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15.04.2019

Leserservice: Achtung Zeckenzeit - Kleiner Parasit lauert in der Natur

Region (red)  Zecken lauern im Gras, Unterholz und auf Sträuchern auf Lebewesen, von deren Blut sie sich ernähren. Die Tiere übertragen häufig Krankheitserreger, ohne selbst zu erkranken.

Der Stich der Zecke kann bei Menschen ernsthafte Infektionskrankheiten hervorrufen. Darauf weist die Unfallkasse Rheinland-Pfalz hin.
Zu den von Zecken hervorgerufenen Erkrankungen gehören neben dem Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus)vor allem Bakterien der Gattung „Borreliaburgdorferi“, die Lyme-Borreliose verursachen können.
Je schneller man eine Zecke – ohne diese zu zerdrücken – mit einer geeigneten Pinzette bzw. einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion! Die Übertragung der Borreliose-Erreger erfolgt nach medizinischen Erkenntnissen nicht direkt mit oder nach dem Stich, sondern erst nach sechs bis acht Stunden. Meistens ist aber der genaue Zeitpunkt des Ereignisses nicht bekannt, so dass ein direkter Handlungsbedarf besteht. Bei Hautveränderung und grippe- bzw. rheumaähnlichen Beschwerden, sollten Betroffene auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Eine Impfung gegen FSME ist dann zu empfehlen, wenn man beispielsweise als Wanderer in Risikogebieten unterwegs ist. In Deutschland sind FSME-Risikogebiete in Landkreisen von Bayern, Baden Württemberg, Hessen und Thüringen ausgewiesen. In Rheinland-Pfalz ist bisher der Landkreis Birkenfeld betroffen. Besondere Aufmerksamkeit gilt Landkreisen, die an FSME-Risikogebiete in Baden-Württemberg oder Hessen angrenzen. Hier ergibt sich eine signifikant steigende Zahl an FSME-Neuerkrankungen. Da der Rhein hier eine plausible natürliche Grenze für FSME-Naturherde darstellt, wurden diese Bereiche bislang nicht zu Risikogebieten erklärt.

Archivbericht Unfallkasse Rheinland-Pfalz

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