundenfreundliche und pflegeleichte Terrassennutzung der Gastronomie stelle ich mir allerdings anders vor. Aber als Krone dieser ach so attraktiven Sitzgelegenheiten kann man dann ringsumher die dunklen tristen Beetbepflanzungen genießen und in tiefe Depressionen fallen.
Auf Barrierefreiheit und behindertengerechtes Leben wurde bei dieser Planung wohl auch keinen gesteigerten Wert gelegt, der ganze Platz wird beherrscht von grauem Pflaster, massenweise grauen Stufen, schwarzen Schotterstellen und nicht zu vergessen von Pollern. Ja, es stehen überall Poller rum, soweit das Auge reicht, kleine, große, dicke, dünne, selbst die Lampen sehen aus wie hohe Poller, eine wirklich gelungene Unfallgefahrenquelle für Parkplatzbenutzer.
Das schöne Wasserspiel und die paar braunblättrigen Bäumchen vor der Basilika versuchen dann auch vergebens etwas Farbe und Attraktivität in diese ganze Steinwüste zu bringen.
Wir rufen nach mehr Klimaschutz und Artenschutz und Bienen -und Insektenschutz und so weiter und so weiter und geben dann viel Geld für solche kalten Steinplätze aus, sehr schade."

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14.08.2019: Leserbrief von Thomas Schuster aus Pronsfeld  zum Leserbrief von Horst Becker aus Arzfeld zum Klimawandel vom 22.07.2019
"Dieser Leserbrief des Herrn Becker aus Arzfeld hat mir die Augen geöffnet. Ich sehe jetzt klar. Vielen Dank für die Aufklärung, dass Windräder „bei fehlendem Wind sich nicht drehen“ und dass „Solardächer daran leiden, dass nachts die Sonne nicht scheint“. Und herzlichen Dank auch für die zahlreichen Spekulationen über die wahnsinnige „Teuerungslawine“, die uns bald verarmen lassen wird. Aus ist es dann mit Wochenendflügen nach Paris in traumhaften Flugzeugen mit kaum merklichem Kerosinverbrauch, wundervollen Kreuzfahrten auf riesigen schwimmenden Hotels mit umweltfreundlichem Schwerölverbrauch, dem Kauf von sicheren KFZ-Panzern mit Spritverbräuchen um die 4l/100km und der wärmenden Ölheizung mit effektivstem Wirkungsgrad von 35-80%.
Und auf den „von der Schülerbewegung `Fridays for Future` ausgelösten Klimawandel-Hype“ lassen wir uns erst recht nicht ein. Wen interessieren schon die Zukunftsängste dieser jungen Menschen? Wir müssen an uns und unsere kostengünstige Bequemlichkeit denken. Den aus erneuerbaren Energien erzeugten Strom werden wir ab sofort nie mehr ans Ausland verschenken.
Ich werde also sofort mein Solardach, das mit seinen 22 Solarmodulen bei 3,9 kWp seit 11 Jahren jährlich konstant nur 3500 kW Strom erzeugt hat, entfernen lassen. Auch unsere drei Elektroautos müssen schnell weg, da diese nur unnötig Strom verbrauchen. Einen Antrag auf Errichtung einer Benzin- und Dieseltanksäule werde ich direkt morgen beantragen.
Ich überlege auch unsere Gasbrennwerttherme mit mickrigem Wirkungsgrad von gerade mal 94% gegen eine Ölheizung zu tauschen. Man muss doch Zeichen setzen! „Überbordende Sozialausgaben“ dürfen wir als Christenmenschen unmöglich zulassen. „Eine gewaltige Steigerung beinahe aller Lebenshaltungskosten“ muss wegen der „Veränderung des Lebensstils“ und der dann drohenden Unterernährung unbedingt verhindert werden. „Ein schlechtes Gewissen“ lassen wir uns doch nicht „machen“. Wo kämen wir denn da hin? Nach uns die Sintflut!"

13.08.2019: Leserbrief von Gunther Heerwagen aus Birgel zur Radtour Kasselburg - Birgeler Mühle"
Zitat: "Bevor Sie nach Birgel kommen, passieren Sie einen Feldstreifen mit den schönsten Wiesenblumen ..." wird da geschrieben. Tatsächlich findet man einen angesäten Blühstreifen vor, mit Phacelia (Amerika), Ringelblumen (Mittelmeerraum), Dill (Vorderasien), Borretsch (Süd- und Osteuropa), mauretanischer Malve (Nordafrika), Kamille (Süd- und Osteuropa ) Kornblume (Kulturfolger aus dem Mittelmeerraum) usw. Es handelt sich vorwiegend um Pflanzen, die unter bewusster oder unbewusster, direkter oder indirekter Mithilfe des Menschen hier angesiedelt wurden. (Neophyten)
Wiesenblumen wären z. B. Arnika, Löwenzahn, Flockenblume, Johanniskraut, Klatschmohn, Natternkopf, Salbei, Schlüsselblume, Spitzwegerich und Veilchen oder "Unkräuter" wie Gänseblümchen, Günsel, Hahnenfuß, Klatschmohn oder Spitzwegerich, Mädesüß.
Schön anzuschauen ist der angesäte Blühstreifen in Birgel ohne Zweifel, aber was auf einer Öd- oder Wiesenfläche von selbst "anfliegt" und sich ausbreitet, ist für die Natur bedeutend wertvolleres Blühgut. Hier sollte sich der Landwirt nicht auf geschäftstüchtige Blühstreifensamenanbieter verlassen. Vorteilhaft wären besonders (überall !) breitere ungemähte Feld- und Straßenraine, die man aber aufgrund eines Pflege- und Sauberkeitswahnes kaum je antreffen kann. So fordern die meisten Bürgermeister jährlich auf, die Raine zu mähen, "damit unser Dorf ordentlich aussieht".

22.07.2019: Leserbrief von Horst Becker aus Arzfeld zum Klimawandel
Geht es nach dem Willen der dahinsiechenden Koalition aus CDU/CSU und SPD und allen Parteien der sogenannten links-grünen Mitte, die sich durch den von der Schülerbewegung „Fridays for Future“ ausgelösten Klimawandel-Hype treiben lassen oder getrieben werden, wird wohl im September im Bundestag eine neue Steuer beschlossen werden. Eine gewaltige, bis dato nie gekannte Teuerungslawine wird dann die deutschen Steuerzahler überrollen und die fiskalischen Belastungen aller Gesellschaftsschichten absurd erhöhen. Dabei geht es nicht nur um die Verteuerung von Heizöl, Benzin, Kohle und Gas, nicht nur um die Ticketpreise für Flugreisen und Kreuzfahrtschiffe, sondern um eine gewaltige Steigerung beinahe aller Lebenshaltungskosten. Denn wer an den Preisen für die Energie Veränderungen vornimmt, der darf sich nicht wundern, wenn alle Dinge des täglichen Bedarfs, die mit Energie hergestellt oder transportiert werden, teurer werden. Um dies nun etwas zu verschleiern, um die Bevölkerung zu beruhigen, spricht man von „CO2-Bepreisung“ statt von einer „CO2-Steuer“ und will das Ganze natürlich „sozialverträglich“ gestalten. Irgendwie - es ist noch nicht deutlich wie das geschehen soll – will man den Bürgerinnen und Bürgern, die weniger CO2 ausstoßen, finanzielle Kompensationen zukommen lassen. Man darf vermutlich davon ausgehen, dass hier ein weiteres Bürokratiemonster entstehen wird. Mit dieser neuen Steuer lassen sich aber hervorragend ungeahnte Einnahmequellen erschließen, die zur Finanzierung der überbordenden Sozialausgaben in unserem Land dringend notwendig geworden sind. Und das alles wird ohne nennenswerten Widerstand der Bevölkerung geschehen, weil man es geschickt verstanden hat, dem Wahlvolk ein schlechtes Gewissen zu machen. Man hat nämlich den Eindruck erweckt, als ob das Weltklima durch die Veränderung des Lebensstils der Deutschen maßgeblich zu beinflussen ist. Dabei wird geflissentlich ignoriert, dass der Anteil Deutschlands an den weltweiten CO2-Emissionen verschwindend gering ist und es angesichts der Tatsache, dass viele europäische Nachbarländer, aber insbesondere ungleich größere Wirtschaftsnationen wie die USA, China, Indien und Russland sich um den deutschen Klimahype einen „Dreck“ scheren und ihre Emissionen weiter steigern. Stattdessen geht der deutsche politische Michel unbeirrt voran und ruiniert seinen Wirtschaftsstandort. Er finanziert unverdrossen weiter eine völlig überteuerte und verlogene Energiewende mit den höchsten Strompreisen in Europa, steigt aus Kernenergie, Kohle und Braunkohle aus, verschandelt die Landschaft mit unzähligen Windrädern, die bei fehlendem Wind sich nicht drehen, fördert Solardächer, die daran leiden, dass nachts die Sonne nicht scheint und bringt die Bauern dazu, zunehmend Biomasse zur Energiegewinnung bereitzustellen, anstatt Lebensmittel herzustellen. Aber, wenn dann der Strom knapp wird, kauft man ihn teuer bei den Nachbarn ein, die ihn halt leider nicht so sauber herstellen. Eine solche Klimapolitik ist völlig unsinnig.

20.07.2019: Leserbrief von Michael Steffens zum Thema Hahnplatz in Prüm:
Der Hahnplatz und das Rondell/Kreisel sind ja nun mittlerweile fertig, und ich erlaube mir als einer in tiefster Seele mit seiner Heimatstadt immer noch sehr verbundener Prümer einen Kommentar dazu: Selten habe ich so eine Stein-, Beton- und Teerlandschaft gesehen. Die Kirschbäume am unteren Hahnplatz verdecken zurzeit komplett aus Sichtweise der Webcam den Blick auf den wunderbaren Eingang zur alten Abtei. Ob die ganze Anlage barrierefrei ist, wage ich zu bezweifeln. Aber zumindest ist der Ansturm der Motorrad- und Fahrradfahrer vor der Gastronomie beim Hotel Goldener Stern bei schönem Wetter schon beeindruckend.

20.07.2019: Offener Brief von Jürgen K. Rieff, Lahnstein, zum neu gestalteten Prümer Hahnplatz:
Als ich mich kürzlich zu einem Stammtisch in meiner alten Heimatstadt Prüm einfand, war ich sehr gespannt. Denn weil stets eine Reihe „Auswärtiger“ (bin auch einer) teilnimmt, möchten diese auch wissen, was sich in der Stadt so verändert hat.
Es war angekündigt, dass wir uns in diesem Rahmen auch den Hahnplatz zusammen anschauen sollten. Mich hielt es nicht lang am Tisch, draußen vor dem Kölner Hof, denn ich wollte nicht warten bis es dunkel wurde; zu groß war die Neugier. Das wollte ich unbedingt im Hellen sehen.
Langsam und vorsichtig ertastete ich das Gelände, Schritt für Schritt. Aus allen Blickwinkeln versuchte ich, zu verstehen, zu verinnerlichen, was ich hier vorfand, um nicht voreilig zu bewerten oder zu beurteilen. Aber spätestens, als ich vor der Basilika stand und meinen Blick nach oben der aufsteigenden Fläche entlang wandte, war es mit meiner Geduld zu Ende. Ein monströses Bauwerk, dunkel, fast „feindlich“, in seiner gestalterischen Anlage natürliche Gegebenheiten missachtend und zerschneidend, protzig - als wollte es sagen: „Geht weg, ich bin jetzt da“.
Abstoßend, statt einladend. Brachial, statt anschmiegsam. Kalt, statt klar. Mir klopfte das Herz bei dem Gedanken...was sage ich gleich den anderen, wenn sie mich fragen, wie ich´s denn finde?... Aus der Koblenzer Ecke bin ich es gewohnt, das auch solche Dinge realisiert werden; aber da hat man genügend Ausweichmöglichkeiten.
Aber in Prüm, mitten drin, für jeden fast ständig sichtbar? Sehr, sehr langsam ging ich die Stufen wieder hoch. Für alle Arten von „Rolli-Fahrern“ schien es mir zunächst ein Suchspiel zu sein. „ Wie komme ich da runter und wieder rauf? An welcher Stelle kann und an welcher darf man die Straße überqueren?“ - denn da macht man hier ja scheinbar einen Unterschied. Vielleicht wird man ja noch Schilder aufstellen, denen zu entnehmen sein wird, wie das Ganze zu nutzen ist, dachte ich, war aber wenig beruhigt.
Ein paar „Alibi-Sitzbänke“ als Deko, ein einziges, aus Einzelelementen bestehendes Geländer. Durchaus interessant als Kunstobjekt, aber praktisch nicht zu gebrauchen für die, die sich beim Begehen der Treppe runter und rauf stützen müssen. Und im Winter bleibst du mit den Händen am eiskalten Metall kleben, wenn du keine Handschuhe anhast.
So viel Pflaster! Im ebenen Bereich geht das gerade noch. Aber wie soll das für nicht ganz trittsichere Menschen funktionieren, wenn´s glatt wird? Und dass ist zur kalten Jahreszeit in der Eifel wohl keine Seltenheit.
Die „Wasserspiele“ sind hübsch. Die Kinder werden ihre Freude `dran haben, wenn´s warm ist, und die Eltern können sich auf den „reichlich“ vorhandenen Stufen - solange ihre Sprösslinge dort toben - den Hintern platt sitzen.
Nein, liebe Prümer, dieses gestalterische Kleinod konnte mich nicht besänftigen! Auch die zweireihige Baum-Allee nicht, auch wenn sie sicher noch wachsen und üppiger werden wird.
Der „Gemüsegarten“ oberhalb der Straße ist der Stadt nicht würdig. Waldstadt Prüm? Und dann lasst Ihr Euch so etwas aufschwatzen? Als hättet Ihr keine Ahnung von Natur und deren Gestaltung. Ja, aber für die Gastronomen wurde auch etwas getan. Die Stadt „spendierte“ neue Sitzbereiche für draußen. Leider aber mit schwarz-sandigem Untergrund, um das optische Gesamt-Konzept nicht zu stören – über den Begriff wird noch zu reden sein -. Die Gäste tragen nun den ganzen Dreck in die „Bude“, den Boden einschwärzend und verkratzend. Toll!
Das Material? „Meijusebetter“ würde der Häckhuscheider sagen. Natürlich ist sparen wichtig, aber die großen Basaltblöcke sind zum „Fremdschämen“. „Ihr müsstet als Eifelaner, als Prümer, teils ehemalige Handwerker doch wissen, wie so etwas normalerweise auszusehen hat“, möchte man den Verursachern zurufen.
Das Verlegen? Zu traurig, da will ich gar nicht ´drauf eingehen. Und auf einmal, lieber Prümer, fühlte ich mich ganz schlecht. Meine Jugend habe ich mit vielen von Euch in dem von uns geliebten Städtchen verbracht. Und nun sehe ich mich selbst als Nestbeschmutzer. Wo war ich eigentlich, als die Entscheidung für dieses Jahrhundert-Bauwerk reifte. Ich war nicht da, ich habe Euch allein gelassen, statt zu versuchen Einfluss zu nehmen und Euch vielleicht – ja ganz ganz vielleicht – von diesem Vorhaben abzubringen.
Doch, ich gehe davon aus, dass ich nicht der einzige bin, dem dabei die „Seele brennt“. Sicher wird der ein oder andere versuchen, mit ein paar Blümchen, Pflanzen in Kübeln oder ähnlichem Gerät hier und da selbstverantwortlich umzudekorieren. Um solche wird sich dann das Ordnungsamt kümmern.
Das Gesamt-Konzept darf nicht gestört werden! Dazu hat sich die Mehrheit derer, die die Interessen der Bürger wahrzunehmen haben, entschlossen. Und wo bleiben diese dann? Ja ernsthaft, wo bleiben die Menschen? Hat dieses Gesamt-Konzept einen Mehrwert für sie? Was ist z.B. mit Freizeitwert? Eine Kirmes pro Jahr und zwei drei sonstige Nutzungen – wenn´s hoch kommt – zu einem solchen Preis.
Aber so einfach kommt Ihr, die Ihr das zu verantworten habt, bei mir zumindest nicht weg. Es hat Ähnlichkeit mit der Entscheidung für ein Ganz-Körper-Tatoo. Man braucht eine Weile, bis man merkt, dass man einen großen Fehler gemacht hat, mit dem man so ungern weiter leben möchte. Danach muss man lange sparen und hat einen ungeheuren Aufwand, alles wieder in einen vernünftigen Zustand zu bringen.
Es ist mir klar, dass die Befürworter das Ergebnis mit „Zähnen und Klauen“ verteidigen werden. Es ist aber auch deutlich eine Verunsicherung der Menschen zu erkennen. Wenn ich die anführe, mit denen ich gesprochen habe, müsste man es so wiedergeben: „Ich weiß nicht ob ich es gut oder schlecht finde, ich weiß nur, dass wir damit leben müssen.“ Es wäre sicher sarkastisch zu sagen: Na dann herzlichen Glückwunsch! Das ist ein tolles Ergebnis.
Wie unser Stammtisch zu Ende ging? Na ja, wir sind zusammen im Dunklen hin. Die „Auswärtigen“ hielten sich mit ihrer Ansicht über den Hahnplatz etwas zurück, um die Einheimischen nicht zu kränken. Von der Basilika abgewandt schauten wir in das gleißende Licht der beiden Stelen rechts und links des Platzes. Und, bitte verzeiht mir: Sieht aus wie die Scheinwerfer bei der Landung eines Verkehrsflugzeuges bei Nacht.
Was ich also vom neuen Hahnplatz halte? Es schmerzt mich tatsächlich und offensichtlich, sonst hätte ich das nicht geschrieben.

