13.04.2012
Drei Tote und 13 Verletzte bei Zugunglück bei Mühlheim/Hessen
Mühlheim/D. (red) Beim Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Baukranzug sind in der Nacht bei Mühlheim in Hessen drei Menschen getötet worden, 13 Personen wurden teils schwer verletzt.
Etwa gegen 1 Uhr kam es im Bereich Mühlheim-Dietesheim zu dem Zusammenstoß. Dabei entgleiste der Regionalzug, der auf dem Weg von Frankfurt/Main in Richtung Hanau unterwegs und mit ca. 35 Reisenden besetzt war. Nach bisherigen Erkenntnissen sind bei diesem Unglück drei Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich hierbei um den Triebfahrzeugführer und zwei Bauarbeiter, die sich zum Zeitpunkt der Kollision auf dem Zug und dem Zweiwegebagger bzw. an diesem befanden. Die Zahl der Verletzten hat sich erhöht auf nunmehr insgesamt 13 Personen. Sechs der insgesamt 13 Verletzten mussten in umliegende Krankenhäuser im Raum Offenbach und Hanau zur medizinischen Versorgung eingeliefert werden. Unter diesen ist auch der Kundenbetreuer aus der betreffenden Regionalbahn. Der Zweiwegebagger stand auf demselben Gleis wie der auf dem Weg von Frankfurt/Main nach Hanau befindliche Regionalzug. Die Leichen konnten bis zum Morgennoch nicht geborgen werden und noch steht nicht die Identität aller Toten fest. Am Unglücksort waren und sind noch Rettungs- und Sicherheitskräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Kriseninterventionsteams, Polizeikräfte des PP Südosthessen sowie Kräfte der zuständigen Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main. Insgesamt waren über 200 Kräfte im Einsatz. Die betreffende Zugstrecke ist weiterhin gesperrt. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauern an. Es ist mit Betriebsbeeinträchtigungen im Regional - und Fernverkehr zu rechnen. Die DB AG hat hierzu eine Verkehrsmeldung herausgegeben. Die Staatsanwaltschaft Offenbach am Main und die Bundespolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Auch zwei Mitarbeiter der Eisenbahnunfalluntersuchungsstelle des Bundes sind vor Ort und haben ihre Untersuchungsarbeiten aufgenommen.
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