06.09.2010
Millionenschaden beim Brand einer Baustoffgroßhandlung
Koblenz-Weißenthurm/D. (red) Sachschaden in Höhe von rund einer Million Euro dürfte nach vorläufiger Schätzung bei einem Brand heute Morgen in Weißenthurm entstanden sein. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle.
Gegen 10.40 Uhr ging die erste Brandmeldung bei der Rettungsleitstelle ein. Das Feuer war in einer Lager- und Betriebshalle eines Dachdeckereinkaufs/Baustoffhandlung in der Neustraße in Weißenthurm ausgebrochen. Die Mitarbeiter und sonstige anwesende Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Nicht verhindern konnten sie allerdings, dass sich der Brand in Minutenschnelle ausbreitete und wenig später auf ein angrenzendes Doppelhaus übergriff. Auch hier konnten die Bewohner rechtzeitig das Gebäude verlassen, ehe sie zu Schaden kamen. Aufgrund der in der Halle gelagerten Materialien wie teerhaltige Baustoffe hatte das Feuer reichlich Nahrung und entsprechend dunkle Rauchwolken breiten sich auch weithin sichtbar aus. Die Straßen rund um den Einsatzort sind nach wie vor wegen der starken Rauchentwicklung und des andauernden Feuerwehrgroßeinsatzes gesperrt. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Die Anwohner wurden aufgefordert, vorsorglich Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Messungen der Feuerwehr ergaben indes keine Werte, die weitergehende Maßnahmen erforderlich gemacht hätten. Neben mehreren Streifenbesatzungen der Polizei und einer Rettungswagenbesatzung des DRK sind vor allem rund 100 Feuerwehrleute aus Weißenthurm sowie mehrerer benachbarter Wehren im Einsatz. .

Nachtragsmeldung Polizei um 16.30 Uhr:
Der Brand, der heute Morgen gegen 10.40 Uhr in einem Dachdeckereinkauf-Betrieb in Weißenthurm ausgebrochen ist, hat noch größeren Schaden angerichtet als bisher gemeldet.
Neben der Lagerhalle des Gewerbebetriebes, die praktisch völlig ausgebrannt ist und einem angrenzenden Doppelhaus konnte ein Übergreifen des Feuers auf einen ebenfalls rückseitig angrenzenden Barbetrieb nicht verhindert werden. Zumindest das Dach und das Dachgeschoss auch dieses Gebäudes dürften mehr oder weniger vollständig Raub der Flammen geworden sein. In diesem Gebäude stößt die Feuerwehr zur Stunde immer noch auf gelegentlich auflodernde Brandnester.
Der Hauptbrand ist indes abgelöscht, die Brandwache/die Brandnachsorge ist aber auch hier noch im Einsatz. Die Verkehrssituation hat sich entspannt, ebenso die Belästigung durch Rauch und Brandgeruch für die Anwohner.
Die Zahl der Verletzten hat sich inzwischen auf vier erhöht: Neben dem bereits in der ersten Meldung aufgeführten Feuerwehrmann, haben sich im Rahmen des Löscheinsatzes zwei weitere seiner Kollegen verletzt – allesamt aber wohl eher leichterer Art (Rauchgasintoxikation, Prellungen/Schürfwunden). Daneben hat die Ehefrau des betroffenen Firmeninhabers einen Schwächeanfall erlitten – nicht als unmittelbare Brandfolge, sondern als Auswirkung der damit verbundenen Aufregung.
Quasi fünftes und ebenfalls indirektes Opfer des Brandes wurde eine Polizeibeamtin, die den Einsatzort absperrte und dabei von einem uneinsichtigen Fahrer eines Motorrollers angefahren wurde.
Aufgrund der vorstehend geschilderten Erweiterung des Brandumfangs, könnte sich der Sachschaden noch deutlich erhöhen und dürfte die Millionengrenze in jedem Fall überschreiten. Zuverlässige Schätzungen sind allerdings erst nach eingehender Besichtigung der betroffenen Gebäude sowie einer Auflistung des abgebrannten Baumaterials möglich.
Wegen der andauernden Löscharbeiten konnte der Brandort naturgemäß noch nicht von den Brandermittlern der Polizei in Augenschein genommen werden. Insoweit haben sich die Ermittlungen zur Brandursache bisher auf Zeugenbefragungen beschränken müssen, die aber bislang keinen Anhaltspunkt auf die mögliche Ursache ergeben haben.
Die intensive Begehung und Spurensuche am Brandort ist für Dienstag vorgesehen.
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