28.06.2019: Die SPD-Fraktion im Kreistag Bitburg-Prüm zur konstituierenden Kreistagssitzung am 27.06.2019
"Nachdem die Genossen der Speicherer SPD bereits Anfang der Woche von der CDU bei der Wahl der Beigeordneten im Stadtrat vorgeführt wurden, ereilte dieses Schauspiel in geänderter Form auch die SPD im Eifelkreis bei der konstituierenden Sitzung des Kreistags am 27.06.2019.
Wurde den Genossen in Speicher noch ein Beigeordneter zugestanden, dann aber die Wahl des ausgewählten Kandidaten verwehrt, so wurde der SPD im  Eifelkreis noch nicht einmal angeboten, einen Beigeordneten zu stellen. Unddies obwohl die SPD mit 9 Mandaten deutlich die zweitstärkste Fraktion im Kreistag stellt.
„Wir sind der Auffassung, dass schon aus demokratischen Erwägungen die Beigeordneten nach der Stärke der Fraktionen aufgeteilt werden sollten. So würde der Wählerwille, der im Vordergrund unseres Handelns als Volksvertreter stehen sollte, abgebildet. Wie in der Zusammenarbeit mit der CDU im Eifelkreis und ihrem Vorsitzenden Michael Billen üblich, gelten solche demokratischen Spiegelregeln für die Eifel nicht. Wichtig ist Machterhalt und Ergebnisse erzielt man im Hinterzimmer mit fragwürdigen Koalitionsdeals.“, so Fraktionsvorsitzender Nico Steinbach. „Inhalte spielten dabei insbesondere bei FWG und CDU keine Rolle, Hauptsache ein Beigeordnetenposten springt dabei raus!“
Die Personalvorschläge der SPD für die Positionen des 1. und der 2. Beigeordneten (Markus Fischbach 10 Ja-Stimmen und Barbara Hiltawski 12 Ja- Stimmen) wurde seitens der Mehrheit eiskalt abgelehnt. Auch den kleinen Parteien, die sich um die CDU gescharrt haben, stellt Steinbach kein gutes Zeugnis aus. „Opportunismus, um an der Macht zu partizipieren und Huldigung vermeintlicher starker Männer wie Billen, sind kein guter Ratgeber. Wenn man eine Koalition eingeht, sollte dies auf Augenhöhe geschehen und den Zielen der eigenen Partei nutzen. Man sollte sich zu schade sein, Mehrheitsbeschaffer für den Platzhirschen zu sein und manchmal auch den Mut haben, lieber im näher liegenden politischen Lager nach Verbündeten zu suchen.“ sagt Steinbach im Hinblick auf die neue Koalition zwischen CDU und Grünen. „Wir werden sehen, wie sich die Zusammenarbeit im Kreistag mit der neuen Konstellation gestaltet. Ein guter Start ist dies jedoch für uns als SPD definitiv nicht. Wir bleiben zweifelnd zurück und fragen uns: So geht also Demokratie? Wir werden uns trotzdem mit eigenen Akzenten, Ideen und Anträgen in den  neuen Kreistag engagiert einbringen und das „Geklüngel“ um die CDU sehr kritisch begleiten.“
Spannend ist auch, dass Michael Billen sich offenbar ein „Altenteil“ in der Kreisverwaltung schaffen will, um dort mit einer eigenen Abteilung die Geschicke im Kreis in der Ära nach seinem Landtagsmandat weiter mitbestimmen zu können. Denn als 1. Kreisbeigeordneter strebt er als „ehrenamtlicher Beigeordneter mit Geschäftsbereich“ diese Funktion an, von FWG und Grünen schon jetzt mit Blankoscheck akzeptiert. „Ohne Billen geht’s wohl nicht. Traurig und so durchschaubar.“ Die neue Fraktionsführung um Andreas Kruppert spielte bei dem ganzen „Geschachere“ übrigens nur eine Statistenrolle!"

08. Juni 2019: Leserbrief von Horst Schneider aus Jünkerath zum Konzert „Himmlische Klänge“ in der Pfarrkirche St. Martin in Hillesheim
Pfingsten, was war das nochmal? Ach so, ein christliches Fest, da kam doch der Heilige Geist über die Jünger. Zum Gedenken geht der gemeine Christ daher auch mal in die Kirche. War lange nicht mehr da zu Pfingsten, daher war die Gelegenheit jetzt prima. Karten hatte ich online besorgt. Pro Nase 17 €. Wenn man bedenkt, dass ein Kinotarif inzwischen auf 20 € kommt, ist das angemessen. Gut 15 Minuten vor Konzertbeginn sind wir an der Tür. Überraschung, Kirche halb voll, aber alles sitzt in der vorderen Hälfte. Hinten ist abgesperrt. Wird wohl einer gedacht haben, das Publikum muss näher an das Orchester ran. Okay, schauen wir mal wo Platz ist. Oh Gott, wir haben nur noch wenige Möglichkeiten, wo wir uns zusammen zu fünft hinsetzen können. Bleibt nur ein Platz in der Mitte, oder an der Tür zur Sakristei. Wie sich herausstellte, der beste Platz des Abends. Wir haben das Gefühl, als spielen die Musiker nur für uns. Ganz nebenbei kann ich das Holzgebläse einmal in seiner vollen und schönen Klangfülle hören. Es geht los.
Christian Hilgers, der rührige Manager der Truppe, begrüßt die Gäste der Eifelphilharmonie und erklärt den Ablauf des Abends. Mit von der Partie ist Vokalensemble St. Martin aus Schweich. So sehen wir gut -und vor allen Dingen- gerne 70 Musiker im Altarraum. Was für ein Bild!
Unter der musikalischen Leitung von Stefan Kollmann beginnen die Bläser, Schlagwerker, Pianisten und die Harfenistin mit dem Choral „Jesus bleibt meine Freude“ vom guten alten Herrn Bach. Da wird ein Klangteppich ausgerollt, der die ganze Kirche bedeckt und einen farbenfrohen und abwechslungsreichen Klangmix bietet. Den Untergrund bildet der Kontrabass und 4 weitere Tubisten (liebe Kollegen). Das geht über die Posaunen, Euphonien (zu Deutsch die Wohlklingenden), die Hörner bis hin zu den Trompeten. Die Holzbläser von Saxophon, über Flöten und Klarinetten ergänzen sich mit Fagott, Englisch Horn (!) und Oboe. Was für eine Klangvielfalt. Als wäre das nicht genug, kommen noch Pauken, Glockenspiele und Trommeln dazu. Wer jetzt denkt „Vollständig besetzt“ der irrt gewaltig, denn die Philharmonie hat zusätzlich neben der Harfe noch Keyboard und Kirchenorgel (!!) besetzt. Dieses Klangvolumen überrumpelt mich schon im zweiten Stück „Canterbury Choral“ von Jan van der Roost. Da war es um mich geschehen, lange ist es her, dass 3 Zentner Lebendgewicht mal ein Tränchen der Rührung verdrücken mussten, aber die haben‘s hingekriegt. Bravo Leute. Nach der Bach-Fuge wird es dann meditativ. Zunächst könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie 20 Chormitglieder gegen die Musikergewalt ansingen wollen, aber der folgende Schachzug ist mehr als geschickt: Die Solosopranistin Eva-Maria Leonardy singt das gregorianische „Kyrie“ der Hildegard von Bingen. Sie wandelt dazu durch die Kirche. Das gibt Tiefe und unterschiedliche akustische Perspektiven. Eine gute Idee. Erst mit dem zweiten Stück, auch „Kyrie“, dies aber von Michael Praetorius, meldet sich der Chor. Erfreulich stimmgewaltig und präzise im Gesang bereichern sie den Abend. Schade, dass die Kirche kein Konzerthaus ist, denn ein wenig verloren kuscheln sich schon die 20 Sängerrinnen und Sänger an der Wand im Altarraum. Johannes Klar der Chorleiter hat den Verein aber bestens im Griff.
Nach dem Chorblock kündigt Thomas Lach, die „Musikalische Assistenz“ der Philharmoniker, das Werk „Henry V." als „klanggewaltig“ an. Ist es auch. Was er verschwiegen hat ist, dass der Chor auf einmal Konkurrenz im eigenen Konzert bekommt. Greifen die Musiker doch zur eigenen Stimme und singen Passagen selbst. Klasse Darbietung!
Nach dem folgenden Chorblock vereinigen sich die Ensembles zu einem Gesamtklang. Angekündigt von Johannes Born, kommen die Werke „Der Mond ist aufgegangen“ und „Guten Abend, gute Nacht“ in Bearbeitungen von Guido Rennert zur Aufführung. Einfach nur gut. Mein Blick schweift herum und ich entdecke das kleine runde Fenster in Rot und Blau über dem Altarraum. In der Mitte eine weiße Taube, das Zeichen für den heiligen Geist. Die Abendsonne strahlt hindurch und ich denke mir, ja so muss es damals gewesen sein, als der Heilige Geist über sie kam, mit wahrhaft himmlischen Klängen.
Ein Wermutstropfen bleibt: Warum war die Kirche nur halb gefüllt? Ein solches Kulturangebot in der Eifel muss doch mehr Zuhörer finden, als die, die hoffentlich das Gleiche empfinden könnten wie ich. Da rennt man hunderte Kilometer nach Köln, Trier, oder gar zur Elbphilharmonie und hat dieses phantastische Angebot direkt um die Ecke vor der Tür. Aufgrund der nur geringen Förderung sind die Musiker auf Besucher angewiesen, damit sie dieses Angebot aufrechterhalten können. Die Allermeisten spielen für nix und stellen sogar ihre Instrumente, Autos und natürlich ihre Freizeit zur Verfügung. Wenn man mal bedenkt, dass alleine die Noten des Abends etwa 1000 € gekostet haben, hat man eine Grobvorstellung, welcher Kostenapparat bedient werden muss. Wäre echt schade, wenn sowas mangels Unterstützung der Bevölkerung in die Binsen ginge. Ich vertraue aber den Eiflern. Irgendwann werden sie dieses Orchester in ihre Herzen schließen und die Eifellandschaft wird um einen musikalischen Vulkan bereichert.

08.06.2019: Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen aus Berlin zum Thema "Die Mobilisierung der Eifel auf der Schiene"
"In seiner letzten Rede vor dem Deutschen Bundestag zur Verkehrspolitik kritisierte am 23. März 2018 der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU) das Mainzer Verkehrsministerium hart, weil Minister Volker Wissing (FDP) in zwei Jahren insgesamt 74 Millionen Euro an nicht verwendeten Verkehrs-Investitionsmittel an den Bund zurückzahlen musste. Also genau das Ministerium, welches seit Jahren behauptet für die Reaktivierung und Betrieb der Eifel-Quer-Bahn keine Mittel zu haben, gibt lieber bereits an Rheinland-Pfalz ausgezahlte 74 Millionen an Berlin zurück, anstatt sie zum Ausbau der Eisenbahn und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in der Eifel zu investieren. 74 Millionen Euro sind ausreichend, um die gesamte Eifel-Quer-Bahn einer Luxussanierung zu unterziehen, den Betrieb auf 10 Jahre zu garantieren, und immer noch stünden dann über 10 Millionen Euro zur nicht minder wichtigen Reaktivierung und Betrieb der West-Eifel-Bahn zur Verfügung.
Milch, Mineralwasser, Bier, landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die wichtigsten Wirtschaftsgüter der Eifel und klassisches Transportgut der Bahn. Wer Natur verkauft, sollte ihre Quelle nicht zerstören.
Somit geht es dem Verkehrsminister mitnichten um eine Ausgewogenheit der Verkehre, den Klimaschutz, usw., sondern um reinen Auto- & LKW-Lobbyismus. Wenige haben Nutzen, ganz viele zahlen. Wie gut nun, dass weiterer Sachverstand vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen aus Köln der Rheinland-Pfälzischen Landes-, Lokal- und Alt-Herren-Politik klarmacht, dass die Lawinen von PKW und LKW aus der Provinz, die jeden Tag die Metropolen fluten, nicht weiter dort willkommen sind und nun das Problem an der Wurzel gelöst werden muss."

15.05.2019:  Horst Becker aus Arzfeld zur Europawahl am 26.05.2019:
"Am Sonntag, den 26. Mai sind die Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes aufgefordert, durch ihre Stimmabgabe über die Zusammensetzung der kommunalen Gremien in den Orts- und Verbandsgemeinden sowie im Kreistag für die kommenden 5 Jahre zu entscheiden. Die Wahlbeteiligung wird dabei voraussichtlich über den z.T. mickrigen Quoten liegen, wie sie bei Bundestags- oder Landtagswahlen beschämenderweise oft zu verzeichnen sind. Immerhin kennt der kommunalpolitisch Interessierte die meisten Kandidatinnen und Kandidaten, weiß wofür sie sich engagieren, kennt ihre Stärken und Schwächen und hat bei der Stimmabgabe das einigermaßen sichere Gefühl, die Richtigen anzukreuzen. Zudem gibt es die Möglichkeit, aus den vorgegebenen Listen der Parteien und Wählergruppen gezielt Personen auszuwählen und somit auf die Zusammensetzung dieser kommunalen Gremien erheblichen Einfluss auszuüben.
Ganz anders aber sieht es dagegen bei der Europawahl aus. Eine Wahl in dem beschriebenen Sinne ist das wohl eher nicht. Weil eine längst überfällige Wahlrechtsreform in allen EU-Mitgliedsländern immer noch nicht durchgeführt und keine prozentuale Hürde für den Einzug ins Europaparlament errichtet worden ist, können neben den größeren Parteien sich selbst kleinste Parteien und Splittergruppen (Die Partei des Satirikers Sonneborn, die Tierschutzpartei, die Partei für die Familie, die Freien Wähler, NPD, ÖDP, Piraten usw.), deren europapolitisches Gewicht mit dem einer Hühnerfeder zu vergleichen ist, bei einem Stimmenanteil von mindestens 0,6 Prozent sich Hoffnungen machen, für die nächsten 5 Jahre wieder ein wohldotiertes Mandat zu ergattern und zudem opulente finanzielle Förderung zu erhalten. Kein Wunder, dass der Wahlzettel zum Europaparlament immer länger wird. 
Hinzu kommt die unverzeihliche Praxis der größeren Parteien, nicht immer – um es vorsichtig zu formulieren – ihre profiliertesten und fähigsten Köpfe nach Europa schicken. Die allermeisten Damen und Herren, die uns auf den Plakaten entgegenlächeln, sind gänzlich unbekannt, und gründen ihren Anspruch, Deutschland im Europaparlament zu vertreten, ausschließlich auf parteipolitische Meriten. Dementsprechend dünn und dümmlich sind denn auch die Kampagnen-Slogans der Parteien: „Europa ist die Antwort“, „Zusammenhalt“, „Macht Europa stark“, „Kommt, wir bauen das neue Europa“ „Rechte ärgern“, „Brüssel, geht’s noch“ usw. usw. Da ist keine Rede von wichtigen Themen, die für Europa in den nächsten Jahren entscheidend sind, wie etwa eine gemeinsame Asylpolitik, Schutz der Außengrenzen, gemeinsame Verteidigungspolitik, die Auswirkungen des Brexit, Sicherung des Euro, Verhältnis zu Russland, USA und China und die Überwindung des Sozialgefälles innerhalb der EU.
Vielleicht liegt diese schwache Personalpolitik und Programmatik im Zusammenhang mit der Europawahl aber auch darin begründet, dass das Europaparlament gar kein richtiges Parlament ist. Die wichtigen europäischen Entscheidungen werden im Zusammenspiel zwischen Europarat, der Kommission und den jeweiligen nationalen Regierungen getroffen, das Parlament kann seine Kommentare und Empfehlungen dazu abgeben, ein Initiativrecht hat es nicht.
Rechnet man noch die Absurdität hinzu, dass die Briten, die doch spätestens bis zum Herbst die EU verlassen wollen, bei der Wahl dennoch teilnehmen und vermutlich mit einer stattlichen Anzahl von erklärten Europa-Gegnern auch aus anderen Ländern in Brüssel und Straßburg zumindest die Anfänge der nächsten Sitzungen unheilvoll beeinflussen werden, so wird deutlich, welchen Stellenwert die Wahlen zum Europaparlament bei den Parteien haben, die im deutschen Bundestag vertreten sind."

14.05.2019: Kreisgeschäftsführer Bündnis90/Die Grünen und Kreistagsmitglied Landkreis Vulkaneifel Dietmar Johnen zur gestrigen Kreisausschusssitzung, Thema Gesteinsabbau:
"Bei der gestrigen Kreisausschusssitzung in Daun wurde über den zukünftigen Gesteinsabbau in der Vulkaneifel abgestimmt. Gegen die Stimme von Bündnis90/Die Grünen haben sich die anderen Fraktionen FWG, CDU und SPD für die Ausweitung des Gesteinsabbau ausgesprochen. Die nicht anwesende FPD wird dieses Ergebnis gerne und hocherfreut zur Kenntnis nehmen. Dabei stellte die SPD, allen voran Frau Astrid Schmidt, vor kurzem noch die bestehenden Abbaugenehmigungen in Frage.
Es ist nicht zu verstehen wie ohne Not für weitere, noch nicht genehmigte neue Gruben gestimmt wurde. Zur Zeit sind rund 900 Hektar für den Abbau genehmigte Flächen vorhanden. Davon sind bisher rund 400 Hektar im Abbau bzw. noch nicht abgebaut. Das bedeutet, dass die heutige Fläche nochmal in gleicher Größe genehmigt ist und der Konzern-Gier zur Verfügung steht. Mit der gestrigen Zustimmung werden zu den genehmigten 900 Hektar weitere 500 bis 600 Hektar im Raumordnungsplan über kurz oder lang für die Groß-Konzerne freigegeben. Denn Vorrang und Vorbehalt bedeuten nichts anderes, als eine Vorgenehmigung für den Abbau. Dort spielen Natur-, Landschafts- und Wasserschutzbelange keine Rolle mehr. Leider war in der Kreisausschusssitzung festzustellen, dass Konzern-Interessen über die Interessen der Bürger und Bürgerinnen sowie der Jugend mit Ihrer wichtigen Bewegung „Friday for Future“ gestellt und entschieden wurde. Wir kämpfen trotzdem weiter für eine lebenswerte Welt, in der unsere Kinder und Enkel leben können.“

25.03.2019: Offener Brief vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau - Kreisverband Bitburg-Prüm zum Thema  "Eine Eifel ohne Bauern?"
Ein reichhaltiges, gesundes Frühstück mit Brot, Butter, Eiern, Wurst und Käse am Morgen, ein Glas Milch dazu und ein Glas Apfelsaft. Ein Mittagessen mit einem leckeren Stück Rindersteak oder einem Schweinekotelett, Kartoffeln und saisonalem Gemüse sowie ein abschließendes Abendbrot.
Sie merken sicher schnell, dass sie sich bestens mit unseren regionalen Produkten ernähren können. Damit verbinden Sie Geschmack und Qualität und unterstützen die heimische Landwirtschaft. Das klingt idyllisch, aber die Realität ist eine andere. Wir Bauern sorgen uns um unsere Zukunft. Allein in den vergangenen 20 Jahren hat sich die Anzahl der Betriebe im Eifelkreis mehr als halbiert.
Neben diesem dramatischen Strukturwandel nehmen wir Landwirte zunehmend Kritik an unserer Arbeit wahr. Konstruktive Kritik nehmen wir gerne an, denn sie hilft dabei, sich zu verbessern. Doch die Kritik aus Teilen der Politik, der Medien und auch aus der Gesellschaft ist oftmals alles andere als hilfreich. Denn sie äußert sich in pauschalen Vorwürfen wie „Wasservergifter“, „Umweltschänder“ oder „Tierquäler“ und mündet leider allzu oft auch in persönlichen Beleidigungen bis hin zum Mobbing von Bauernkindern an den Schulen. Das können und wollen wir so nicht weiter hinnehmen!
Unsere Leidenschaft ist unser Beruf. Wir machen Sie gerne satt. Aber so langsam sind wir es satt, immer im Fokus der vielfach unberechtigten Kritik zu stehen. Denn zum einen betreiben wir tagtäglich Umwelt- und Tierschutz, indem wir freiwillig Agrarumweltmaßnahmen umsetzen, ökologische Vorrangflächen vorhalten, Greening betreiben oder unseren Tieren mit modernen Stallbauten eine artgerechte Haltung ermöglichen. Zudem ist die rheinland-pfälzische Landwirtschaft flächengebunden strukturiert - es gibt keine Massentierhaltung bei uns!
Wie wollen wir junge Hofnachfolger motivieren, einen Beruf auszuüben, bei dem man sich permanenter Kritik, Beleidigungen und Rechtfertigungen aussetzen muss? Wir erleben aktuell einen dramatischen Ausstieg unserer Tierhalter, gleichzeitig soll das viele Grünland nicht zuletzt aus Naturschutzgründen offengehalten werden. Aber wie wollen wir künftig unsere wunderschönen Eifellandschaften pflegen und erhalten, wenn wir keine Landwirte mehr dafür haben?
Wir wünschen uns mehr Wertschätzung. Wenn Sie statt zu Billigprodukten beim Discounter zu regionalen Produkten greifen, unterstützen Sie die heimische Landwirtschaft und viele Arbeitsplätze im nachgelagerten Bereich. Top-Produkte kann man nachhaltig nur zu angemessen Preisen produzieren. Die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels und die internationale Konkurrenz führen zu einer gnadenlosen, negativen Preisspirale. Wir alle sind Verbraucher und haben es selbst in der Hand, welche Lebensmittel wir wo kaufen. Wir Landwirte sind anpassungs- und lernfähig, doch man muss uns angesichts hoher Investitionen z.B. für mehr Tierwohl auch gestatten, dass die Wirtschaftlichkeit nicht verloren geht. Schließlich leben wir von unserem Beruf.
Um es zum Abschluss deutlich zu sagen. Wir wollen nicht länger der Sündenbock sein. Seit Jahren leisten wir Umweltleistungen und tragen zum verbesserten Tierwohl bei. Vergessen wir nicht die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft für die Eifel. Wann beginnt die Politik endlich, die Tierhalter zu stärken, die Landwirte insgesamt zu entlasten und wann werden wir von der Gesellschaft - unseren Nachbarn und Mitbürgern - wieder ehrlicher wahrgenommen? Wir fordern einen fairen Umgang. Jeder der uns kritisiert ist herzlich eingeladen, mit uns zu sprechen, statt über uns. Wir bieten den Dialog und erklären gerne, warum wir was wie machen.
Wir suchen den Schulterschluss zu Ihnen, damit wir Sie hinter uns wissen. Mit einem gestärkten Rücken, gegenseitigem Vertrauen und der notwendigen Offenheit hoffen wir, dass die Landwirtschaft in der Eifel eine Zukunft hat.

15.03.2019: Leserbrief von Horst Becker aus Arzfeld zu den Straßenausbaubeiträgen in Rheinland-Pfalz
Wer profitiert vom Ausbau und der Erneuerung einer Gemeindestraße? Sind es lediglich die anliegenden Grundstückseigentümer oder nicht auch alle anderen Verkehrsteilnehmer wie Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger, die diese Straße benutzen? Warum aber müssen lediglich die Grundstückseigentümer die zum Teil exorbitant hohen Beiträge - einmalig oder wiederkehrend - aufbringen? Warum müssen manche Anlieger, deren Grundstück unmittelbar vor oder hinter dem Ortsschild liegt, keine Beiträge zahlen? Warum müssen die Anlieger an einer Kreis-oder Bundesstraße beim Ausbau und der Erneuerung keine Beiträge zahlen? Und: Warum zahlen die Bürger in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Berlin überhaupt keine Straßenausbaubeiträge? 
Nicht nur logische Überlegungen verlangen in diesem Zusammenhang eine zufriedenstellende Antwort, sondern auch Gerechtigkeitsaspekte sind hier dringend zu beachten. Diese Punkte scheinen aber bei der Diskussion in unserem Bundesland keine große Rolle zu spielen. Während CDU, AfD und Teile der Landes-FDP im Einklang mit dem Steuerzahlerbund eine Reform der Angelegenheit befürworten, blockieren SPD und Grüne mit dem lapidaren Hinweis auf die bewährte bisherige Regelung und der zuständige Innenminister Roger Lewentz nennt im Landtag die Gebühren gerecht, weil sie die belasten, die ein Grundstück besitzen und die von einem Straßenausbau einen Vorteil haben. Der durchaus umstrittene Minister, dessen wirtschaftliche Inkompetenz sich beim Flughafen Hahn sattsam gezeigt hat, erweckt den Eindruck, als ob alle Grundstückseigentümer finanziell auf Rosen gebettet sind und die Beiträge locker bezahlen können. Dass die zum Teil erheblichen Summen für manchen Eigenheimbesitzer eine beinahe nicht zu stemmende Belastung sind, wird kurzerhand ausgeblendet. Nimmt man noch hinzu, dass die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Neubewertung der Grundsteuer, die zur Zeit von den Bundesländern diskutiert werden muss, ebenfalls eine erhebliche Steigerung der Abgabenbelastung nach sich ziehen wird, sollte alles daran gesetzt werden, diese Belastungen zu reduzieren, wo immer es geht. Im Übrigen sind es solche Leute wie unser Innenminister Lewentz, die mit Krokodilstränen den Anstieg der Mieten in Deutschland beklagen, die sich aus den besagten Steigerungen zwangsläufig ergeben müssen. Angesichts der im Mai bevorstehenden Kommunalwahlen hätte ich mir gewünscht, dass zumindest die auf gemeindlicher Ebene agierenden Parteien und Wählergruppierungen ihre Stimme zu diesem Thema deutlicher erhoben hätten. Die nun sich bildenden Petitionsbewegungen im Land gilt es daher zu unterstützen, damit doch noch in absehbarer Zeit im Landtag von Rheinland-Pfalz eine Veränderung herbeigeführt werden kann.

07.03.2019: Leserbrief von Joachim Schröder, Pronsfeld:
Sind wir eigentlich noch normal?
Ein Kind geht mit Indianerkostüm zur Kita und wird ausgeschlossen - das gilt als rassistisch.
Eine Frau geht in die Bütt und setzt einen Kalauer - das gilt als sexistisch.
Ein Mann legt ehrlich erworbenes Vermögen an - das gilt als egoistisch.
Wird es nicht langsam Zeit, mal wieder zur Vernunft zu kommen und objektiv zu bewerten, was richtig oder falsch sein könnte? Ich wünsche mir eine neidfreie und ehrlichere Debatte!

01.03.2019: Leserbrief zur Diskussionsrunde „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ – Verfasser der Redaktion bekannt – Verwandter einer Angestellten des Prümer Krankenhauses
Bei der Diskussionsrunde „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ mit der rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerin kürzlich in Prüm konnte ich als Zuschauer und als Verwandter einer Angestellten teilnehmen. Meine Erwartungen an die Aussagen zum Erhalt des Prümer Krankenhauses und an die Planungen zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum waren hoch; gerade im Hinblick auf die Schließung der Geburtsstationen, Abbau von Krankenhausbetten und dem Erhalt der kleinen Krankenhäuser.
Erfreulich und gut fand ich die Auftritte der Gesundheitsministerin und von Frau Mertes (Krankenhaus St. Vith). Beide Damen brachten Fakten und berichteten über Tatsachen und Planungen. Es ist doch beruhigend, wenn das Krankenhaus St. Vith ohne größere Grenzprobleme in Anspruch genommen werden kann. Dies sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich. Jede werdende Mutter kann sich glücklich schätzen, das belgische Krankenhaus zur Entbindung in Anspruch nehmen zu können. Hier stehen Hebammen und ärztliches Fachpersonal jederzeit zur Verfügung. Zu guter Letzt versprach die Gesundheitsministerin noch den in Belgien üblichen Eigenanteil von 100 Euro durch das Land zu übernehmen. Endlich einmal Maßnahmen und Aussagen, die einem vereinigten Europa Rechnung tragen.
Bei der ganzen Veranstaltung gab es nun doch noch einen Wermutstropfen. Herr Korth, Geschäftsführer des Krankenhaus Prüm, konnte nichts dazu beitragen, um das Vertrauen in den Fortbestand des Prümer Krankenhauses zu stärken.
Die Aussage: „Der Träger und die Politik halten am Krankenhaus Prüm fest“. Das wurde auch von der Gesundheitsministerin bestätigt. Jedoch betonte sie auch, dass der Träger über die Schließung eines Krankenhauses entscheide. Herr Korth ergänzte die Aussage durch die Bemerkung: „Natürlich schickt der Träger am Anfang des Geld nach Prüm, aber wenn es sich nicht trägt, wird er das im nächsten Jahr nicht mehr tun.“ Für jeden der etwas nachdenkt, heißt das, man hält am Krankenhausstandort fest, solange er Gewinn abwirft. Auch kündigte er an, der Gesundheitsministerin die Fördermittel-Bewilligung von 90% (bei einem Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro) zurückzusenden, weil der Träger die restlichen 10% nicht stemmen könne. Eine unbegreifliche Aussage an eine Adresse, die dem Prümer Haus wohlwollend gegenübersteht.
Auch gab Herr Korth kein gutes Bild ab, als er über die Einsparungen berichtete. Hier vor allen Dingen die Gehaltskürzungen in Höhe von 7 % für ein Jahr. Hier räumte Herr Korth ein, dass man mit 7 % unter Tarif liegenden Gehältern kein Personal gewinnen könne, das man aber dringend benötige.
Dies wurde auch von Frau Mertes indirekt bestätigt. Auf die Frage nach der Personalgewinnung in Belgien erklärte sie, dass man in St. Vith Gehälter zahle, die über den Gehältern in der Stadt lägen; wie solle man denn sonst qualifiziertes Personal in die Eifel bekommen?
Auch etwas befremdlich kam mir die Aussage zu dem aufgelösten Labor im Krankenhaus Prüm vor. Herr Korth gab die Laboruntersuchungen an ein externes Labor in Köln, welches 4 x täglich angefahren wird um Geld zu sparen. Dagegen berichtet Frau Mertes, wenn ein Krankenhaus Gewinn machen will, dann unter anderem mit den Laborarbeiten und den Medikamenten. Ist das Kostenverhalten in Belgien denn so anders, als bei uns? Herr Korth will jährlich an Laborkosten sparen, obwohl man 4 x täglich 200 Km fährt? Das sind alleine schon 8 Std. Arbeitszeit ohne Warte- und Servicezeiten. Ein Mitarbeiter reicht ja auch nicht. Hier ist an Urlaubs- und Krankheitszeiten zu denken. Bei tgl. 800 Km Autofahrt werden die Fahrzeugkosten auch sehr hoch sein. Man müsste hier auch die Kosten eines Fahrzeugs in einem Jahr einkalkulieren. Ob ein Labor sozusagen in einem Krankenhaus Pflicht ist, müssten Experten einschätzen.
Fazit: Leider bleiben für mich die Ängste um das Prümer Krankenhaus bestehen.

16.02.2019: input aktuell-Leser Hans-Peter Meyer zum Gesundheitsstandort Bad Ems
"Krankenhauskrieg im Rhein-Lahn-Kreis", so lautete die aufsehenerregende Schlagzeile in einer örtlichen Tageszeitung Ende September des vergangenen Jahres. Damit wurde die Situation der desolaten Krankenhaus-Situation in Bad Ems umschrieben, und letzte Klarheiten gibt es wohl bis heute nicht. Der einst so renommierte Gesundheitsstandort Bad Ems verliert nach Einschätzung vieler Bewohner immer mehr an Bedeutung. Auch alle Initiativen und Resolutionen von örtlichen Gremien und Politikern haben offenbar nicht gefruchtet. Man hat sich zwar eingesetzt, aber mit welchem Ergebnis? Die Übernahme der Paracelsus-Gruppe durch die Porterhouse AG war und ist ein „erster Lichtblick“ in dieser Frage, garantiert bisher aber keinen längerfristigen oder gar dauerhaften Bestand des Krankenhauses und es ist offenbar auch noch absolut unklar, welche Fachabteilungen ggf. erhalten bleiben oder zusätzlich integriert werden.
Die Übernahme von Hufeland- und Marienkrankenhaus in Nassau durch den Elisabeth-Vinzenz-Verbund (EVV) und die Pläne einer Verlagerung nach Lahnstein sind nicht vom Tisch und erzeugen größte Besorgnis in der Bevölkerung der Region. In einigen Jahren, das ist offenbar nach wie vor die aktuelle Planung, soll die stationäre Versorgung ausschließlich in Lahnstein stattfinden. Das ist kein normaler Konkurrenzkampf, das sind Destruktionsmethoden im Gesundheitsbereich, offenbar inzwischen zugelassen durch Beschlüsse und Gesetzesvorgaben der Politik. Ein Beleg dafür, dass Gesundheit und die damit verbundenen Privatisierungstendenzen zu einem einträglichen Geschäftsmodell geworden sind.
Die Menschen vor Ort haben einen Anspruch darauf, zu wissen, ob und wie die medizinische Grundversorgung in Bad Ems und Umland gesichert bleibt.
Planungen zufolge soll weiterhin die renommierte Pneumologische Klinik (Lungenheilkunde) aus der Hufelandklinik nach Lahnstein ziehen, obwohl bekanntlich einige hundert Meter Luftlinie entfernt die Industrie Emissionen in die Luft bläst, soll die Lungenheilkunde aus der Kurstadt Bad Ems nach Lahnstein verlagert werden. Einfach nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel, ebenso die Abwerbung von Personal in der Paracelsus-Klinik durch den;sogenannten Mitbewerber aus Lahnstein. Man betrachtet sich offenbar als konkurrierende Unternehmungen im Gesundheitswesen, wo in Zeiten von hochgradigem Pflegenotstand primär zu Lasten von Pflegepersonal und Patienten eigentlich konvergentes Verhalten gefragt ist. Hier darf die Gesundheitsversorgung nicht irgendwelchen Konzernen ohne Rücksicht auf die Interessen der Bevölkerung überlassen werden. Die übergeordnete zuständige Politik und der Staat sind der Pflicht der Daseinsfürsorge für die Menschen vor Ort dringend zum Handeln aufgefordert. Hier darf es nicht nur um die Gewinnmaximierung von Gesundheitskonzernen gehen, hier geht es um die Gesundheit von bedürftigen Menschen.
Nein, hier darf das Feld nicht allein profitgierigen gesundheitlichen Konzernunternehmen und der Unfähigkeit der Politik überlassen werden, hier bedarf es meines Erachtens des vehementen Protestes der Bevölkerung. Mit dem renommierten friedlichen Widerstandskämpfer Stéphane Hessel kann ich nur unmissverständlich sagen: Empört Euch!"

13.01.2019: Leserbrief zum Thema „Abitur“ und „Schieflage unseres Bildungssystems“ von  dem ehemaligen Lehrer Horst Becker aus Arzfeld
"Als Ausweis der Effizienz des deutschen Schulsystems werden alljährlich die Steigerungen der Abiturientenquoten, also der Anteil der Hochschulzugangsberechtigten an einem Geburtsjahrgang, präsentiert. Und die haben es in der Tat in sich: Von gerade einmal 5 % im Jahre 1950 auf 37,2 % im Jahre 2000 sind sie – laut Statistischem Bundesamt - bis 2015 auf 53 % angewachsen, Tendenz steigend. Damit aber nicht genug: Auch die Gesamtdurchschnittsnoten haben sich verbessert, in vielen Bundesländern liegen sie mittlerweile bei 2,1. Viele Schüler machen ihr „Abi“ mit der Traumnote 1,0 , eine Zwei ist gängig, eine Drei gibt es kaum noch. Was ist passiert? Sind unsere jungen Leute alle intelligenter geworden? Liegt es vielleicht an der besseren Ernährung? Haben sich die Lehrmethoden so stark verbessert? Das Gymnasium ist längst zur Hauptschule der Nation geworden, frei nach dem abgewandelten Zuckmayerschen Motto: Der Mensch beginnt erst beim Abitur! Aber allmählich, ganz allmählich stellt sich ein gesellschaftlicher Katzenjammer ein: Die Universitäten klagen darüber, dass die Studienanfänger nicht über die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, ein Studium aufzunehmen, die Zahl der Studienabbrecher nimmt besorgniserregende Ausmaße an, die Wirtschaft und das Handwerk klagen über Mangel an Facharbeitern bzw. qualifizierten Auszubildenden. Und dennoch nimmt die Geringschätzung der nicht-akademischen Bildung zu, das duale Ausbildungssystem, einst ein Aushängeschild des deutschen Schul- und Bildungswesens, hat längst seinen Glanz verloren. Es ist eine gefährliche Schieflage entstanden, die – wie der langjährige Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus es ausdrückt – die Bildungsnation Deutschland „an die Wand fährt“. Verantwortlich für diese Misere sind in erster Linie zwei Faktoren: Da ist zum Einen die Bildungspolitik der 16 Bundesländer, die um das Goldene Kalb der Akademisierung herumtanzen, angeführt von völlig fachfremden Ministern, die nie in ihrem Leben vor einer Klasse gestanden haben, dafür aber besonders juristisch, ein wenig sozialwissenschaftlich und in erster Linie parteipolitisch geschult sind. Unter den Schlagworten Gerechtigkeit und Gleichheit wird Bildungspolitik mit Sozialpolitik verwechselt, die Abiturientenquote gilt ihr als Ausweis eines erfolgreichen Tuns, mit dem man sich vor dem Wahlvolk meint brüsten zu können. Zum Anderen ist es die unselige Rolle der sog. Erziehungswissenschaftler, die Lehrer und Eltern völlig verunsichert und schulische Wolkenkuckucksheime errichtet haben, in denen in völliger Verkennung der gesellschaftlichen Realitäten Spaß und Teamfähigkeit, vor der dringend notwendigen Förderung von Leisungsbereitschaft und dem damit einhergehenden Erwerb von Kenntnissen und Fachwissen hintangestellt werden. Wohl gemerkt: Diese Entwicklungen betreffen nicht nur das Gymnasium, sondern alle sonst (noch) bestehenden Schularten im sog. Sekundarbereich und vor allem die Grundschulen. Der Hauptaugenmerk liegt nicht mehr auf dem Kerngeschäft von Schule, der Vermittlung von Wissen. Im Vordergrund stehen so unscharfe Begriffe aus dem pädagogischen Fachchinesisch wie „Einsichten, zielerreichendes Lernen und altersgemäßer Leistungszuwachs“ nach Möglichkeit einhergehend mit der Abschaffung von Zeugnisnoten und somit einem stressfreien Durchlaufen der jeweiligen Jahrgangsstufen, bis hin zum Abitur. Auf diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass zwar auf der einen Seite die Zahl der Studienberechtigten immer mehr zunimmt, andererseits aber auch die Zahl der Schüler, die die Schule ohne einen qualifizierten Abschluss und sogar die Zahl der funktionalen wie strukturellen Analphabeten beängstigende Ausmaße angenommen hat. Wie man aber auf dieser Grundlage den Herausforderungen der vielzitierten Digitalisierung unserer Zukunft gerecht werden will, scheint mir ein schier unlösbares Rätsel."

10.01.2019: Ein input-aktuell-Leser schreibt (Name der Redaktion bekannt):
Ein neuer Bürgermeister, Hans-Peter Böffgen, ist vereidigt, der Verbandsgemeinderat ist verpflichtet und man hat zwei ehrenamtliche Beigeordnete gewählt, die auch ihren Amtseid leisteten. Nach außen sieht es so aus, als ob alle Fraktionen nur das Beste wollen, um die neue Verbandsgemeinde Gerolstein voran zu bringen.
Aber bei der konstituierenden Sitzung zeigten sich bereits im Hintergrund die ersten Machtkämpfe. Als man über die Hauptsatzung beriet und die Anzahl der Mitglieder der Ausschüsse festlegte, waren der SPD im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt zu viele Mitglieder vorgesehen. Anstatt der vorgeschlagenen 18 war man der Meinung, dass 16 Ausschussmitglieder ausreichend seien. Dieser Vorschlag wurde abgeschmettert. Die CDU vertrat den Standpunkt, dass man den Ausschuss stärker, also mit 18 Leuten, besetzen müsse. Das Potential von nicht mehr gewählten Ratsmitgliedern und von anderen interessierten Bürgern müsse ausgenutzt werden und somit müsse der Ausschuss mehr Mitglieder, sprich 18, haben.
Kurios war nur die nächste Entscheidung. Die SPD wollte den Haupt- und Finanzausschuss mit 16 anstatt der vorgeschlagenen 14 Mitglieder besetzen. Nun war die CDU gegen die Erhöhung der Mitgliederzahl.  Im Falle des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses wollte die CD ja außenstehendes Potential in den Ausschüssen nutzen, was aber nun nicht mehr gelten sollte.
Diese Argumentation kann man nicht nachvollziehen, außer es kommt der Gedanke, man muss zunächst mal zeigen wer der Stärkere ist. „Wenn der Eine etwas vorschlägt, sind wir grundsätzlich gegen den Vorschlag!“ Auch wenn man sich in den Begründungen widerspricht.
Den Vorschlag der FDP, einen Hauptamtlichen Beigeordneten einzusetzen, schmetterte man ab mit der Begründung, dass der neue Bürgermeister im Wahlkampf geäußert hatte, ohne Hauptamtlichen Beigeordneten auskommen zu wollen. Aber das hat doch der Verbandsgemeinderat und nicht der Bürgermeister zu entscheiden? Egal, wir schmettern die Vorschläge der Anderen ab.
Klugerweise brachten wohl die anderen Fraktionen keine Vorschläge ein. Vielleicht wollte man in der 1. Sitzung keine Schlappe erleiden.
Inwieweit die „Freien Wähler“ ihre Standpunkte weiter vertreten bleibt auch abzuwarten. Wenn die Fraktionsvorsitzende Karin Pinn auch in Zukunft die demokratisch beschlossenen Abstimmungsergebnisse im Alleingang über den Haufen wirft, wird diese Fraktion noch mehr unglaubwürdig. Die vorschnelle öffentliche Zusage zur Unterstützung eines Bürgermeisterkandidaten, entgegen dem Beschluss der Mitgliederversammlung, war nicht der erste Alleingang. Man hatte in der Mitgliederversammlung auch abgemacht, dass man nach der Bewerberfrist mit allen Bewerbern spricht. Aber die Vorsitzende lud bereits vor dem Ablauf der Bewerberfrist die bis dahin zwei bekannten Bewerber ein. Die dann noch eingehenden Bewerber ließ man außer Acht.
Auch die Forderung aus der Öffentlichkeit und der eigenen Fraktion: „Frau Pinn darf kein Amt in der neuen Verbandsgemeinde annehmen“, wird ausgesessen. Keine Reaktion. Wir machen weiter so.
Eine Quittung hat sie ja bereits erhalten. Ein Großteil der Freien Wähler hat sich wegen der Alleingänge ihrer Vorsitzenden abgespalten.
Die jetzt in Gründung befindliche „UWG Kylltal e.V.“ (Unabhängige Wählergruppe Kylltal e.V.) hat sich zum Ziel gesetzt, dass Alleingänge wie bei den „Freien Wählern“ nicht möglich sind. Alle Sitzungen werden öffentlich sein. Auch bei den Vorstandssitzungen können die Mitglieder anwesend sein. Ein stilles Kämmerlein wird es nicht mehr geben. Man will die Meinung der Bürger hören und vertreten. Immer mehr Mitglieder der „FWG“ wandern derzeit zur „UWG Kylltal“ ab. Hoffentlich wollen alle nur das Wohl der Verbandsgemeinde und nicht nur Pöstchen und Macht.

09.01.2019: Zur Entscheidung des neuen Gerolsteiner Verbandsgemeinderates, keinen hauptamtlichen Beigeordneten vorzusehen, erklären Tim Steen (Sprecher Grüne OV Kylltal) und Dietmar Johnen (Fraktionsvorsitzender Grüne):
"Kein hauptamtlicher Beigeordneter" war eine Aussage im Wahlprogramm der Grünen für die neue Gerolsteiner Verbandsgemeinde. Mit dieser Aussage standen die Grünen im Wahlkampf alleine. Alle Mitbewerber hatte offen gelassen, ob es einen hauptamtlichen Beigeordneten geben sollte oder nicht. In der konstituierenden Sitzung hat der neue Verbandsgemeinderat festgelegt, dass es ausschließlich ehrenamtliche Beigeordnete geben wird. Damit konnten die Grünen sich mit ihren Argumenten durchsetzen. Der Posten eines hauptamtlichen Beigeordneten wurde deshalb nicht missbraucht, um politische Mehrheiten zu erkaufen. Ein hauptamtlicher Beigeordneter hätte im Jahr ca 100.000 Euro gekostet.
Damit wäre ein Ziel der Fusion, nämlich Verwaltungskosten zu sparen und die beteiligten Gemeinden zu entlasten, von Beginn an erschwert worden. Die Grünen sind weiterhin der Meinung, dass aus den bisherigen Verwaltungen genügend erfahrene Führungskräfte vorhanden sind, so dass auch unter diesem Aspekt eine zusätzliche Führungskraft in der neuen Verwaltung nicht notwendig ist.

14.12.2018: Die ehemalige Kinderärztin Dr. Hildegard Slabik-Münter, Kreistagsmitglied DIE LINKE, zur Schließung der Geburtshilfestation in Daun :
„Die Gesundheitsministerin verteilt Trostpflaster. Ein zusätzlicher Rettungswagen soll die werdende Mutter zur weiter entfernten Geburtsklinik bringen, wenn es pressiert. Zu einem Drittel will das Land den Rettungswagen mit dem notwendigen Personal für ein halbes Jahr finanzieren. Diese Geste ist hilflos und löst nicht das Problem, dass der Kreis Daun eine Geburtshilfe braucht. Der Träger des katholischen Krankenhauses gibt den Versorgungsauftrag zurück und die Landespolitik ist machtlos. Eine Geburtshilfe nach der anderen schließt im ländlichen Bereich und die Politik hat keine Mittel dagegen. Die jungen Familien und werdenden Müttern bekommen die Folgen der verfehlten Gesundheitspolitik unmittelbar zu spüren. Die Lebensbedingungen auf dem Lande verbessern sich so nicht. Es ist wie mit den kommunalen Haushalten: wenn man für die öffentliche Daseinsvorsorge nicht genug Geld ins System gibt, kann für die grundlegenden Belange der Bürger vor Ort nicht mehr gesorgt werden. Gesundheitspolitik in Bund und Land bedeutet schon lange nicht mehr, dass in einem Krankenhaus der Grundversorgung im ländlichen Bereich die Geburtshilfe aufrecht erhalten bleibt. Profiteure der Zentralisierung im Gesundheitswesen sind die medizinischen Großkonzerne, die unter dem Deckmantel der angeblichen Wirtschaftlichkeit das Gesundheitswesen durchrationalisieren und aussaugen. Je mehr Fälle, desto mehr Einnahmen ist die Grundlage der Finanzierung des Betriebs im Krankenhaus durch Fallpauschalen. Mangelnde Tarifbindung, schlechte Bezahlung der wichtigen, unentbehrlichen Pflegeberufe und die hohe Arbeitsverdichtung in den Krankenhäusern sind ebenfalls die Folge, wenn Krankenhäuser nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden. Die irrige Politik, dass der Markt die Gesundheitsversorgung regulieren kann, muss ein Ende haben.“

23.11.2018: Landrat Heinz-Peter Thiel nach einem Gespräch mit dem Träger des Maria-Hilf Krankenhauses Daun, der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH, zur aktuellen Sachlage der angekündigten Schließung der Geburtshilfe:
„Heute so, morgen so“ – das ist nicht die Eifel. Hier sind die Menschen geradlinig und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Aber wenn sie einmal in Fahrt kommen, dann sind sie auch nicht so leicht zu stoppen und stehen fest zusammen. Das haben wir in dieser Woche in Daun gesehen, als so viele Menschen wie noch nie auf die Straße gegangen sind, um für den Erhalt der Geburtshilfe zu demonstrieren. Und die Aktionen werden weitergehen! Die Vulkaneifler wollen eine Geburtshilfe in der Region, nah bei den Müttern. Für die gesund versorgte Menschwerdung, für Mutter und Kind. Wir haben auch oder gerade im ländlichen Raum einen Anspruch auf zeitgemäße gesundheitliche Versorgung.
Während in Daun die Proteste organisiert wurden, hatte ich in Berlin die Gelegenheit zu einem respektvollen, offenen und ehrlichen Austausch von Beschlusslagen mit der Geschäftsführerin der Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH. Die solitäre Bedeutung eines (noch) breit aufgestellten Krankenhauses mit einem hohen Ansehen wurde von mir klar unterstrichen. Die aktuellen zunehmend starken Proteste müssen als Unterstützung für ein gemeinsames Bemühen um Stabilität und Fortgang im Bereich der Geburtshilfe von der ganzen Bevölkerung, den Kunden des Hauses, gesehen werden. Machen wir uns nichts vor: Aus unternehmerischer Sicht steht der Beschluss fest. Ob das so bleibt, ist abzuwarten. Denn die Hartnäckigkeit der Eifeler, für ihre Region eine bestmögliche Geburtshilfe zu wollen, ist auch in Berlin angekommen. Die Demonstration in Daun wird dies noch erheblich verstärkt haben. Die Verantwortlichen des Krankenhausträgers werden nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen können.
Wir brauchen Zeit. Wir können nicht binnen weniger Wochen einen Systembruch in der Versorgung unserer Gebärenden mit dem Blick auf die Gesundheit von Mutter und Kind auf den langen, kurvenreichen und witterungsbeeinflussten Fahrten zu den verbleibenden Geburtskliniken in 40 bis 50 Minuten angstbesetzten Fahrtzeiten vollziehen. Und auch die umliegenden Kliniken sind derzeit bereits voll ausgelastet, technisch und personell nicht vorbereitet und brauchen eine Übergangszeit.
Diese Proteste werden so lange wirkungsvoll anhalten, bis man den kurzfristig angesetzten Schließungstermin aussetzt. Dies ist notwendig, um Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit überhaupt erstmals Zeit einzuräumen, unserem beliebten Krankenhaus Maria Hilf zu helfen, mit starkem Rückenwind der ´ganzen Leut´ aus der Region das Machbare im nächsten Jahr weiter zu führen. Wir müssen zum Schutz der Mütter und Kinder die LETZTE GEBURTSHILFE in der Region als lebensnotwendige menschenzugewandte Daseinsvorsorge stabilisieren."

15.11.2018: Der Kreisverband Vulkaneifel von Bündnis90/Die Grünen zur Schließung der Geburtshilfestation am Dauner Krankenhaus::
"Wir stehen hinter den jungen Frauen, denen mit der Schließung der Geburtshilfe im Krankenhaus Maria-Hilf in Daun zum Jahresende die Möglichkeit genommen wird, auf kurzem Weg eine Klinik zur Entbindung  zu erreichen. Davon abgesehen verlieren die dort tätigen Hebammen Ihren Arbeitsplatz und sollen auf die umliegenden Krankenhäuser mit Geburtshilfestationen verteilt werden. Wir sehen hier die Politik in der Pflicht, insbesondere die Landesregierung in Mainz, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit junge werdende Eltern im Kreis Vulkaneifel noch ihre Kinder entbinden können und die Hebammen ihre Arbeitsplätze behalten. Mit diesem Schritt verliert der Vulkaneifelkreis einen Teil der Attraktivität für junge Familien. Die Konsequenzen der hier versagenden Politik hat wieder einmal der Bürger zu tragen und hier trifft es mit voller Wucht die Zukunft unseres Kreises. Wir protestieren gegen diese kurzfristig bekanntgegebene Schließung und fordern das zuständige Ministerium der Landesregierung in Mainz, die kassenärztliche Vereinigung, sowie die Geschäftsführung des Maria-Hilf Krankenhauses auf in einen Dialog zu treten und eine geeignete Lösung für werdende Mütter des Vulkaneifelkreises zu finden. Es kann nicht sein, dass die entbindenden Mütter einen Anfahrtsweg von etwa einer Stunde in die Krankenhäuser nach Wittlich, Bitburg, Trier, Mayen, Bad Neuenahr oder Mechernich haben. Andere Lösungsansätze sind hier gefragt, wie z.B. ein Geburtshaus im Kreis. Bis dahin muss eine Entbindung im Krankenhaus Maria-Hilf in Daun aufrechterhalten werden."

13.11.2018: Leser Rainer Meyer aus Weinsheim zur Krankenhausversorgung und Elektromobilität  im ländlichen Raum:
Mitte dieses Jahres bot die Akademie ländlicher Raum ein Seminar über die Chancen der Elektromobilität im ländlichen Raum an. In der Verbandsgemeinde Prüm werden Produkte produziert, die in der ganzen Welt Käufer finden. Dafür stehen z.B. Menschen bei der Fa. Stihl und bei der Fa. Tesla. Diese Firmen rekrutieren Personal überall in der Welt.
Doch wer will denn in die Eifel? Die nächste Entbindungsstation für Babys auf deutschem Gebiet ist in Bitburg oder Mechernich, weit weg!
Die Hausärzte werden immer weniger. Ich kann mir nicht vorstellen, dass junge Paare in die Eifel ziehen wollen, wenn diese wissen, dass dort die Infrastruktur mangelhaft ist. Jetzt wird sich Gedanken darüber gemacht, ob das St. Joseph Krankenhaus in Prüm noch wirtschaftlich ist. Sollte einmal ein Unglück bei den Firmen passieren, müssen die betroffenen Menschen weit weg in Krankenhäuser kutschiert werden, um dort versorgt zu werden. Man könnte jetzt unterstellen, dass es verschiedene Verunglückte nicht mehr bis zum nächsten OP-Tisch schaffen und auf der langen Reise durch die Eifel versterben, weil vor Ort kein Krankenhaus vorhanden ist.
Es ist toll, dass sich Hi-Tec-Firmen in der Eifel niederlassen, jedoch sollte die erforderlich Infrastruktur auch vorgehalten werden. Hier ist die Politik gefragt, die Menschen die bei den großen Arbeitgebern arbeiten, Lohnsteuern bezahlen, Kaufkraft in den ländlichen Raum holen, haben ein Recht auf eine intakte Infrastruktur. Vor 35 Jahren wurde das Ziel ausgerufen, dass jeder Bundesbürger höchsten 20 km bis zur nächsten Autobahn haben darf. Das ist ja schon fast realisiert, jedoch bis zum nächsten Krankenhaus muss man bald sehr große Strecken zurücklegen. Da läuft mächtig was schief. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Krankenhaus in Gerolstein auch in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Wenn das der Fall ist, sollte man besser in Silicon-Eifel nicht mehr krank werden und die Babys kommen zukünftig auf dem Weg ins Krankenhaus auf die Welt. Demnächst wird wohl bei vielen Menschen auf der Geburtsurkunde stehen: Geburtsort: A60.

05.11.2018: Horst Becker aus Arzfeld zum Zustand der Regierungskoalition in Berlin:
"Diese GroKo ist nach meiner Meinung am Ende. Man glaubt es kaum: Am 14. März 2018, vor gerade mal etwas mehr als sieben Monaten, wurde Angela Merkel im Bundestag zur Bundeskanzlerin und damit zur Chefin einer Regierung aus CDU/CSU und SPD gewählt, die versprach, unser Land bis 2021 zu regieren. Von Anfang an aber bot diese Regierung dem aufmerksamen Beobachter ein jammervolles Bild aufgeblasener und weitgehend unfähiger Ministerdarstellerinnen und -darsteller, gepaart mit völlig überflüssigen parteipolitischen Rangeleien und großem Misstrauen unter den Bündnispartnern, die wenige oder keine zukunftsfähigen Antworten auf die drängenden Probleme unserer Zeit wie Bildung, Digitalisierung, Migration präsentieren konnten. Kein Wunder, dass die Wählerinnen und Wähler in Bayern und Hessen jüngst ein Machtwort gesprochen haben und dem vollmundigen Anspruch der vermeintlichen Volksparteien einen gehörigen Denkzettel verpasst haben. Diese Koalition ist spätestens seit den besagten Landtagswahlen am Ende und sie haben abgewirtschaftet. Und welche Konsequenzen ziehen sie daraus? Frau Merkel gibt zähneknirschend das Amt der CDU-Vorsitzenden ab, will aber – ein aberwitziger Gedanke - drei Jahre weiter als Bundeskanzlerin arbeiten, egal wer ihr als Vorsitzende(r) in der CDU nachfolgt; Andrea Nahles klammert sich wie eine Ertrinkende an das Floß der Regierungsbeteiligung, obwohl auch ihr längst klar sein müsste, dass sie damit den Gang in die politische Bedeutungslosigkeit für ihre einst so stolze SPD dramatisch beschleunigt und stellt stattdessen irgendwelche ominösen Fahrpläne auf, die sie dann in ihrer vulgär-politischen Art beurteilen wird.
Von dem zahnlosen und irrlichternden bayerischen Tiger Horst Seehofer brauchen wir gar nicht zu reden, er wird – und es ist nicht notwendig, eigens die Bavaria auf dem Nockherberg zu befragen - nicht mehr lange im Amt des CSU-Vorsitzenden sein. Lassen sich auf diesem Hintergrund gravierende Änderungen herbeiführen und teure Neuwahlen vermeiden? Doch – zugegebenermaßen – zarte Hoffnungsschimmer lassen sich erahnen. Indizien hierfür sind das Gerangel um den CDU-Vorsitz, in dessen Mittelpunkt das Merkel’sche Abziehbild Annegret Kramp-Karrenbauer, der stramm-konservative Jens Spahn und der von Wolfgang Schäuble als quasi „Kai-aus-der-Kiste“ gezauberte durchaus chancenreiche Friedrich Merz stehen.  Egal, wer den Vorsitz am Ende übernehmen wird, eine reibungslose Zusammenarbeit mit Frau Merkel ist schwer vorstellbar, wenn nicht sogar auszuschließen. Der Rücktritt Merkels vom Kanzleramt scheint spätestens dann unausweichlich und eine Neubildung der Bundesregierung aus Union, Grünen und FDP wäre denkbar. Die Grünen als bisherige Nutznießer der Unzufriedenheit im linken politischen Wohlfühllager müssten aber endlich Farbe bekennen, die FDP könnte – da Merkel nun weg wäre – ohne Gesichtsverlust in die Regierung eintreten, die dann eine komfortable Mehrheit hätte. Neue Köpfe und vielleicht auch neue frische Ideen für unser Land, für Europa? Warten wir`s ab – am Ende wählen wir doch neu ? So ist die Demokratie!"

15.10.2018: Leserbrief von Ortsbürgermeister Hubert Tautges aus Winterspelt zur A 60 Winterspelt - Prüm  und B 51 Olzheim - Prüm
"Der ehemalige Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Joseph Maraite (CSP), bezeichnete mal die A60 auf deutscher Seite zurecht als "die teuerste Sackgasse Europas". Hintergrund war, dass Belgien von den Seehäfen bis zur deutschen Grenze nach Winterspelt beim durchgehenden Autobahnbau seine Hausaufgaben gemacht hatte, während es auf deutscher Seite nur in kleinen Schritten schleppend weiterging. Seit den sechziger Jahren wurde damit begonnen, von allen Seiten Schnellstraßen an die Eifelregion heranzuführen, die Eifel selbst aber ist nach wie vor ein Flickenteppich an halbfertigen Teilstücken, mit den schlimmen Folgen dieser stümperhaften Verkehrspolitik. Für mich sind auch die von uns gewählten Politiker in Berlin und Mainz aufgerufen, sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Eifelstraßen einzusetzen, die dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, und hier besonders dem Schwerlastverkehr, gerecht werden. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich 20 Jahre hinter den erforderlichen Straßen-Baumaßnahmen zurück. 
Alle Menschen, die bisher dort bei Verkehrsunfällen gestorben sind, könnten noch leben. Schwerverletzte, die  lebenslang unter den Folgen leiden müssen, könnten noch als gesunde Menschen am täglichen Leben teilnehmen, hätte man die A 60 komplett als Autobahn fertiggestellt - das gleiche gilt für die B 51 von Stadtkyll - Olzheim - Prüm zur A 60.
Die hohen Geschwindigkeiten, die allzu oft auf den “langen Geraden“ gefahren werden, haben bei Unfällen im Begegnungsverkehr besonders schlimme Folgen, da ja die schützenden Mittelleitplanken fehlen. Fatal ist auch, dass viele Fahrer, die von der Autobahn aus Belgien oder der A 60 aus Richtung Bitburg kommen, oft im Kopf nicht "umschalten", dass man plötzlich auf einer “Eifeler Landstraße“ im Schneckentempo fahren soll. Die Ersthelfer von DRK, Feuerwehr und Polizei müssen immer wieder die Toten und Schwerverletzten bergen und brauchen oft lange, um das Erlebte zu verarbeiten.
Ein Irrsinn ist auch, dass bei Reparaturmaßnahmen oder Unfällen auf der A 60 zwischen Winterspelt und Prüm und der B 51 zwischen Olzheim und A 60, der Verkehr über Prüm/Niederprüm und die Dörfer umgeleitet wird und sich dann, besonders durch den starken Schwerlastverkehr, die Verkehrsteilnehmer wochenlang im Schneckentempo über die auch sehr maroden und engen Landstraßen bewegen müssen.
Würden A 60 und B 51 als Autobahn oder autobahnähnlich ausgebaut, könnte im Bedarfsfall der Verkehr auf diesen Trassen umgeleitet werden und die Folgekosten von Umleitungen für die Reparatur der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden eingespart. Der vierspurige Ausbau des rund 15 km lange Teilstücks Winterspelt – Prüm, Weiterführung der A 1 und bedarfsgerechter Ausbau der B 51, liegen offenbar immer noch in weiter Ferne. Was muss noch geschehen, damit die Verantwortlichen endlich handeln und nicht nur vor Wahlen nichtssagende Sonntagsreden halten?

24.09.2018: Veröffentlichung der Bürgerinitiative "Gegenwind-Schneifel" zur Verbandsgemeinderatssitzung am 25.09.2018 bez. Windkraft auf Teilen des Schneifelhöehenrückens - Auszug
"Die Windkraftplanung auf der Schneifel geht in die entscheidende Runde. Die nächste Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde Prüm ist für Dienstag den 25.09.2018 im Sitzungskalender eingetragen. Auf der Tagesordnung stehen die alles entscheidenden Beschlüsse, die den gigantischen Windpark auf dem hochsensiblen Schneifelrücken zulassen. Die Agenda steht, TOP-5 ist die umwelt-verachtende Fortschreibung des Flächennutzungsplans Windkraft mit reichlich vielen Rotoren auf den gar so windreichen Höhen in den Schutzgebieten der Schneifel. Abnicken der Beschlüsse durch die Ratsmitglieder – reine Formsache?
Den aktuellen und nun entscheidenden Beschlussvorlagen vorangegangen war ein öffentliches Beteiligungsverfahren an der Offenlage des überarbeiteten Flächennutzungsplanes der VG Prüm mit Stand 02/2017. Träger öffentlicher Belange und Private konnten ihre Einwände vorbringen. Schön ist, dass die Gemeindeverwaltung sich die Zeit genommen hat, jeden Einwand zu kommentieren. Weniger schön ist es, dass systematisch Einwände abgewiesen werden, die eine Windkraftnutzung auf der Schneifel in Frage stellen und bereitwillig jeder Einwand zugelassen wird, der eine Flächenvergrößerung auf der Schneifel einfordert. Im Ergebnis liegt nun ein Plan-2018 mit stark vergrößerten Flächen für den Windkraftausbau auf dem Schneifelrücken zur Abstimmung vor. Die Planvorlage-2017 ist damit obsolet.
Und täglich grüßt das Murmeltier
Wieder einmal missachtet die Verwaltung der Verbandsgemeinde (VG) Prüm die vom Rat beschlossenen Planungskriterien für den Flächennutzungsplan (FNP). Und wieder einmal zielen die Begründungen nur in eine Richtung: noch mehr Sondergebiete für die Windkraft auf der Schneifel, jetzt eine Vergrößerung der Fläche über 30% von rund 260 ha auf 340 ha.
Bereits in 2016 änderte die Verwaltung nach der Offenlage des FNP die beschlossenen Kriterien willkürlich zugunsten von größeren Flächen auf der Schneifel, u.a. wurden die Schutzabstände zu den Horsten, der unter Naturschutz stehenden Schwarzstörche und Rotmilane halbiert. Das politische Mandat dazu holte sich die Verwaltung nachträglich, unter großen Murren der Ratsmitglieder.
Nun wiederholt sich der ungeheure Vorgang: Wieder ändert die Verwaltung die Vorgaben. Nicht etwa, weil der Rat neu debattiert hätte, sondern auf Druck der Windkraftgesellschaften, die sich im Nachteil sehen und mit Klagen drohen.
Am 06.12.2016 beschloss der Rat die Offenlegung des FNP mit zwei reduzierten Sondergebieten für Windenergieanlagen (WEA) auf der Schneifel. Ein Gebiet C-1 nördlich der US-Airstation mit 104 ha und ein Gebiet C-4 südlich vom Schwarzen Mann mit 160 ha. Die touristischen Gebiete rund um das Blockhaus Am Schwarzen Mann sollten weiträumig frei von Windenergieanlagen bleiben.
Die Strukturgenehmigungsdirektion Nord (SGD) bzw. die Regionalstelle Wasserwirtschaft meldete nach der Offenlegung Bedenken gegen die Errichtung von WEA in beiden Sondergebieten C-1 und C-4 an, da die Gefahr der Grundwasserverseuchung und die Zerstörung unter Bundesnaturschutz stehender Flächen bestand. Diese Gefahr wurde in einem hydrologischen – und bodenkundlichen Gutachten an vielen Stellen bestätigt. Das wiederum bedeutet, dass die ausgewiesenen Flächen nur eingeschränkt für die Windenergie zur Verfügung stehen.
Klar, dass solche Einschätzungen den Windkraftbetreibern nicht passen. Wenn aber Einwände gegen die Sache immer nur zur Kenntnis, nicht aber ernst genommen werden, stellt sich die Frage, wozu Gutachten und Debatten überhaupt noch dienen?
Wir appellieren eindringlich an die Räte der Verbandsgemeinde Prüm, sich jetzt gewissenhaft in die Themen einzuarbeiten. Ihre Entscheidungen haben langfristige und weitreichende Folgen für die Schneifel und für die Region. Es wäre fatal, wenn die Informationsflut überfordert, und verharmlosenden Scheinargumenten der Windkraftlobby gefolgt würde.
Niemand sage nachher, er hätte nichts gewusst …
Unsere Bürgerinitiative hat sich intensiv in das komplexe Thema Windkraft eingearbeitet. Auf unserer Home-Page tragen wir Informationen zusammen. Insbesondere werten wir die Planungen aus, die sich auf die Schneifel beziehen. Obwohl unser Name aussagt, dass wir uns gegen einen Ausbau der Windkraft auf der Schneifel aussprechen, versuchen wir objektiv zu sein. Diese Objektivität erwarten wir jetzt auch von jedem einzelnen Ratsmitglied. Treffen Sie bitte keine Entscheidung, die Sie sich nicht selbst erarbeitet haben! Wir suchen gerne das Gespräch und bieten bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den umfangreichen Veröffentlichungen und Unterlagen unsere Unterstützung an.
Fakt ist, dass gegen alle Belange in dem europäisch geschützten Flora-Fauna-Habitat-Gebiet der Schneifel gearbeitet wird und die Flächen für die Windkraft in 2018 wieder deutlich größer ausfallen, als es in 2017 beschlossen wurde.
Die Windkraftplanung liegt bewusst in regionaler Hand. Politiker vor Ort kennen ihre Region und wissen, was die Menschen mittragen und was eben nicht. Wer das Blockhaus Am Schwarzen Mann als keine Bebauung im eigentlichen Sinn beschreibt, um dort Windkraftanlagen errichten zu können, der kommt nicht von hier. Wer den Schneifel-Tourismus als untergeordnet abtut, hat überhaupt nicht verstanden, was die Region ausmacht und was die Menschen hier in der Natur finden. Und wer eine Umzingelung kleiner Eifeldörfer mit Windkraftanlagen als nicht per se unzumutbar erklärt, der schließt kaltblutig mit einer Region ab, die sich der erdrückenden Übermacht einer Energielobby nicht erwehren kann. Denn wie Nadelstiche bohrt sich eine nach der anderen Windkraftanlage in die gewachsene Landschaft. Im Umkreis von hunderten Metern müssen Flächen freigehalten werden und verdichten sich die Böden so enorm, dass sie ihre wichtige Funktion als Wasserspeicher nicht mehr erfüllen. Zusammenhängende Waldregionen werden zerschnitten und verlieren ihre Schutzfunktion für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Windkraftanlagen nehmen Dimensionen an, die das Landschaftsbild nicht mehr nur stören. Ihre Dominanz wird vielerorts zum neuen, prägenden Landschaftsbild.
Ja, wir brauchen einen Verbandsgemeinderat. Ja, wir brauchen starke Politiker, die sich nicht vorführen lassen, die ihre Entscheidungen auf eigener Meinungsbildung begründen. Und ja, wir brauchen eine Politik für die Region mit der Region. Am 25. September trifft der Rat der Verbandsgemeine Prüm eine wichtige und eine folgenreiche Entscheidung für die Schneifel und die ganze Region rund um den Schwarzen Mann. Das darf nicht reine Formsache sein."

20.06.2018: Leserbrief von Dr. Hildegard Slabik-Münter, Mitglied des Kreistags im Vulkaneifelkreis für die Partei Die Linke, zur Erhaltung der Onkologie im Krankenhaus Daun
Stellungnahme nach der Kreistagssitzung vom 18.06.2018: "Für die Patienten der Onkologie brennt es jetzt. Landrat Thiel und der Kreistag dürfen Ihre Unterstützung nicht auf die lange Bank schieben.
Verhandlungen mit den einzelnen Akteuren sind die eine Sache. Sie sind wichtig. Das ist in dieser akuten Situation aber nicht genug! Leider sind Landrat Thiel und die im Rat vertretenen Parteien nicht auf den Wunsch von Frau Weber - Meeth eingegangen, mit ihr und den 3400 Unterschriften zur Kassenärztlichen Vereinigung zu gehen und bei der Landesregierung vorzusprechen, um der Angelegenheit Nachdruck zu verleihen. Das ist eine große Enttäuschung. Der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung hat nicht die Interessen der Patienten im Fokus. Die Begrenzung der Zulassungen von Ärzten dient der Konkurrenzausschaltung untereinander und nicht der besten ortsnahen Versorgung. Es müssen neue Lösungen her, die die Bedürfnisse der Patienten in den Mittelpunkt rücken. Im ganzen Land sind Krankenhäuser in ländlichen Bereichen einem besonderen Kostendruck ausgesetzt. Viele wurden schon geschlossen. Die öffentliche Hand muss deshalb mehr Mittel zur Verfügung stellen, um endlich das Versprechen wahr zu machen, die ländliche Räume der Stadt gleichzustellen. Auch anderswo sind inzwischen Sicherstellungsgelder erkämpft worden. Gesundheit ist eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsfürsorge."

10.06.2018: Horst Becker aus Arzfeld zum Thema "Flüchtlingskrise"
"Es bestätigt sich in diesen Tagen zunehmend, was viele aufmerksame und parteineutrale Beobachter der politischen Szene in Deutschland schon seit längerer Zeit beobachten müssen: Die herrschende politische Klasse in Bund und Land versagt in eklatanter Form bei der Bewältigung der Probleme im Zusammenhang mit der sog. Flüchtlingskrise. Offenbar wird hier ein Staatsversagen, das die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes in dieser Form wohl nicht für möglich gehalten hätten. So ist z.B. eine Bundesbehörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), nicht in der Lage trotz zur Verfügung stehender modernster Erkennungstechniken sich einen verlässlichen Überblick über die in unserem Land sich aufhaltenden Migranten zu verschaffen und bei der Erteilung von Asylbescheiden zudem in den Geruch der Korruption gekommen; so sind die Länder aus parteipolitischen Motiven sich völlig uneins darüber, wie man mit der großen Zahl an Wirtschaftsflüchtlingen verfahren soll und ordnet sie stattdessen in unverantwortlicher Weise den politisch Verfolgten zu, schwadroniert allesamt von „Schutzsuchenden“ und höhlt damit das grundgesetzlich-verankerte Asylrecht aus. So wehrt man sich im Bundestag vehement gegen die dringend notwendige parlamentarische Aufarbeitung der politischen Beschlüsse im Zusammenhang mit der unkontrollierten Einwanderung ab 2015 durch einen Untersuchungsausschuss. Als fadenscheiniges Argument dient hier der Hinweis, man wolle mit der AfD keinen gemeinsamen Antrag stellen. Es drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass man aus Angst vor der Bevölkerung eine umfassende Darstellung der politischen Verantwortlichkeiten aller seinerzeit im Parlament vertretenen Parteien, die den fatalen Merkelschen Schnellschuss erst möglich gemacht haben, vermeiden will. Vollends düster sind allerdings die Zukunftsaussichten: Wenn es keinen ernstzunehmenden Schutz der EU-Außengrenzen gibt, kann jeder einwandern. Wenn nicht konsequent abgeschoben wird, kann jeder bleiben in diesem attraktiven deutschen Sozialstaat. Einmal in Deutschland angekommen, müssen diese Menschen eine Abschiebung nicht fürchten, weil der Staat sie kaum vollzieht bzw. vollziehen will. Hunderttausende sind ausreisepflichtig, nur ein Bruchteil davon wurde im vergangenen Jahr abgeschoben. Die dringend notwendigen Ankerzentren sind parteipolitisch umstritten und werden so rasch nicht eingeführt werden. Dabei ist eine zentrale Aufnahmeeinrichtung sinnvoll, diejenigen, die kein Bleiberecht erhalten können, zu erfassen und nicht erst auf die Kommunen zu verteilen. Es macht keinen Sinn, dass sich Menschen einleben, die nicht bleiben dürfen. Der Druck auf die Herkunftsländer, die sich weigern ihre Landsleute zurückzunehmen, muss erhöht werden. Bei fehlender Kooperation spricht nichts dagegen, die Entwicklungshilfe zu kürzen. Dies sind nur einige Maßnahmen, die rasch ergriffen werden müssten, um den äußerst gefährdeten sozialen Frieden zu erhalten und den Belangen der wirklich Asylberechtigten zu entsprechen. Angesichts der bereits begonnenen und sich in den kommenden Jahren dramatisch verstärkenden Zuwanderungswelle aus Afrika in die Länder der europäischen Union sind tragfähige und langfristig-solide Konzepte gefragt, die jenseits ideologischer Leitlinien erarbeitet werden müssen und Deutschland muss hier als einer der führenden europäischen Staaten prägend sein. Allerdings fehlt mir angesichts des beschämenden Versagens unserer politischen Vertreter in Bezug auf die Zuwanderungsproblematik im eigenen Land der Glaube daran."

01.06.2018: Zur aktuellen Unwetterlage schreibt der input aktuell-Leser Wolfgang Nickels aus Daleiden:
Daleiden und Umgebung sind seit dem Morgen ohne Telefon und Internet. Den Ortsteil Falkenauel hat es neben dem Hochwasser nun seit dem Mittag nochmals erwischt. Nun ist auch noch die Wasserversorgung zusammengebrochen. Wohl ein Rohrbruch.
Im „strahlenlosen" Tal, wo auch im Normalfall kein Handy und kein Internetempfang ,wo in regelmäßigen Abständen auch das Telefon ausfällt, plant man nun die Umstellung auf Brieftauben und Rauchzeichen .
Es sei denn, die Politiker bemerken, dass in diesem wunderschönen Tal auch Menschen wohnen...

30.05.2018: Zur Situation des Dauner Krankenhauses schreibt Dr. Hildegard Slabik-Münter von DIE LINKE Kreisverband Vulkaneifel
"Der Plan, die Onkologie im Krankenhaus Daun zu schließen, zeigt hier vor Ort die negativen Folgen der seit Jahren verfehlten Gesundheitspolitik. Das Gesundheitswesen ist eine der wichtigsten Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Seit dem letzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts wurde die Gesundheitsversorgung aber unter dem Vorwand der wirtschaftlichen Sanierung mehr und mehr einem hohen Kostendruck ausgesetzt. Wohnortnahe Versorgung gibt es nur so lange, wie sie wirtschaftlich ist. Die Bedürfnisse und berechtigten Interessen der Patienten werden dabei geopfert, anstatt im Zentrum zu stehen. Darum fordern wir die Landesregierung auf, ausreichend Maßnahmen zu ergreifen, dass die  Onkologie im Krankenhaus Daun bleiben kann! Wir treten auch für den Erhalt der Geburtshilfe im Dauner Krankenhaus ein!
Das Krankenhausfinanzierungsgesetz sollte eine finanzielle Garantie für die gefährdeten Abteilungen in Krankenhäusern im ländlichen Bereich vorsehen.
Die Kassenärztliche Vereinigung muss neue Lösungen bei der Verknüpfung der Arbeit von Niedergelassenen und Krankenhausärzten zulassen.  Die einseitige Interessenvertretung für bestimmte niedergelassene Facharztgruppen ist zu beenden.  Die Sicherstellung der Patientenversorgung gehört in das Zentrum der Bemühungen.  Darüber hinaus sind gute Bedingungen für das Pflegepersonal herzustellen. Die Landesregierung hat sich intensiv dafür einzusetzen, dass die Rahmenbedingungen verbesserte werden. Wir fordern flächendeckend einheitliche Tarifverträge, die für alle Arbeitgeber verbindlich sind und die die wichtigen Leistungen in diesem Beruf gut und richtig entlohnen. Für alle Häuser fordern wir gewählte Mitarbeitervertretungen. Mindestpflegepersonalzahlen müssen vorgeschrieben werden."

04.05.2018: Leserbrief von Daniel Hohben aus Gangelt zum Artikel "Kartbahn Dahlemer Binz vor unsicherer Zukunft"
"Es klingt fast so als ob der Bürgermeister ein Fürsprecher der Bahn ist. Was hinter den Kulissen aber ganz anders aussieht. Haben sie in ihrer journalistischen Verantwortung Mal recherchiert, wie viele Anwohner sich tatsächlich anwaltlich in der Sache vertreten lassen? Wieso waren freitags/samstags keine Rennkarts, wenn es doch angeblich erlaubt ist? Ich könnte dazu weiter ausholen und noch mehr Fragen hinterschieben. Es macht den Anschein, als ob sich der Herr Bürgermeister in ein anderes Licht rückt als es tatsächlich ist.
Ich darf auf Ihre journalistische Verantwortung verweisen inhaltlich zu prüfen, bevor sie Artikel rausbringen."

27.04.2018: Leserbrief zum Thema "Diesel betteln" - Verfasser und Kennzeichen der Redaktion bekannt
"Hiermit möchte ich Sie über eine ganz neue Masche informieren, wie neuerdings versucht wird, an Diesel zu kommen. Da kommt ein südländischer Mann, so Mitte Dreißig, schwarze lockige Haare, mit Boddybuilderfigur, diskret an die Fahrertür von kleineren und mittleren LKW klopfen. Macht einen etwas gestressten Eindruck, fragt erst nach Werkzeug und danach, ob man ihm so ca. 5L Diesel geben könnte. Er hätte drüben beim Polen Rapsöl bekommen, und möchte das verdünnen. Deshalb braucht er aber unbedingt puren Diesel. Wenn man einwilligt, ihm zu helfen, sagt er: Ich hole schnell den Kanister, 2 Minuten bin ich wieder  hier und deine Pause wird nicht überzogen. Dann kommt er mit Kumpel, großem 30 Liter Plastikkanister und ca. 1m langem großen Wasserschlauch an. Der Kumpel ist etwa gleichalt, auch Südländer mit schwarzen Haaren, aber er hat einen Vollbart. Beide sprechen ein sehr gutes Hochdeutsch, als wenn sie irgendwo aus dem Ruhrgebiet kämen. Hatte zuerst geglaubt, dass die wirklich in Not seien, aber sie haben leider auch mehr als nur ein paar Liter genommen... D. h. Schlauch wird in LKW Tank gesteckt, und dann der Diesel mit dem Mund angesaugt… Doch, als der erste ein paar Tage später wieder auf dem Parkplatz an der A1 Richtung Euskirchen, gleich hinterm Kreuz Bliesheim, an meine Tür klopfte, hab ich gleich abgewunken. Aber diesmal hat er den Fehler gemacht, seinen Transporter gleich hinter meinen Zug zu stellen, sodass ich sehen konnte, wo er einstieg. Von mir ist er dann etwas weiter gefahren, sodass ich auch jetzt sein Kennzeichen habe. Es handelt sich um einen weißen 3,5 Tonnen Transporter von Mercedes mit dem amtlichen Kennzeichen....
Ereignet hat sich das erste Mal am 17.4. zwischen 14:15 und 14:30 Uhr, und das zweite war am 23.4.2018 zwischen 13:55 und 14:40 Uhr. Vielleicht können Sie ja dies irgendwie in Ihrer Zeitung verwerten und/oder erwähnen, dass andere Fahrer nicht darauf reinfallen… "

23.02.2018: Leserbrief von Werner Berlingen aus Gönnersdorf zum Artikel "Die Landesregierung Rheinland-Pfalz kämpft um die Erhaltung des Krankenhauses Prüm - mit Stellungnahmen"
"Ich weiß zwar nicht, was die AFD dazu beantragt hat und warum deren Antrag nicht aufgeführt wird, um eine vollständige Meinung dazu bilden zu können. Dennoch muss ich für den Artikel danken, denn es war mir nicht bewusst, dass es so schlimm um unser bestes Krankenhaus in der Region steht.
Auch wenn man nicht alle Stellungnahmen für bare Münze nehmen kann, so sind sich doch alle einig, dass der Erhalt des Krankenhauses nicht nur notwendig sein sollte, sondern überlebenswichtig ist. Die fachliche Reputation des Prümer Krankenhauses liegt deutlich über dem benachbarten KH.
Ich danke dem KH Prüm, und ziehe es jeglichem benachbarten KH vor. Was nützen alle Paragraphen  und Debatten, wenn die Politk die Zahlen hin und her dreht und zusieht. Gerade im Bereich der ärztlichen Versorgung und vielen anderen Angelegenheiten vergisst Mainz die strukturschwache Eifel immer mehr."

13.02.2018: Zu einer Schlägerei am Rosenmontag in Gillenfeld schreibt Leserin Karin K.:
Ich finde es definitiv daneben, den Bericht so stehen zu lassen. Es ging vorher um Gewaltübergriffe des Geschädigten einem jungen Mädel gegenüber und die ersten Bedrohungen und Schläge kamen auch vom Geschädigten. Nun werden die Jungs hier als die Bösen dargestellt. Weggucker bei Gewalt gegen Frauen gibt es genug auf der Welt.

27.01.2018: Leser Horst Becker aus Arzfeld zu den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD in Berlin:
Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl am 24. September musste die CDU/CSU ein Minus von 8,5 % verzeichnen und die SPD von 5,2 %. Alle anderen Parteien im neugewählten Bundestag haben dazugewonnen bzw. sind zum ersten Mal (AfD) oder wieder (FDP) im Parlament vertreten. Gewiss haben die beiden bisherigen Regierungspartner eine knappe Mandatsmehrheit von 399 (insg. 709), aber strahlende Sieger sehen anders aus. Die amtsmüde und entsprechend lustlos wirkende Bundeskanzlerin und Vorsitzende der CDU erklärte am Wahlabend trotzig, sie wisse nicht, was „wir anders machen sollten“. Der völlig überforderte Wendehals-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der SPD erklärte von nun an eine weitere Zusammenarbeit mit der Union als beendet Seine machtbewusste Parteikollegin Andrea Nahles war zwar „ein bisschen wehmütig“, skizzierte aber das zukünftige Verhältnis zu den „Schwarzen“ in ihrer fein-abgestimmten staatsmännischen Art mit dem Bonmot „und ab morgen kriegen sie in die Fresse“.
Und nun, nach dem quälend-langen Jamaika-Geplänkel, dem ausgerechnet die FDP ein für viele überraschendes Ende bereitet hat, wollen? sollen? oder müssen? diese Verlierer-Koalitionäre schon wieder ran. Eigentlich müssten alle drei Parteivorsitzenden Merkel, Schulz und Seehofer zurücktreten und den Weg für ein zukunftsfähiges Personaltableau freimachen oder von ihren jeweiligen Parteimitgliedern abgewählt werden. Kanzlerin Angela Merkel hat aber die CDU ideologisch so entkernt und so herrlich beliebig gemacht, dass sie zu einem bloßen Kanzlerinnenwahlverein mutiert ist und sie per definitionem nicht abwählbar ist.
Martin Schulz  meint die Befähigung zum Außen- oder mindestens Finanzminister schon alleine deswegen zu haben, weil er aufgrund eines 100prozentig-irrationalen Verhaltens seiner Parteigenossen ins Amt des Vorsitzenden gekommen ist und die nun ob der äußerst schwachen Figur, die ihr vermeintlicher Heilsbringer auf der politischen Bühne abgibt, sonst nicht wissen, wie man sich seiner eleganter entledigen soll.
Die alpenländischen Schwestern und Brüder der CDU begannen zwar bald nach der Wahl ihren vollmundigen „Obergrenzen“-Vorsitzenden zu demontieren, vermieden aber aus Rücksicht auf die Landtagswahl im Herbst eine vollständige Entmachtung, so dass der bayerische Löwe als Merkels Bettvorleger in Berlin weiter eine „gewichtige“ Rolle spielen kann. Legt man nun das bisher ausgehandelte Sondierungspapier zugrunde, wird deutlich, dass beiden Parteien noch nicht recht klargeworden ist, warum sie, trotz durchaus günstiger Wirtschaftsdaten so viele Stimmen verloren haben und der Begriff „Volkspartei“ auf beide schon lange nicht mehr anwendbar ist.
Die CDU/CSU und die SPD halten an ihrer äußerst gefährlichen und demokratisch nicht legitimierten Flüchtlingspolitik fest: Sie lassen weiterhin die massenhafte Zuwanderung in unser Land zu, sie ändern nichts an der „Magnetfunktion“ Deutschlands für die Migranten dieser Welt, sie lassen es zu, dass derzeit 250 000 Menschen in unserem Land leben (nach Schätzungen der Bundespolizei dürften in diesem Jahr noch einmal so viele dazukommen), die ausreisepflichtig sind und sie lassen es zu, dass subsidiär Schutzbedürftigen ein nicht exakt zu beziffernder Familiennachzug erlaubt wird. Diese Koalition der Verlierer hat unserem Land eine Situation beschert, deren Bewältigung die finanziellen Ressourcen unseres Landes übermäßig beansprucht, die trotz aller gut gemeinter Hilfe aus der Bevölkerung nicht zu schaffen ist und den fragilen gesellschaftlichen Zusammenhalt stark gefährdet. Diese Koalition, so sie denn kommt, ist gefährlich für unser Land!

24.01.2018: Stellungnahme der Caritas Trägergesellschaft West gGmbH zur Entwicklung am St. Joseph-Krankenhaus Prüm
„Wir bedauern die anhaltenden Irritationen hinsichtlich der weiteren Versorgungssicherheit durch das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm“, erklärt die Geschäftsführung der Caritas Trägergesellschaft West (ctw).
 Bestehende strukturelle Probleme und die vor allem unerwartet negative Belegungsentwicklung des St. Joseph-Krankenhauses in 2017 haben die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zuletzt eingeschränkt.
 Die Geschäftsführung der ctw und die Geschäftsführung des Prümer Krankenhauses haben dazu eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht mit Unterstützung von dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Mainz, den niedergelassenen Ärzten in Prüm und Umgebung und der Regionaldirektion der Kassenärztlichen Vereinigung in Koblenz.
Da es jedoch für ein Krankenhaus der Grundversorgung in ländlicher Region schwierig ist, auf Dauer wirtschaftlich sicher zu stehen, sind auch strukturelle Maßnahmen zur Standortsicherung notwendig.
Das Prümer Krankenhaus rechnet mit verbindlichen Budgetabschlüssen für die Jahre 2017 und 2018 noch im Februar dieses Jahres.
Hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich (intersektorale Versorgung) werden zurzeit noch Details mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz abgeklärt. Diese Maßnahme betrifft das sogenannte Ermächtigungsverfahren für die am Krankenhaus angestellten Chefärzte und deren Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung in Koblenz.
Eine weitere Maßnahme ist die Abstimmung mit dem Ministerium hinsichtlich der OP-Sanierung. Die Gespräche dazu befinden sich in einer fortgeschrittenen Phase.
Neben allen anderen Maßnahmen, haben vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses durch ihre Mitwirkung ein wesentliches Fundament für die mittelfristige Zukunftssicherung des St. Joseph-Krankenhauses in Prüm gelegt. Deshalb würdigt die Geschäftsführung ausdrücklich, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Joseph-Krankenhauses Prüm dazu beitragen, „ihr“ Krankenhaus zu sichern.
Den sogenannten Antrag an die Arbeitsrechtliche Unterkommission auf eine lineare Gehaltsabsenkung, befristet für das Geschäftsjahr 2018, genehmigten die überregionalen Vertreter der Dienstnehmer- und Dienstgeberseite. Für den gleichen Zeitraum sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
Der Trend der negativen Belegungsentwicklung scheint zurzeit gestoppt zu sein bzw. ist die Entwicklung nicht mehr rückläufig. „Wir beobachten die Entwicklung sehr genau. Von einer Trendwende zu sprechen wäre jetzt zu optimistisch“, erklärt Theo Korth, Geschäftsführer der St. Joseph-Krankenhaus GmbH.
Die personelle Verstärkung im Rahmen der Chirurgie auf Chefarztebene hat sich bisher ebenfalls als richtige Maßnahme erwiesen. Die Differenzierung innerhalb der Prümer Chirurgie hat sich nachweislich etabliert und bestätigt das Vertrauen der Patienten in die medizinische Kompetenz. Nach wie vor betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Patientinnen und Patienten im St. Joseph-Krankenhaus in Prüm exzellent und gewährleisten die Versorgung vor Ort. Die Geschäftsführung bedankt sich zugleich für das Vertrauen der Patienten und niedergelassenen Ärzte.
Für die Nachfolge des Pflegedirektors, der altersbedingt ausscheiden wird, konnte eine kompetente Nachfolgerin gewonnen werden. Somit ist in der Führung der größten Berufsgruppe des Hauses ein nahtloser Übergang gewährleistet und eine Grundlage für neue Impulse in der pflegerischen Versorgung der Patienten in Prüm gelegt. Zudem bindet der Krankenhaus-Geschäftsführer bei der Verbesserung der internen Abläufe mehr Mitarbeiter ein, um möglichst viele positive Impulse einfließen zu lassen. Dazu trifft sich im Prümer Krankenhaus regelmäßig ein neues Gremium, bestehend aus der Geschäftsführung, der Mitarbeitervertretung und den Mitarbeitern aus den thematisch betroffenen Fachabteilungen, um an der Weiterentwicklung des Hauses zu arbeiten.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass das St. Joseph-Krankenhaus in Prüm für die medizinische und pflegerische Versorgung der Region zwingend erforderlich ist. Über den weiteren Fortschritt in diese Richtung wird das Krankenhaus zukünftig weiter informieren.

16.01.2018:Auszug aus einem offenen Brief von Prüms Ex-Pfarrer Robert Lürtzener an Weihbischof Franz Josef Gebert vom Januar 2018
Die seelsorgliche Situation in der katholischen Kirchengemeinde Prüm St. Salvator bekümmert mich persönlich sehr. Als ich den Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Prüm für die Zeit vom 19.12.2017 bis 27.01.2018 durchblätterte, musste ich feststellen, dass für die Zeit nach der Schließung der Basilika Prüm (wegen der Renovierung) am 02.01.2018 in der Gottesdienstordnung für die Samstags-/Sonntags- und Feiertags-Termine die Pfarrei Prüm St. Salvator nicht mehr aufgeführt wird.
Das bedeutet für etwa eineinhalb Jahre: in Prüm ist für diese Zeit Totenstille wie am Karfreitag, die Glocken schweigen außer dem Mittagsläuten.
Wenn in der Pfarrgemeinde Prüm St. Salvator an Sonn- und Feiertagen - wie im Pfarrbrief vorgesehen - keine Gottesdienste stattfinden und somit auch die Glocken nicht läuten, ist in der Stadt Prüm ein kirchliches Leben nicht wahrnehmbar, ist die Kirche atmosphärisch tot.
Wenn in Zukunft kein Sonn- und Feiertagsgottesdienst unter dem Namen .Prürn St. Salvator" stattfindet, kommt dies in kurzer Zeit auch dem finanziellen Ruin dieser Kirchengemeinde gleich. Es können dann keine Kollekten mehr registriert werden.
Die oben beschriebenen negativen Folgen für die Gläubigen der Salvator Pfarrei Prüm können vermieden werden, wenn alle Gottesdienste, während die Basilika geschlossen ist, wie bisher in der Stadt Prürn stattfinden. Das ist gut möglich: in der Kapelle des ehemaligen Konvikts, in der Drei-Ärzte-Kapelle im Nordturm der Basilika, im Pfarrheim St. Salvator und in anderen dafür geeigneten Räumen.
Für diese Lösung spricht Folgendes:
1. Die Kapelle im ehemaligen Konvikt ist eigens für die Feier von Gottesdiensten gebaut, eingerichtet und ausgestaltet worden. Sie hat viele Jahre für ca. 100 bis 130 Schüler und deren Betreuer als Gottesdienstraum gedient. Noch heute besteht in der Konviktskapelle ein großzügiger Altarraum mit Ambo und Altar. Dort hätte auch der Basilikachor noch genügend Platz. Es steht eine Pfeifenorgel zur Verfügung. Diese müsste gestimmt werden, was ohne Probleme möglich ist. Die Kapelle ist beheizbar und kann von der Verbandsgemeinde Prüm gemietet werden.
2. Unser Pfarrheim bietet Platz für ca. 80-100 Personen. In den 1980er Jahren wurde dort eine große Übungsorgel eingebaut. Deswegen haben wir dort während des Winters die Werktagsgottesdienste gefeiert, um die enormen Heizkosten in der Basilika zu sparen.
3: Die Drei-Arzte-Kapelle im Nordturm der Basilika hat einen eigenen Eingang von draußen, bietet für 50 Personen Sitzplätze, wird sehr sorgfältig gegenüber dem Innenraum der Basilika isoliert, so dass hier jederzeit ein ungestörter Gottesdienst stattfinden kann. Auch hier steht eine kleine Pfeifenorgel, die transportabel ist, zur Verfügung.
Über den Vorsitzenden des Prümer Pfarrgemeinderates, Udo Weis, habe ich Herrn Eiswirth, Geschäftsführenden Dekanatsreferenten, angeboten, während der Krankheit von Pater Kettern als Priester auszuhelfen. Das wurde abgelehnt mit der Begründung, ich hätte am Beginn meines Ruhestandes versprochen, mich zukünftig in der Seelsorge Prüms nicht einzumischen, was auch zutrifft.
Ich möchte sehr gern in der Seelsorge der Pfarreiengemeinschaft Prüm helfen, da ich mich gesundheitlich noch sehr gut fühle. Zu gegebener Zeit wäre ich auch zur Übernahme der Pfarrverwaltung bereit. So könnte ich die letzte Baumaßnahme an der Basilika begleiten, wie alle übrigen in den letzten 46 Jahren.
In der Pfarreiengemeinschaft Arzfeld habe ich fast 6 Jahre mit Freude ausgeholfen. Inzwischen ist Pater Rolke, ein junger Priester von den Vinzentinern Niederprüm dazu gekommen, der sehr hilfsbereit in Arzfeld Gottesdienste übernimmt. Deshalb wäre mein Ausscheiden im Arzfelder Bereich gut zu verkraften .

 

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